Die in Dubai ansässige Fluggesellschaft Emirates verstärkt ihre Bemühungen um qualifiziertes Cockpitpersonal auf dem deutschen Markt. Am 9. und 10. März 2026 führt die Airline im JW Marriott Hotel in Frankfurt eine gezielte Recruitment-Roadshow durch.
Ziel dieser Initiative ist es, erfahrene Verkehrspiloten für verschiedene Positionen zu gewinnen, darunter Erste Offiziere sowie Kapitäne im Direkteinstieg oder über beschleunigte Beförderungsprogramme. Die Veranstaltung ist Teil einer groß angelegten globalen Einstellungskampagne, in deren Rahmen die Emirates Group im laufenden Geschäftsjahr insgesamt 17.300 neue Mitarbeiter in rund 350 unterschiedlichen Berufsfeldern unter Vertrag nehmen möchte.
Hintergrund dieser massiven Personalausweitung ist das ambitionierte Wachstum des globalen Streckennetzes und die anstehende Flottenerneuerung. Die Fluggesellschaft hat angekündigt, allein in den kommenden zwei Jahren über 1.500 neue Piloten einzustellen. Diese werden für den Betrieb einer reinen Großraumflotte benötigt, die aktuell 152 Ziele weltweit bedient. Emirates investiert derzeit massiv in neue Flugzeugtypen: Neben den ersten bereits ausgelieferten Airbus A350 werden insgesamt 65 Maschinen dieses Typs sowie über 200 Einheiten der neuen Boeing 777X erwartet. Parallel dazu läuft ein umfangreiches Retrofit-Programm, bei dem 191 bestehende Flugzeuge der Typen Airbus A380 und Boeing 777 modernisiert werden.
Um für hochqualifizierte Bewerber attraktiv zu sein, wirbt Emirates mit einem umfangreichen Leistungspaket und modernsten Arbeitsbedingungen. Piloten erhalten ein steuerfreies Gehalt am Standort Dubai, kostenfreie Unterkünfte in abgeschlossenen Wohnanlagen sowie umfassende Versicherungsleistungen und Zuschüsse zur Kindererziehung. Ein zentraler Aspekt der Rekrutierung ist zudem das technologische Umfeld. In Dubai wird derzeit ein neues Trainingszentrum für rund 135 Millionen US-Dollar fertiggestellt. Die Einrichtung bietet Platz für sechs neue Full-Flight-Simulatoren, die speziell auf die Anforderungen der kommenden Flottengenerationen A350 und 777X zugeschnitten sind.
Die Branchenlage im Luftverkehr ist aktuell durch einen harten Wettbewerb um erfahrenes Personal geprägt. Da viele europäische Fluggesellschaften ihre Kapazitäten nach der Krise wieder hochfahren, setzt Emirates auf die Vorteile des Standorts Dubai und die Perspektive auf modernstes Fluggerät. Volker Greiner, Vice President für Nord- und Zentraleuropa, betont dabei die Bedeutung deutscher Piloten für den operativen Erfolg der Airline. Interessierte Fachkräfte haben bei den Infoveranstaltungen in Frankfurt die Möglichkeit, sich ohne Voranmeldung direkt mit aktiven Emirates-Piloten auszutauschen und detaillierte Einblicke in den Auswahlprozess sowie die anschließenden Trainingsprogramme zu erhalten.