Flughafen Singapur (Foto: Unsplash/@shawnanggg).
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Einführung einer obligatorischen Luftverkehrsabgabe am Flughafen Singapur

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Singapur führt zum 1. Oktober 2026 eine landesweite Abgabe für den Einsatz von alternativem Flugkraftstoff (SAF) ein. Diese neue Regelung betrifft alle Passagiere, die vom Flughafen Changi abfliegen, sofern ihre Tickets nach dem 1. April 2026 ausgestellt wurden.

Die Höhe des Zuschlags ist gestaffelt und orientiert sich primär an der zurückzulegenden Flugdistanz sowie der gebuchten Kabinenklasse. Während Reisende in der Economy-Klasse auf Kurzstrecken innerhalb Südostasiens mit einem Mindestbetrag von etwa einem Singapur-Dollar belastet werden, müssen Passagiere in Premium-Klassen auf Langstreckenflügen, etwa nach Nordamerika oder Europa, mit Kosten von bis zu 41,60 Singapur-Dollar rechnen.

Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Strategie der Luftfahrtbehörde von Singapur (CAAS), die Versorgungssicherheit mit speziellen Treibstoffen im asiatischen Raum zu erhöhen. Durch die zentrale Erhebung der Abgabe soll ein Fonds finanziert werden, der den Ankauf von Treibstoffmengen bündelt und so Preisstabilitäten im Markt schaffen soll. Auch der Frachtsektor wird in die neue Gebührenstruktur einbezogen: Hier erfolgt die Berechnung auf Basis des Sendungsgewichts und der Transportentfernung. Sowohl auf Passagiertickets als auch auf Frachtpapieren muss der Betrag separat ausgewiesen werden, um Transparenz über die Preisbildung im Luftverkehr zu gewährleisten.

Hintergrund dieser Entscheidung ist das Bestreben des Stadtstaates, seine Position als führendes Luftfahrtdrehkreuz in Asien trotz steigender Kosten für Betriebsmittel zu behaupten. Da die Kosten für alternative Kraftstoffe derzeit noch signifikant über denen von herkömmlichem Kerosin liegen, setzt die Regierung auf eine kollektive Finanzierung durch die Nutzer. Branchenexperten weisen darauf hin, dass Singapur mit diesem Schritt eine Vorreiterrolle in der Region einnimmt, während andere asiatische Staaten ähnliche Modelle prüfen, um ihre Abhängigkeit von herkömmlichen Treibstoffquellen langfristig zu reduzieren. Die Einnahmen fließen direkt in die Unterstützung der Infrastruktur für die Lagerung und Beimischung der Kraftstoffe am Flughafen Changi.

Die Fluggesellschaften, allen voran der nationale Carrier Singapore Airlines, haben bereits mit der technischen Implementierung der Gebühren in ihre Buchungssysteme begonnen. Kritiker geben zu bedenken, dass die kumulierten Kosten für Langstreckenreisen durch zusätzliche Steuern und Abgaben weiter steigen könnten, was die Nachfrage in preissensiblen Segmenten beeinflussen mag. Dennoch sieht die CAAS die Abgabe als notwendiges Instrument, um die technologische Umstellung der Branche voranzutreiben. Der Flughafen Changi, der zu den effizientesten der Welt zählt, bereitet sich parallel dazu auf die logistischen Herausforderungen vor, die mit der großflächigen Bereitstellung der neuen Kraftstoffkomponenten verbunden sind.

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