Embraer 190-E2 in Werkslackierung (Foto: Jan Gruber).
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Embraer und Japan Airlines verlängern Ersatzteilvereinbarung

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Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer und die japanische Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) haben ihre Kooperation im Bereich der technischen Flottenbetreuung verlängert.

Die mehrjährige Vereinbarung im Rahmen des sogenannten Embraer Pool Program umfasst Wartungs-, Reparatur- und Logistikdienstleistungen für die aus 32 Maschinen der Typen E170 und E190 bestehende Regionalflotte der JAL-Tochtergesellschaft J-Air. Durch den Vertrag wird dem japanischen Luftfahrtunternehmen der ständige Zugriff auf ein regionales Ersatzteillager sowie auf ein Netzwerk zertifizierter Reparaturzentren zugesichert, um die Betriebsbereitschaft der Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge abzusichern.

Die Kooperation zwischen beiden Unternehmen besteht seit dem Jahr 2008, als J-Air die ersten E-Jets zur Bedienung regionaler Strecken innerhalb Japans in Dienst stellte. Nach Angaben von Embraer lag die technische Zuverlässigkeit der Flugzeuge im Flottendienst der Japan Airlines in den vergangenen sechs Monaten bei 99,8 Prozent. Der Ausbau der Kundendienstinfrastruktur im asiatisch-pazifischen Raum, zu der ein zentrales Ersatzteillager mit einem Warenwert von über 120 Millionen US-Dollar sowie Flugsimulatoren gehören, ist Teil der Bestrebungen des Herstellers, die Reaktionszeiten bei technischen Störungen zu verkürzen und Ausfallzeiten der Flugzeuge zu minimieren.

Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass langfristige Wartungsverträge für Flugzeughersteller ein zunehmend wichtiges und ertragreiches Geschäftfeld darstellen. Während der Verkauf von Neufahrzeugen oft von zyklischen Marktschwankungen betroffen ist, sichern Serviceverträge kontinuierliche Einnahmen über den gesamten Lebenszyklus einer Flotte. Für Fluggesellschaften wie Japan Airlines bieten solche Vereinbarungen kalkulierbare Unterhaltskosten, verlagern jedoch gleichzeitig einen Teil des Logistik- und Lagerrisikos auf den Flugzeugbauer.

Vor dem Hintergrund anhaltender Engpässe in den globalen Luftfahrt-Lieferketten stehen Dienstleister und Hersteller unter Druck, die Verfügbarkeit kritischer Komponenten lückenlos zu gewährleisten. Verzögerungen bei der Materialbeschaffung oder Engpässe bei qualifiziertem Wartungspersonal können trotz vertraglicher Zusicherungen zu Verzögerungen im Flugbetrieb führen. Die Aufrechterhaltung hoher Zuverlässigkeitswerte im regionalen Zubringerverkehr bleibt daher eine organisatorische Herausforderung für beide Partner.

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