Airbus A321 (Foto: Randolph Rojas/Unsplash).
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Ekel-Alarm über den Wolken: Passagierin filmt Kakerlakenbefall an Bord von Spirit Airlines

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Ein kürzlicher Flug mit der amerikanischen Billigfluggesellschaft Spirit Airlines wurde für eine Passagierin zum Alptraum, als sie nach eigenen Angaben Zeugin eines Kakerlakenbefalls an Bord wurde.

Die Reisende, die es sich in einem der „Big Front Seats“ bequem gemacht hatte, dokumentierte mit ihrer Kamera, wie mehrere Kakerlaken die Trennwand im Flugzeug hochkrabbelten. Das von ihr auf sozialen Medien geteilte Video ging viral und löste eine Welle der Empörung aus, verbunden mit Fragen nach den Hygienestandards in Verkehrsflugzeugen. Die betroffene Passagierin kündigte an, die Fluggesellschaft zukünftig meiden zu wollen.

Entdeckung im Premium-Sitzbereich und Reaktion der Fluggesellschaft

Die Aufnahmen der Nutzerin @symonebeez auf der Plattform X zeigen deutlich mindestens zwei Kakerlaken, die sich während des Fluges an der Schottwand des Flugzeugs bewegten. Die Passagierin, die für diesen Flug einen der höherpreisigen „Big Front Seats“ gebucht hatte, zeigte sich entsetzt über die unerwartete Gesellschaft. Ihr Video erreichte binnen kurzer Zeit Millionen von Aufrufen. In ihrem Post auf X schrieb sie: „Nie wieder werde ich @SpiritAirlines fliegen. Ich bin über 800.000 Kilometer mit Delta geflogen und habe in meinem Leben noch nie Kakerlaken in einem Flugzeug gesehen. Das ist verrückt.“

In einem ergänzenden Video auf TikTok schilderte die Passagierin, daß sie zunächst zögerte, das Personal zu informieren, sich aber dazu entschloß, als eine zweite Kakerlake auftauchte. Ihrer Aussage zufolge zeigte die informierte Flugbegleiterin wenig Besorgnis und unternahm keine direkten Maßnahmen. Spirit Airlines äußerte sich zu dem Vorfall gegenüber dem Portal Simple Flying und erklärte: „Wir halten hohe Reinigungsstandards in unserer gesamten Flotte ein und möchten, daß sich alle unsere Gäste beim Reisen mit uns wohlfühlen. Wir sind uns des Videos bewusst, und unser Wartungsteam hat das betroffene Flugzeug gründlich inspiziert und das Problem behoben.“ Die Passagierin gab später bekannt, daß Spirit Airlines sich bei ihr entschuldigt und eine Reisegutschrift in Höhe von 60 Dollar angeboten habe, die sie jedoch ablehnte.

Schädlingsbefall in Flugzeugen – kein unbekanntes Problem

Obwohl dieser jüngste Vorfall mit Spirit Airlines viel Aufmerksamkeit erregte, ist die Problematik von Schädlingsbefall in Flugzeugen keine Seltenheit. Auch andere Fluggesellschaften sahen sich in der Vergangenheit bereits mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert. So gab es beispielsweise Anfang des Jahres Berichte über Bettwanzen auf Langstreckenflügen der Turkish Airlines. Ein Passagier auf einem Flug von Istanbul nach San Francisco berichtete, daß Insekten von der Decke gefallen seien, während ein anderer auf einem Flug von Washington D.C. nach Istanbul Stiche und Wanzen in seiner Kabinendecke dokumentierte. Die Reaktion der Fluggesellschaft auf diese Vorfälle wurde von betroffenen Passagieren als unzureichend kritisiert.

Experten vermuten, daß Insekten und andere Schädlinge häufig über das Gepäck der Passagiere in die Flugzeugkabinen gelangen, insbesondere über Handgepäck. Ein auf Unternehmensentomologie spezialisierter Berater mit Erfahrung in der Luftfahrt erklärte gegenüber dem Portal View From The Wing, daß die Ursache für Schädlingsbefall meist in persönlichen Gegenständen der Reisenden und weniger im Flugzeug selbst zu suchen sei. Dennoch betonte der Experte, daß die Verantwortung für die Erkennung und Behebung solcher Probleme letztendlich bei der Fluggesellschaft liege, bevor sie für die Kunden sichtbar würden.

Die meisten Fluggesellschaften setzen auf eine Kombination aus schnellen Reinigungsdurchläufen zwischen den Flügen und gründlicheren Reinigungen während längerer Standzeiten oder Wartungsunterbrechungen, um die Hygiene an Bord zu gewährleisten. Auch regelmäßige Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen sind Teil der Standardprotokolle, insbesondere bei Flugzeugen, die international eingesetzt werden.

Spirit Airlines – keine Premiere mit unerwünschten Passagieren

Für Spirit Airlines ist dies nicht die erste Begegnung mit unerwarteten tierischen Gästen. Bereits im Oktober 2024 filmten Passagiere auf einem Flug von Dallas nach Los Angeles eine große Ratte, die sich in einer Kabinenleuchte bewegte. Dieses Video fand ebenfalls große Beachtung in den sozialen Medien. Die Fluggesellschaft bestätigte den Vorfall und versicherte, entsprechende Maßnahmen ergriffen zu haben.

Nur wenige Wochen später, im November 2024, fiel ein Waschbär durch die Decke des Gate-Bereichs von Spirit am New Yorker Flughafen LaGuardia und sorgte für Panik unter den wartenden Passagieren. Das Tier wurde später von der Wildtierkontrolle eingefangen und freigelassen. Diese früheren Vorfälle deuten darauf hin, daß Spirit Airlines in der Vergangenheit bereits mehrfach mit ungebetenen tierischen Besuchern an Bord oder in ihren Einrichtungen zu tun hatte. Der aktuelle Kakerlakenfund dürfte das Image der Billigfluggesellschaft in Bezug auf Sauberkeit und Hygiene weiter belasten.

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