Neuer polnischer Zentralflughafen (Rendering: CPK):
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Elektrotim erhält Zuschlag für Energieinfrastruktur des Großprojekts Port Polska

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Das polnische Staatsunternehmen Centralny Port Komunikacyjny (CPK) hat den Auftrag für die Planung der Energieversorgung des künftigen Großflughafens in Baranów an die Elektrotim S.A. vergeben. Im Rahmen des Programms Port Polska soll der beauftragte Dienstleister die technische Dokumentation für eine Photovoltaikanlage sowie großdimensionierte Energiespeicher erstellen.

Die Solaranlage ist in der ersten Ausbauphase auf eine Leistung von 20 Megawatt-Peak (MWp) ausgelegt, während die Speichereinheiten eine Kapazität von 50 Megawatt (MW) bei einer zweistündigen Betriebsdauer erreichen sollen. Diese Infrastruktur ist primär für die Bauphase des Flughafens konzipiert, wobei eine spätere Erweiterung der Kapazitäten für den regulären Flugbetrieb bereits in der Planung berücksichtigt wird.

Ziel der technischen Ausrüstung ist eine teilweise Unabhängigkeit vom externen Stromnetz sowie die Stabilisierung der Stromqualität für das logistische Großprojekt. Durch die Kombination aus Eigenerzeugung und modernen Speichersystemen soll der künftige Transportknotenpunkt überschüssige Energie puffern und bei Bedarf abrufen können. Ergänzend dazu prüft CPK derzeit in Zusammenarbeit mit der Polnischen Akademie der Wissenschaften die Nutzung von Geothermie. Hierfür wurden bereits Vorbereitungen für Probebohrungen getroffen, um thermale Wässer für die Wärme- und Energieversorgung des Terminals und der Nebengebäude zu erschließen. Diese Diversifizierung der Energiequellen dient der langfristigen Versorgungssicherheit des Standortes, der als zentraler Mobilitätsknotenpunkt für Mittel- und Osteuropa fungiert.

Die zeitliche Planung für das Infrastrukturvorhaben sieht den Baubeginn des Passagierterminals für das Jahr 2026 vor, wobei zunächst die Arbeiten an der Pfahlgründung im Vordergrund stehen. Parallel dazu wird der Bau des unterirdischen Bahnhofs und der dazugehörigen Tunnel vorangetrieben, deren Fertigstellung für 2029 anvisiert ist. Der operative Betrieb des Flughafens soll nach aktuellem Stand Ende 2032 aufgenommen werden. Zeitgleich ist die Inbetriebnahme des ersten Abschnitts der Hochgeschwindigkeitsbahn geplant, die Warschau und Łódź direkt mit dem neuen Verkehrsknoten verbindet. Port Polska soll durch die Integration von Luft-, Schienen- und Straßenverkehr die logistische Effizienz der gesamten Region radikal steigern und wirtschaftliche Barrieren abbauen.

Die Investition ist ein Kernstück der polnischen Strategie zur Stärkung des Logistikstandortes Central Europe. Durch die großflächige Vernetzung und den Aufbau einer autarken Energiebasis soll der Flughafen Baranów zu einem der leistungsfähigsten Drehkreuze der Region aufsteigen. Elektrotim S.A. setzte sich in einem offenen Ausschreibungsverfahren durch und übernimmt nun die Federführung für die elektrotechnischen Planungsphasen. Die technologische Ausrichtung des Projekts verzichtet vollständig auf fossile Brennstoffe innerhalb der flughafeneigenen Energieerzeugung und setzt stattdessen auf eine Kombination aus Photovoltaik, Stromspeicherung und potenzieller Geothermie, um den hohen Energiebedarf der künftigen Infrastruktur dauerhaft zu decken.

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