Zum Auftakt der diesjährigen Osterreisezeit stellt sich die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH auf einen massiven Andrang ein. Im Zeitraum vom 27. März bis zum 12. April 2026 werden am Hauptstadtflughafen rund 1,3 Millionen Passagiere erwartet.
Diese Prognose entspricht dem hohen Niveau des Vorjahres und unterstreicht die stabile Nachfrage im regionalen Luftverkehr. Allein am ersten Ferienwochenende rechnen die Verantwortlichen mit etwa 200.000 Reisenden. Als intensivster Betriebstag gilt der 10. April, an dem rund 85.000 Fluggäste abgefertigt werden sollen. Insgesamt sind für den Ferienzeitraum etwa 8.800 Flugbewegungen zu 140 Zielen in 52 Ländern geplant, wobei Spanien, Großbritannien und die Türkei zu den am stärksten frequentierten Reiseländern zählen.
Um die Abfertigungsprozesse trotz des hohen Volumens effizient zu gestalten, setzt der BER verstärkt auf digitale Lösungen und modernisierte Technik. In den Terminals 1 und 2 stehen über 120 Self-Service-Automaten zur eigenständigen Gepäckaufgabe bereit, die mittlerweile von 21 Fluggesellschaften unterstützt werden. Ein wesentlicher Fortschritt bei den Sicherheitskontrollen ist der Einsatz moderner CT-Scanner in den Bereichen 1 und 5 des Terminals 1 sowie im Terminal 2. Diese Technologie ermöglicht es Reisenden, Flüssigkeiten bis zu einer Menge von zwei Litern sowie elektronische Geräte im Handgepäck zu belassen. In den übrigen Kontrollbereichen bleibt hingegen die konventionelle Technik bestehen, was eine striktere Einhaltung der bekannten Mitnahmebeschränkungen für Flüssigkeiten erforderlich macht.
Zusätzliche Recherchen verdeutlichen, dass der Flughafen auch die biometrische Identifikation weiter ausbaut. Über das System „BER Biometrics“ können registrierte Fluggäste die Sicherheitskontrolle sowie das Boarding kontaktlos per Gesichtserkennung passieren, was Wartezeiten an zentralen Engpässen verkürzen soll. Zudem wurde das Angebot für Familien durch die Einführung einer speziellen „Family Lane“ an der Sicherheitskontrolle 2 optimiert. Neu ist auch die Umsetzung des europäischen Ein- und Ausreisesystems (EES) für Staatsangehörige aus Nicht-EU-Ländern. Da dieses Verfahren biometrische Daten erfasst, sollten betroffene Reisende laut Expertenmeinung zusätzliche Zeitpuffer bei der Grenzkontrolle einplanen, um Verzögerungen im Reiseablauf zu vermeiden.
Auch im Bereich der Infrastruktur vor Ort gibt es Neuerungen. In der Check-in-Halle des Terminals 1 wurde die Bar „Adler & Bär“ eröffnet, die als zentraler Treffpunkt vor den Sicherheitskontrollen dient. Für die Anreise empfiehlt die Flughafengesellschaft die Nutzung der Schienenanbindung über den Flughafen-Express (FEX) oder die Regionalbahnlinien, weist jedoch auf die Notwendigkeit hin, die aktuelle Verkehrslage vorab zu prüfen. Wer mit dem PKW anreist, sollte Stellplätze aufgrund der hohen Auslastung vorab online reservieren. Durch die Kombination aus technischer Aufrüstung und erweiterten Serviceangeboten wie dem „Sunflower“-Umhängeband für Menschen mit nicht sichtbaren Beeinträchtigungen versucht der BER, den saisonalen Spitzenverkehr ohne größere Beeinträchtigungen zu bewältigen.