Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) und die Gewerkschaft National Air Traffic Controllers Association (NATCA) haben im Oktober 2026 eine Einigung erzielt, die den berechtigten US-Fluglotsen eine Gehaltserhöhung von 2,8 Prozent sichert.
Die Anpassung tritt zum 18. Oktober 2026 in Kraft und gilt rückwirkend ab dem 11. Januar 2026. Damit wird die verbleibende Komponente einer von den US-Gesetzgebern bewilligten Gesamtanpassung umgesetzt, nachdem zu Jahresbeginn bereits eine Erhöhung um ein Prozent erfolgt war.
Die Lohnerhöhung ist jedoch an konkrete betriebliche Auflagen gekoppelt, die auf eine Effizienzsteigerung und verbesserte Personaleinsatzplanung abzielen. Grundlage bildet das US-Finanzierungsgesetz, das Gehaltsanpassungen der Behörde an messbare operative Verbesserungen im Flugbetrieb bindet. Zu den vereinbarten Maßnahmen gehören strengere Verfahren zur Zeiterfassung, die Einführung arbeitslastorientierter Schichtmodelle sowie geänderte Regelungen für Versetzungen, um Engpässe in unterbesetzten Kontrollzentren gezielter auszugleichen.
Die Einigung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender kapazitärer Herausforderungen im US-Luftraum, wo Fluglotsen vielerorts verpflichtende Überstunden leisten müssen. Während Branchenvertretungen die Gehaltsanpassung als notwendigen Schritt zur Sicherung und Verbleibquote des Personals bewerten, verweisen Analysten darauf, dass strukturelle Personallücken im Tower- und Radardienst durch moderate Tarifanpassungen allein nicht kurzfristig geschlossen werden können.