Am Freitagabend wurde ein Flug der norwegischen Regionalfluggesellschaft Widerøe unter komplizierten Umständen abgebrochen, als das Flugzeug aufgrund schwerer Turbulenzen nach Bergen zurückkehren musste. Der Flug WF516 von Bergen nach Molde, der mit einer De Havilland Canada Dash 8-400 (Kennzeichen LN-WDP) durchgeführt wurde, geriet in eine Situation, die zu Verletzungen bei zwei Personen führte. Die norwegische Polizei hat inzwischen Ermittlungen eingeleitet, um den Vorfall genauer zu untersuchen und etwaige Ursachen der starken Turbulenzen zu klären.
Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend, als die Passagiere an Bord des Flugzeugs eine dramatische Erfahrung machten. Laut Berichten von Augenzeugen und Passagieren erlebte die Maschine plötzlich eine heftige Abwärtsbewegung, die die Insassen mit voller Wucht traf. Dies führte zu einem sofortigen Kurswechsel, und die Piloten entschlossen sich, das Flugzeug umzukehren und nach Bergen zurückzukehren. Der schnelle Rückflug war notwendig, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten, da sich die Turbulenzen als zu gefährlich erwiesen.
Einige Passagiere berichteten von einer abrupten Änderung der Flughöhe, die dazu führte, dass sich Gegenstände in der Kabine lösten und Passagiere und Crewmitglieder verletzt wurden. Zwei Personen erlitten dabei leichte Verletzungen. Ein Passagier und ein Crewmitglied wurden nach der Landung in Bergen medizinisch versorgt. Glücklicherweise handelte es sich bei den Verletzungen nicht um schwerwiegende, sodass eine Behandlung vor Ort ausreichte.
Die Tatsache, dass der Vorfall unter derartigen Umständen stattfand, hat Besorgnis bei den Betroffenen ausgelöst. Besonders die plötzliche Natur der Turbulenzen und die Schwere des Höhenverlustes werfen Fragen zu den Ursachen und zu den Vorkehrungen der Fluggesellschaft auf.
Maßnahmen der Fluggesellschaft
Widerøe reagierte umgehend auf den Vorfall und stellte sicher, dass die betroffenen Passagiere unterstützt wurden. Nach der Notlandung in Bergen wurden die Reisenden mit Hotelunterkünften versorgt und auf den nächstmöglichen Flug umgebucht. Die Fluggesellschaft bestätigte, dass sie alles getan habe, um den Passagieren in dieser unerwarteten Situation zu helfen und den Vorfall zu entschärfen.
Die betroffenen Passagiere, insgesamt 62 an der Zahl, mussten den Flug wegen der unvorhergesehenen Umstände abbrechen und in Bergen bleiben. Für viele stellte sich die Notwendigkeit eines Umsteigens auf einen späteren Flug als eine logistische Herausforderung dar. Widerøe betonte, dass die Rückkehr des Flugzeugs nach Bergen eine Vorsichtsmaßnahme war, um eine sichere Fortsetzung des Fluges zu gewährleisten. Die Crew habe in Übereinstimmung mit den Sicherheitsvorgaben gehandelt.
Trotz des Zwischenfalls konnte die Fluggesellschaft bestätigen, dass die Sicherheitsprotokolle effektiv eingehalten wurden. Die Verletzten erhielten die notwendige medizinische Behandlung, und der Vorfall wurde schnell abgewickelt, ohne dass es zu schwerwiegenden Folgen kam. Die Fluggesellschaft zeigte sich in ihrer Stellungnahme überzeugt, dass sie den Vorfall mit den geeigneten Maßnahmen behandelt habe.
Erste Ermittlungen und mögliche Ursachen
Die norwegische Polizei hat nach dem Vorfall Ermittlungen eingeleitet, um mögliche Ursachen für die außergewöhnlich starken Turbulenzen zu ermitteln. Der Vorfall wird unter anderem auch von der norwegischen Luftfahrtbehörde geprüft, um festzustellen, ob es möglicherweise einen technischen Fehler oder eine ungewöhnliche Wettersituation gab, die die Turbulenzen verursacht haben könnte.
Turbulenzen sind in der Luftfahrt nicht ungewöhnlich und können durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden, einschließlich Wettersystemen, Gebirgsluftströmungen oder anderen atmosphärischen Bedingungen. In diesem speziellen Fall war die Intensität der Turbulenzen jedoch offenbar so stark, dass Passagiere verletzt wurden und die Rückkehr nach Bergen notwendig wurde.
Die Ermittler werden nun untersuchen, ob die Turbulenzen durch das Wetter in der Region, etwa durch eine Gewitterfront oder starke Winde, verursacht wurden. Zudem wird geprüft, ob die Crew ausreichend auf eine solche Situation vorbereitet war. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass technisches Versagen oder menschliches Versagen eine Rolle gespielt haben könnten. Es ist jedoch zu erwarten, dass die Untersuchung in den kommenden Wochen weitergeführt wird.
Auswirkungen auf die Fluggesellschaft und zukünftige Flüge
Obwohl der Vorfall zu einer kurzfristigen Störung im Flugplan führte, scheint er keine langfristigen Auswirkungen auf Widerøe zu haben. Die Fluggesellschaft ist weiterhin bestrebt, ihren Betrieb wie gewohnt fortzusetzen und ihren Passagieren ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Die Tatsache, dass die Crew in dieser Situation rasch und angemessen reagierte, zeigt die Professionalität der Mitarbeiter der Fluggesellschaft.
Zukünftig wird Widerøe sicherlich auch weiterhin alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden. Dazu gehören regelmäßige Schulungen für die Crew und eine kontinuierliche Überprüfung der Sicherheitsprotokolle. Die Fluggesellschaft hat außerdem angekündigt, weiterhin eng mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten, um die Ursachen dieses Zwischenfalls vollständig zu klären.
Der Vorfall auf Widerøe-Flug WF516 vom 10. Februar 2025 stellt einen ernstzunehmenden Zwischenfall dar, der die Aufmerksamkeit sowohl der Passagiere als auch der Luftfahrtbehörden auf sich zieht. Die dramatischen Turbulenzen, die zu zwei leichten Verletzungen führten, haben die Sicherheitsstandards auf den Prüfstand gestellt. Die Ermittlungen werden die genauen Ursachen klären, und Widerøe hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen des Vorfalls zu minimieren und den Passagieren zu helfen. Trotz des Vorfalls bleibt die Fluggesellschaft optimistisch, dass sie ihre Fluggäste auch in Zukunft sicher und zuverlässig befördern kann.