Flughafen Tel Aviv Ben Gurion (Foto: Chris Hoare).
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Ermittlungen nach dem Anschlagsversuch auf dem Flydubai-Flug nach Tel Aviv

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Ein schwerwiegender Zwischenfall an Bord eines Verkehrsflugzeugs der emiratischen Fluggesellschaft Flydubai auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv beschäftigt internationale Sicherheitsbehörden und die Luftfahrtbranche. Am 30. September 2026 griff der Copilot einer Boeing 737 Max 8 den Kommandanten im Cockpit mit einer Notfallaxt an und versuchte, die Kontrolle über die Maschine zu übernehmen.

Trotz schwerer Verletzungen gelang es dem Kapitän, die Cockpittür von innen zu entriegeln, woraufhin Passagiere und außer Dienst befindliche Piloten den Angreifer überwältigten und die Steuerung des Flugzeugs sicherten. Die Maschine landete außerplanmäßig im saudi-arabischen Tabuk. Wie neue Ermittlungserkenntnisse der Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate und Israels zeigen, war die Tat im Voraus geplant und wirft grundlegende Fragen zur Überprüfung von Flugpersonal im internationalen Zivilverkehr auf.

Rekonstruktion des Angriffs und des Kontrollverlusts

Der Flug FZ1073 startete am Morgen des 30. September 2026 vom Drehkreuz Dubai mit dem Ziel Tel Aviv. An Bord der Boeing 737 Max 8 befanden sich 182 Personen, darunter Fluggäste sowie das Bordpersonal. Etwa eine Stunde vor der geplanten Ankunft, während sich das Flugzeug im saudi-arabischen Luftraum nahe der Grenze zu Jordanien befand, führte der 29-jährige omanische Copilot Hamam al-Hammami seinen Angriff aus. Er nutzte die im Cockpit befindliche Axt für Notfälle, um auf den indischen Kapitän Smit Machchhar einzustechen und diesen schwer zu verletzen.

Durch den Angriff und das Gerangel an den Steuerelementen geriet das Verkehrsflugzeug rasch außer Kontrolle. Flugdaten und Telemetrieaufzeichnungen belegen einen Höhenverlust von mehr als 4.000 Metern innerhalb von etwa 30 Sekunden. Dieser abrupte Sinkflug führte zu starken Turbulenzen in der Passagierkabine. Luftfahrtexperten vergleichen die Belastung während dieses Sturzflugs mit den Kräften in einer Achterbahn. Durch die Überschreitung der strukturellen Höchstgeschwindigkeit wurde zudem das Seitenruder des Flugzeugs beschädigt.

Eingreifen von Passagieren und Ersatzbesatzung

Trotz seiner Verletzungen gelang es dem Kapitän Smit Machchhar, den Drehknopf der Cockpittür manuell von innen zu betätigen. Gleichzeitig versuchten Personen außerhalb vergeblich, den Zugang per Code von der Kabine aus zu entriegeln. Nach dem Öffnen der Tür eilten mehrere Passagiere herbei, um dem Piloten beizustehen. Drei Mitreisende überwältigten den Angreifer im vorderen Bereich der Kabine. Da keine Handschellen oder sonstigen Fixierungsmittel griffbereit waren, nutzten die Helfer Mobiltelefon-Ladekabel, um den Mann zu fesseln.

Parallel dazu bemerkte der israelische Geschäftsmann Tal, dass zwei weitere Piloten der Fluggesellschaft als Passagiere in Zivilkleidung an Bord saßen. Nach Angaben von Augenzeugen standen diese zunächst unter Schock. Erst nach bestimmter Aufforderung begaben sich die Flugzeugführer zum Flugdeck. Einem der Piloten gelang es, die Maschine abzufangen, den Sturzflug zu stoppen und den Flugpfad wieder zu stabilisieren.

Notlandung in Tabuk und medizinische Erstversorgung

Nach Wiederherstellung der Kontrolle sendete die Besatzung den Notfallcode für widerrechtliche Eingriffe an Bord. Die Piloten leiteten daraufhin einen Sinkflug auf den nächstgelegenen Flughafen Prince Sultan bin Abdulaziz in Tabuk ein. An Bord übernahm ein als Passagier reisender Zahnarzt die Erstversorgung des schwer verletzten Kapitäns. Zudem positionierten sich Passagiere an neuralgischen Punkten in der Kabine, um Anweisungen an das Personal zu geben und die Disziplin unter den Fluggästen zu wahren.

Die Notlandung im Nordwesten Saudi-Arabiens verlief ohne weitere physische Schäden für die Struktur bei der Bodenberührung. Die saudi-arabischen Sicherheitskräfte nahmen den mutmaßlichen Täter direkt auf dem Rollfeld fest. Der Kapitän wurde umgehend in ein örtliches Krankenhaus gebracht und später nach Abu Dhabi verlegt. Flydubai organisierte Ersatzmaschinen, um die verbliebenen Passagiere nach Ben Gurion bei Tel Aviv zu transportieren.

Vorbereitung der Tat und Ermittlungserkenntnisse

Untersuchungen der Sicherheitsbehörden der Vereinigten Arabischen Emirate unter Leitung von Generalstaatsanwalt Hamad Saif Al Shamsi ordnen den Vorfall als terroristischen Akt ein. Nach Angaben aus Ermittlungskreisen hatte der Verdächtige den Anschlag bereits vor seiner Einstellung bei Flydubai im Februar 2026 vorgesehen. Er hatte gezielt nach Fluggesellschaften gesucht, die Strecken nach Israel bedienen, um sich dort zu bewerben.

Darüber hinaus ergaben die Vernehmungen, dass al-Hammami bereits bei einem früheren Flug nach Tel Aviv im selben Jahr beabsichtigt hatte, das Flugzeug zu entführen und abstürzen zu lassen. Er sah jedoch davon ab, weil sich eine ihm bekannte Person an Bord befand. Auf seinen Computern und in sozialen Medien fanden Ermittler Material mit extremistischen Inhalten. Er gab gegenüber den Vernehmungsbehörden an, aus Beweggründen im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt gehandelt zu haben.

Lücken bei den Sicherheitsüberprüfungen und internationale Reaktionen

Der Fall offenbart gravierende Schwachstellen in den Auswahl- und Überprüfungsverfahren internationaler Fluggesellschaften. Wie aus Sicherheitskreisen bekannt wurde, war der Copilot in seinem Heimatland Oman bereits als Sicherheitsrisiko eingestuft und bei der dortigen Fluggesellschaft Oman Air von Flugaufgaben entbunden sowie in die Verwaltung versetzt worden. Dennoch bestand er die routinemäßigen Zuverlässigkeitsüberprüfungen vor seiner Einstellung bei Flydubai, da diese im Wesentlichen auf strafrechtliche Vorstrafen abzielten und ideologische Radikalisierungsmuster nicht aufdeckten.

Auch andere Stationen im Werdegang des Verdächtigen werden derzeit international überprüft. Behörden in Neuseeland und Australien untersuchen frühere Aufenthalte und Studienzeiten des Mannes, während in Marokko bekannt wurde, dass eine Bewerbung bei Royal Air Maroc nach einer Eignungsphase abgelehnt worden war. Der Vorfall veranlasste die israelische Regierung, die Sicherheitsbestimmungen für ausländische Fluggesellschaften im israelischen Luftraum zu überprüfen. Gleichzeitig diskutieren internationale Luftfahrtverbände über strengere Vorgaben bei der psychologischen Begutachtung und dem Zugang zu Cockpitwerkzeugen.

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