Airbus A220-300 (Foto: Ita Airways).
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Erfolglose Ausschreibung zwingt ITA Airways zur Verlängerung von Sardinien-Verbindung

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Die italienische Fluggesellschaft ITA Airways wird die gemeinwirtschaftliche Flugverbindung (Public Service Obligation, PSO) zwischen Alghero auf Sardinien und dem Mailänder Stadtflughafen Linate bis zum 31. Januar 2027 weiterbetreiben.

Dies teilte die Regionalregierung von Sardinien am 6. Oktober 2026 mit. Hintergrund der Übergangsregelung ist das vollständige Ausbleiben von Angeboten im Rahmen einer am 31. Juli gestarteten öffentlichen Ausschreibung für die Festlandanbindung der Insel.

Durch die Bereitschaft der staatlichen Nachfolgegesellschaft der Alitalia, den Betrieb vorübergehend ohne Unterbrechung fortzuführen, bleibt die Anbindung der nordwestlichen Region Sardiniens an das italienische Wirtschaftszentrum gesichert. Die sardische Verwaltung kündigte an, umgehend eine überarbeitete Ausschreibung auszuarbeiten, um den Vertrag ab dem 1. Februar 2027 neu zu vergeben. Die gescheiterte Ausschreibung war mit einem Maximalvolumen von 37,7 Millionen Euro dotiert und auf eine Laufzeit bis zum 24. März 2029 ausgelegt.

Das Scheitern der Bietrunde offenbart die anhaltenden strukturellen Probleme bei der Finanzierung und Ausgestaltung der sogenannten „Continuità Territoriale“ zur Sicherung der Grundversorgung von Inselregionen. Steigende Betriebskosten für Kerosin und Personal sowie die strikten Auflagen bezüglich Höchstpreisen für Anwohner machen die regionalen Routen für viele europäische Fluggesellschaften betriebswirtschaftlich unattraktiv. Regionale Wirtschaftsverbände fordern vor diesem Hintergrund eine grundlegende Anpassung der Vergabekriterien und finanzielle Nachbesserungen der staatlichen Zuschüsse durch die Behörden.

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