Elba: Paradies mit glasklarem Meerwasser

Strand in Marina di Campo, Elba (Foto: René Steuer).
Strand in Marina di Campo, Elba (Foto: René Steuer).

Elba: Paradies mit glasklarem Meerwasser

Strand in Marina di Campo, Elba (Foto: René Steuer).
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Glasklares Meerwasser, in dem viele, zum Teil bunte, Fische anzutreffen sind, bietet die italienische Insel Elba. Viele Sandbuchten sind dafür bekannt, dass sie sehr seicht sind und somit optimal auch für Urlaube mit kleinen Kindern geeignet sind. Die Insel befindet sich in der Nähe von Korsika (Frankreich) und Sardinien und ist ein sehr beliebtes Urlaubsziel.

Zwar verfügt Elba über einen eigenen Flughafen, der sich in Marina Di Campo befindet, jedoch ist das Flugangebot äußerst überschaubar. Bedingt durch die Insolvenzen von SkyWork und InterSky gibt es ab Deutschland keine Nonstop-Flüge mehr. Von der Schweiz aus fliegt Zimex Air im Auftrag eines Reiseveranstalters ab Bern-Belp und von Lugano aus fliegt die tschechische Silver Air mit Let 410. Der Großteil der Touristen reist daher mit den Fähren, die beispielsweise ab Piombino angeboten werden, an. Es besteht ein hochfrequenter Schiffsverkehr und die Preise sind durchaus moderat.

Sandstrand in Marina di Campo, Elba (Foto: René Steuer).

Silver Air bietet einige subventionierte Verbindungen ab Mailand-Linate, Pisa und Firenze während der Sommermonate an. Allerdings sind die Frequenzen eher gering und in der Vergangenheit wurde das Angebot wiederholt kurzfristig und ohne große Ankündigung ausgesetzt. Die eingesetzten Flugzeuge des Typs Let 410 bieten 16 Sitzplätze und stammen aus tschechischer Produktion.

Bucht in Marina di Campo, Elba (Foto: René Steuer).

Entscheidet man sich für eine Anreise auf dem Luftweg, so eignet sich Pisa als Umsteigeort. Allerdings sollte bedacht werden, dass Silver Air weder Interline- noch Codeshareabkommen mit anderen Airlines unterhält. Das bedeutet, dass eventuelles Gepäck abgeholt und erneut eingecheckt werden muss. Auch gibt es im Falle von Verspätungen keine Haftung und der nächste Flug könnte gegebenenfalls erst in einigen Tagen durchgeführt werden.

Ein Mietauto ist eine Überlegung wert

Als Alternative kann am Pisa-Airport bei einer Autovermietung auch ein Kraftfahrzeug ausgeliehen werden. Dieses schifft man im Piombino ein und ist somit auf der Insel Elba auch mobil. Wichtig ist, dass man das Vorhaben mit dem Vermieter abklärt, denn manchmal sehen diese es gar nicht gerne, wenn ihre Fahrzeuge mit dem Schiff auf Inseln gebracht werden. Eventuell muss eine kleine zusätzliche Gebühr entrichtet werden. Nähere Auskünfte dazu können nur die Vermieter selbst erteilen.

Sandstrand in Marina di Campo, Elba (Foto: René Steuer).

Wer auf den Komfort eines Mietautos verzichten kann, ist ab Pisa auch nicht “aufgeschmissen”. Nach einer äußerst kurzen Busfahrt zum Hauptbahnhof kann der Fährhafen Piombino auch mit der italienischen Eisenbahn erreicht werden. Es bestehen auch Zubringerbusse zum Fernbahnhof, denn nicht alle Kurse fahren den Hafen an. Die Fahrscheinpreise sind selbst in der ersten Klasse erschwinglich. Tickets können vorab über das Internet gekauft werden oder aber klassisch vor Ort am Automaten oder Schalter. Empfehlenswert ist es einen nicht-zuggebundenen Fahrschein zu kaufen, denn in der Stadt Pisa lädt der schiefe Turm regelrecht magisch zu einem kleinen Abstecher ein. Auch gibt es viele Restaurants und Cafes, die zu einer kleinen Stärkung einladen.

Unter anderem Toremar und Moby Lines bieten einen hochfrequenten Fährdienst zwischen Piombino und Portoferraio (Elba) an. Fahrscheine können über das Internet oder aber alternativ an Ort und Stelle in den Verkaufsbüros der Reedereien gekauft werden. Viele Reisebüros vermitteln auch Fahrkarten. Ist man als Fußgänger unterwegs, so ist eine Vorausbuchung eigentlich nicht notwendig, da so gut wie immer ausreichend Platz ist. Möchte man jedoch ein Kraftfahrzeug einschiffen, so macht eine Reservierung während der Hauptsaison Sinn, da die Nachfrage sehr groß sein kann. In der Nebensaison geht es wesentlich entspannter zu.

Passagierfähre von Moby Lines (Foto: René Steuer).

Glasklares Meerwasser, schöne Sandstrände

Elba ist keine Partyinsel, sondern optimal für entspannte Familienurlaube geeignet. Selbstverständlich gibt es auch Bars und Nachtgastronomie, doch an den vielen Sandstränden ist es ruhig und entspannt. Beispielsweise verfügt Marina Di Campo über eine sehr schöne Sandbucht, die äußerst seicht ist. Schirme und Liegen sowie Schließfächer und Umkleidekabinen stehen gegen Gebühr zur Verfügung. Gastronomie, beispielsweise eine kleine Pizzeria, ist ebenfalls vor Ort.

Das Meerwasser ist glasklar und geprägt von vielen Fischen. In den seichten Buchten halten sich überwiegend Jungfische auf, da diese hier weitgehend vor größeren Fressfeinden, die schlichtweg aufschwimmen würden, sicher sind. Gelegentlich legen Meeresschildkröten auch ihre Eier in den Sand und mit Glück kann man im Wasser einem ausgewachsenen Tier begegnen oder aber mit noch mehr Glück ein besonderes Spektakel erleben: Badegäste wurden wiederholt von hunderten Babyschildkröten, die das Licht der Welt erblickt haben und ihren Weg ins Mittelmeer suchen, überrascht. Die Reptilien stehen unter strengem Artenschutz und dürfen nicht berührt werden. Die italienischen Behörden verstehen hier überhaupt keinen Spaß und verhängen gegen Personen, die die Schildkröten und andere geschützte Tiere stören, drakonische Strafen.

Portoferraio, Elba (Foto: René Steuer).

Elba hat generell viel zu bieten, doch der öffentliche Busverkehr ist stark ausbaufähig. Die Fahrpläne sind zum Teil schwer zu durchblicken und viele Strecken werden außerhalb der Hauptsaison nur niederfrequent bedient. Wer also die gesamte Schönheit der Insel erkunden möchte, sollte sich ein Leihauto mieten. Das kann sowohl in Pisa als auch direkt auf der Insel bei verschiedenen Anbietern erfolgen. Alternativ können in den Büros verschiedener Tour-Operator, über das Internet oder über Hotel-Rezeptionen auch geführte Touren gebucht werden. Der Preis für Taxifahrten ist erschwinglich, jedoch summieren sich die Kosten schnell zusammen, so dass ein Mietauto oder geführte Touren unterm Strich billiger kommen.

Die Berge der Insel Elba laden auch zu Wanderungen ein, denn sowohl die Landschaft als auch der Ausblick auf das Mittelmeer sind atemberaubend. Auch die Architektur der kleinen Dörfer ist absolut sehenswert. Es lohnt sich also sich auch abseits der typischen Touristen-Hotspots zu bewegen, denn man bekommt viel zu sehen. Das Fachmagazin Geo hat unter diesem Link einige Tipps bereitgestellt. Der eine oder andere Ort ist sicherlich für Ausflüge, die bleibende Eindrücke hinterlassen, optimal geeignet.

Portoferraio, Elba (Foto: René Steuer).

Vergessen Sie nicht auf den Schiefen Turm von Pisa

Wie bereits erwähnt ist die Insel Elba optimal für ruhige Familienurlaube geeignet. Reist man mit dem Flugzeug über Pisa an, so ist der Zwischenstopp beim schiefen Turm schon fast Pflicht. Dieser Ort ist allerdings in der Hauptsaison naturgemäß stark überlaufen, so dass mit längeren Wartezeiten zu rechnen ist. Wem allerdings ein Blick von Außen genügt, der kann einfach und kostenlos am Bauwerk vorbeispazieren und Fotos machen. Der Flughafen Pisa wird von vielen Airlines, darunter auch Lowcoster, durchaus hochfrequent angeflogen. Die Weiterreise nach Elba kann mit Silver Air oder aber mit der Fähre ab Piombino erfolgen. Tickets für den ÖPNV in Elba sind übrigens an Schaltern am Flughafen, am Hauptbahnhof und in diversen Geschäften erhältlich. Mancherorts finden sich auch Verkaufsautomaten in verschiedenen Sprachen.

Schiefer Turm von Pisa (Foto: René Steuer).

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René Steuer ist Redakteur bei Aviation.Direct und insbesondere auf Tourismus und Regionalluftfahrt spezialisiert. Zuvor war er unter anderem für AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig.

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