Die Fluggesellschaft Emirates und der nigerianische Marktführer Air Peace haben ihre bestehende Kooperation zu einem bilateralen Interline-Abkommen ausgeweitet. Diese strategische Allianz zielt darauf ab, die Konnektivität zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten, Nigeria und wichtigen europäischen Zielen wie London signifikant zu verbessern. Durch die Vereinbarung können Passagiere beider Airlines Reisen über das jeweils andere Streckennetz mit nur einem Ticket buchen, wobei das Gepäck bis zum Zielort durchgecheckt wird. Dies stellt eine erhebliche logistische Erleichterung für den Transitverkehr zwischen dem Mittleren Osten und dem afrikanischen Kontinent dar.
Für Emirates bedeutet der Vertrag eine massive Ausweitung der Reichweite in Westafrika. Über das Drehkreuz Lagos erhalten Passagiere der in Dubai ansässigen Airline nun Zugang zu Zielen wie Banjul in Gambia, Dakar im Senegal, Freetown in Sierra Leone und Monrovia in Liberia. Diese Routen werden primär über die westafrikanischen Knotenpunkte Abidjan und Accra bedient. Im Gegenzug profitiert Air Peace von einer direkten Anbindung an das globale Netzwerk von Emirates. Afrikanische Reisende erhalten so einen vereinfachten Zugang zum Drehkreuz Dubai sowie zu den Londoner Flughäfen Heathrow, Gatwick und Stansted, was insbesondere die hohe Nachfrage auf den Routen zwischen Nigeria und dem Vereinigten Königreich bedient.
Zusätzliche Branchenanalysen unterstreichen die Bedeutung dieser Partnerschaft nach der Wiederaufnahme der Emirates-Flüge nach Nigeria im Oktober 2024. Nach einer zweijährigen Unterbrechung aufgrund von Streitigkeiten über einbehaltene Ticketeinnahmen setzt Emirates nun wieder täglich eine Boeing 777-300ER auf der Strecke Dubai–Lagos ein. Air Peace hingegen festigt durch das Abkommen seine Position als größte Fluggesellschaft Westafrikas und nutzt seine Flotte aus über 50 Flugzeugen, darunter moderne Embraer E195-E2 und Boeing 777, um als Zubringer für internationale Langstreckenverbindungen zu fungieren. Die Zusammenarbeit fördert zudem den wirtschaftlichen Austausch und den Frachtverkehr in der Region.
Die strategische Neuausrichtung erfolgt in einem Marktumfeld, in dem die Nachfrage nach zuverlässigen Flugverbindungen in Afrika stetig wächst. Während Emirates als eine der wenigen Fluggesellschaften eine First Class nach Nigeria anbietet, deckt Air Peace mit über 20 Inlandszielen und zahlreichen Regionalverbindungen die lokale Infrastruktur ab. Durch die Kombination beider Geschäftsmodelle entsteht ein wettbewerbsfähiges Angebot, das den Einfluss ausländischer Airlines in Westafrika stärkt und gleichzeitig die operative Basis von Air Peace sichert. Die Tickets für die neuen Interline-Verbindungen sind ab sofort über die Online-Portale beider Fluggesellschaften sowie in Reisebüros buchbar.