Anzeigetafel am Flughafen Frankfurt am Main (Foto: Jan Gruber).
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Erhebliche Flugstörungen rund um den Valentinstag an deutschen Flughäfen

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Reisende, die den Valentinstag für einen Kurztrip ins Ausland nutzen, müssen an deutschen Flughäfen mit einer signifikanten Belastung des Flugbetriebs rechnen. Eine aktuelle Analyse des Travel-Tech-Unternehmens AirHelp für den Zeitraum vom 13. bis 16. Februar zeigt, dass fast jeder dritte Passagier von Verspätungen oder Flugausfällen betroffen war. Von den rund 890.000 Fluggästen, die in diesem Zeitraum von Deutschland aus starteten, erreichten etwa 257.000 ihr Ziel nicht planmäßig. Dies entspricht einer Quote von 28,8 Prozent. Trotz der hohen Störungsrate hatten jedoch nur 2,7 Prozent der Betroffenen einen rechtlich begründeten Anspruch auf Entschädigungszahlungen nach der EU-Fluggastrechteverordnung, da viele Verzögerungen auf außergewöhnliche Umstände wie winterliche Witterungsbedingungen zurückzuführen waren.

London festigte seine Position als beliebtestes Ziel für Kurzreisen zum Valentinstag, wobei über 43.000 Passagiere die Flughäfen Heathrow und Stansted ansteuerten. Auf den weiteren Plätzen folgten Istanbul und Wien. Auffallend ist die Diskrepanz in der Pünktlichkeitsbilanz der verschiedenen Destinationen: Während Flüge zum Hauptflughafen in Istanbul mit einer Ausfallquote von lediglich 8,2 Prozent glänzten, wiesen europäische Drehkreuze wie Amsterdam Schiphol und Paris Charles de Gaulle Raten von über 26 Prozent auf. In unmittelbarer Grenznähe zu Deutschland zeigten sich besonders Wien und Zürich anfällig für Störungen, wobei in Zürich jeder dritte Passagier mit unplanmäßigen Wartezeiten konfrontiert war.

Im internationalen Vergleich offenbarten sich drastische Unterschiede in der Zuverlässigkeit der Flugverbindungen. Während der Shanghai Pudong Airport mit einer Pünktlichkeitsquote von über 94 Prozent weltweit Spitzenwerte erzielte, kam es auf Strecken nach Newark (USA), Riga und Lyon zu massiven Problemen. An diesen Standorten war mehr als die Hälfte aller Reisenden von Flugstörungen betroffen. Branchenexperten führen diese Instabilitäten häufig auf eine Kombination aus hohem Passagieraufkommen, Personalengpässen bei den Bodenverkehrsdiensten und der komplexen Slot-Verwaltung an überlasteten Transitknoten zurück.

Tomasz Pawliszyn, CEO von AirHelp, betont, dass ein hohes Verkehrsaufkommen nicht zwangsläufig zu operativem Chaos führen muss, wie die stabilen Abläufe in London oder Istanbul beweisen. Dennoch bleibt die Situation für hunderttausende Passagiere unbefriedigend. Für betroffene Urlauber ist es in solchen Phasen entscheidend, sämtliche Belege über Verspätungsgründe zu sichern, da die Prüfung von Ersatzleistungen oft erst Monate nach dem eigentlichen Reisetermin abgeschlossen wird. Die Daten verdeutlichen zudem, dass die klassische „Stadt der Liebe“, Paris, im Ranking der beliebtesten Ziele nur auf Platz sieben liegt und damit deutlich hinter Zielen in der Türkei oder den Niederlanden zurückbleibt.

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