Airbus A380 (Foto: Christian Ambros).
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Emirates forciert pflanzliche Bordverpflegung durch Verzicht auf Fleischersatz

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Die Fluggesellschaft Emirates kündigt eine strategische Neuausrichtung ihres kulinarischen Angebots an, die ab dem Jahr 2027 vollständig umgesetzt sein soll. Im Zentrum der Entwicklung steht ein „Back-to-Basics“-Ansatz, der konsequent auf den Einsatz industriell hergestellter Fleischersatzprodukte verzichtet.

Stattdessen setzt das Team um Doxis Bekris, Vice President Food & Beverage Design, auf vollwertige pflanzliche Zutaten wie Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse und saisonales Gemüse. Diese Philosophie soll die wachsende Nachfrage nach gesundheitsbewusster Ernährung und unverarbeiteten Lebensmitteln bedienen, wobei kulinarische Traditionen aus dem Mittelmeerraum, Asien und Afrika als Inspiration dienen.

Bereits heute verzeichnet die Airline ein massives Wachstum im Segment der veganen Bordverpflegung. Mit 488 verfügbaren Rezepten auf Flügen zu 140 Destinationen hat sich das Angebot im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent erhöht. Jährlich serviert Emirates rund eine halbe Million pflanzliche Mahlzeiten, wobei insbesondere auf Strecken nach London, Sydney und Frankfurt eine überdurchschnittliche Nachfrage registriert wird. Interessant ist hierbei die Beobachtung des Bordpersonals, dass sich zunehmend auch Passagiere ohne veganen Lebensstil für diese Optionen entscheiden, da pflanzliche Gerichte während langer Flugreisen oft als leichtere und besser bekömmliche Alternative wahrgenommen werden.

Ein wesentlicher Pfeiler für die Qualitätssicherung der neuen Menüs ist die Einbindung regionaler Produktionskapazitäten. Emirates nutzt für die Verpflegung Erzeugnisse von Bustanica, der weltweit größten hydroponischen vertikalen Farm in Dubai. Das Gemeinschaftsprojekt liefert chemiefreies Blattgemüse direkt an die Cateringbetriebe der Fluggesellschaft und sichert so die Frische der Zutaten für alle Reiseklassen. In der First und Business Class werden künftig komplexe Kreationen wie Kürbis-Graupen-Risotto oder geschmorte Pilze in Sojasauce serviert, während in der Economy Class Gerichte wie Kürbis-Frittata oder Spinat-Cannelloni zum Standard gehören.

In den exklusiven Emirates Lounges am Dubai International Airport wird das Angebot ebenfalls erweitert. Neben den Buffet-Optionen wie Baharat-Kofta in Kokossauce bleibt der „Emirates Green Burger“ aus Soja und Leinsamen ein fester Bestandteil des Sortiments. Die Fluggesellschaft betont, dass Transparenz bei den Inhaltsstoffen für die Kunden oberste Priorität habe. Durch den Verzicht auf Labor-basierte Ersatzprodukte und die Konzentration auf natürliche Texturen und Nährwerte positioniert sich Emirates als Vorreiter in der gehobenen Flugzeuggastronomie, die den Fokus auf Authentizität und handwerkliche Kochkunst legt.

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