Die israelische Nationalfluggesellschaft El Al hat den teilweisen Neustart ihres internationalen Flugbetriebs vom Flughafen Ben Gurion angekündigt. Seit Sonntag, dem 8. März 2026, werden nach einer Entscheidung der nationalen Luftfahrtbehörden wieder Passagiere auf Auslandsverbindungen befördert.
Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer schrittweisen Ausweitung des operativen Rahmens am wichtigsten Drehkreuz des Landes, bleibt jedoch an strikte staatliche Vorgaben gebunden. In der aktuellen Phase ist die Kapazität pro Flug auf lediglich 70 Passagiere begrenzt, um die behördlichen Auflagen zur Steuerung der Personenströme und Sicherheitsprotokolle zu erfüllen.
Das Unternehmen räumt in den ersten Tagen der Wiederaufnahme bereits gestrandeten Reisenden absolute Priorität ein. El Al kontaktiert hierzu aktiv Kunden ohne israelischen Wohnsitz, deren ursprüngliche Flüge aufgrund der vorangegangenen Einschränkungen annulliert wurden. Diesen Passagieren wird ohne zusätzliche Kosten ein Platz auf einem der Rückholflüge zugewiesen, die insgesamt 22 internationale Ziele bedienen. Ein regulärer Ticketverkauf für neue Buchungen wird erst dann freigeschaltet, wenn die Umbuchung der betroffenen Bestandskunden nach dem Prinzip des ursprünglichen Abflugdatums vollständig abgeschlossen ist.
Zusätzlich zur Rückführung ausländischer Staatsbürger sieht das neue Rahmenwerk einen speziellen Ausnahmemechanismus für humanitäre Notfälle vor. Für Personen, die Israel aus dringenden medizinischen oder außergewöhnlichen persönlichen Gründen verlassen müssen, stellt die Fluggesellschaft ein dediziertes Prüfungsformular bereit. Diese Anträge werden gemäß den staatlich festgelegten Kriterien einzeln bewertet, um eine geordnete Ausreise im Rahmen der limitierten Sitzplatzkapazitäten zu ermöglichen. Die Sicherheitsbehörden behalten sich vor, die Flugpläne bei einer Veränderung der Gesamtlage kurzfristig anzupassen.
Branchenexperten beobachten die Entwicklung am Flughafen Ben Gurion genau, da die Limitierung auf 70 Fluggäste pro Maschine den wirtschaftlichen Betrieb großer Langstreckenjets vor enorme Herausforderungen stellt. El Al betont jedoch, dass die Aufrechterhaltung der Luftbrücke zu den 22 Schlüsselzielen, darunter wichtige Knotenpunkte in Europa und Nordamerika, derzeit Vorrang vor rein kommerziellen Erwägungen hat. Die Kommunikation erfolgt über digitale Kanäle und soziale Medien, um Reisende in Echtzeit über den Status ihrer Verbindungen und die geltenden Sicherheitsrichtlinien der Luftfahrtbehörden zu informieren.