Falkensteiner Resort Lake Garda (Foto: Falkensteiner Hotels & Residences).
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Eröffnung des Falkensteiner Resorts Lake Garda in Salò

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Die Unternehmensgruppe Falkensteiner Michaeler Tourism Group (FMTG) hat nach mehrjähriger Planung und Bauzeit ihr Großprojekt am Gardasee offiziell eröffnet. Am 25. September 2026 fand die formelle Eröffnungsfeier des Falkensteiner Resorts Lake Garda im italienischen Salò statt, nachdem der Hotelbetrieb bereits im Juli 2026 versuchsweise gestartet war.

Das Gesamtprojekt auf dem ehemaligen Industriegelände des Mineralwasserherstellers Tavina repräsentiert ein Investitionsvolumen von rund 150 Millionen Euro. Die Anlage kombiniert Hotellerie der Fünf-Sterne-Kategorie mit sogenannten Branded Residences, einer Form von Eigentumswohnungen mit angeschlossenem Hotel-Service. Das Vorhaben gliedert sich in mehrere Bauphasen, deren vollständiger Abschluss für Sommer 2027 vorgesehen ist. Das Projekt veranschaulicht den Trend in der internationalen Oberklasse-Hotellerie, klassische Beherbergungsbetriebe mit Immobilienverkäufen zu koppeln, um Eigenkapital zu generieren und Risiken zu streuen.

Projektstruktur und finanzielle Rahmenbedingungen

Die Entwicklung des Areals in Salò stellt für die FMTG eine der umfangreichsten Einzelinvestitionen in der Unternehmensgeschichte dar. Auf dem ehemaligen Betriebsgelände entsteht ein Komplex, der nach der geplanten Fertigstellung im Sommer 2027 insgesamt 85 Hotelzimmer und Suiten sowie 174 Appartements umfassen soll. In einem anschließenden Bauabschnitt ist zudem die Errichtung von vier frei stehenden Villen auf dem Areal vorgesehen. Mit dem Abschluss der ersten Bauphase wurden das Hauptgebäude des Hotels und der erste Teilabschnitt der Appartementanlagen fertiggestellt. Die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt sind derzeit im Gange.

Finanziell wird das Projekt neben der FMTG von den Co-Investoren Robert König und Albert Kerbl getragen, die bereits bei früheren Hotelentwicklungen als Partner der Gruppe fungierten. Das Mischkonzept aus Beherbergungsbetrieb und Immobilienverkauf (Mixed-Use) ermöglicht es Entwicklern, einen Teil der Baukosten durch den Vorabverkauf von Wohneinheiten zu refinanzieren. Die Eigentümer der Appartements können ihre Einheiten bei eigener Abwesenheit über das Beherbergungssystem des Hotels vermieten lassen. Otmar Michaeler, Vorstandsvorsitzender der FMTG, verwies im Rahmen der Eröffnung auf die rund zwanzigjährige Erfahrung der Gruppe in diesem Segment und die Hoheit der FMTG über die gesamte Wertschöpfungskette von der Projektentwicklung bis zum laufenden Betrieb.

Architektonisches Konzept und landschaftsplanerische Gestaltung

Für die bauliche Umsetzung und die Gestaltung der Innenräume zeichnet das Südtiroler Architekturbüro Matteo Thun & Partners verantwortlich. Der architektonische Entwurf setzt auf eine funktionale Einbindung der Gebäudekörper in die bestehende Topografie des Westufers am Gardasee. Es wurden vorwiegend regionale Baumaterialien verwendet, um visuelle Übergänge zwischen den Innenräumen und dem Außenbereich zu schaffen. Die Gebäudeanordnung ist darauf ausgelegt, Blickachsen auf den See und die umliegenden Hügelketten zu gewährleisten.

Die Gestaltung des Parkareals wurde dem portugiesischen Landschaftsarchitekten João Nunes und dem Büro PROAP übertragen. Die Parkanlage ist als dynamisches Element konzipiert, das sich parallel zu den weiteren Bauphasen entwickelt und durch fortlaufende gärtnerische Betreuung an den Bewuchs angepasst wird. Der Außenbereich dient als verbindendes Element zwischen den Hoteleinheiten und den frei stehenden Residenzen.

Infrastruktur, Gastronomieangebote und Zielgruppenansprache

Das Resort umfasst ein breites Spektrum an Freizeiteinrichtungen. Das Wellness-Areal unter der Eigenmarke Acquapura SPA erstreckt sich über 5.500 Quadratmeter und beinhaltet sieben Schwimmbecken, einen separaten Familienbereich sowie einen Reservierungsbereich für Erwachsene auf der Dachterrasse. Für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen wurde ein 1,500 Quadratmeter großer Bereich (Falkyland) eingerichtet, der unter anderem Räumlichkeiten für handwerkliche und naturwissenschaftliche Aktivitäten, eine Lehrküche sowie Multimedia-Angebote umfasst.

Das Gastronomiekonzept ist zweigeteilt: Das Restaurant Artigiani im obersten Geschoss richtet sich auf die regionale norditalienische Küche aus, während das Restaurant HOKU internationale und asiatische Speisen kombiniert. Ergänzt wird das gastronomische Angebot durch das House of Negroni auf der Dachterrasse, das in Zusammenarbeit mit dem Mailänder Gestaltungsbüro Vudafieri Saverino Partners entwickelt wurde und als Markenkonzept auf die Vermarktung der italienischen Aperitivokultur abzielt.

Strategische Bedeutung des italienischen Marktes für die FMTG

Der Standort Salò unterstreicht das Engagement der Falkensteiner Michaeler Tourism Group auf dem italienischen Markt. Die FMTG, die privat geführt wird und Unterkünfte in sechs europäischen Ländern betreibt, sieht in Italien einen Kernmarkt für künftige Kapazitätsausbauten. Neben der Marke Falkensteiner Hotels & Residences umfasst das Portfolio der Gruppe Wohnanlagen, Campingplätze sowie Beratungseinheiten im Tourismussektor.

Erich Falkensteiner, Vorsitzender des Aufsichtsrats, betonte die Relevanz des Gardasees als etablierte europäische Zielregion für den Binnentourismus. Die schrittweise Übernahme und Transformation ehemaliger Industriebrachen wie des Tavina-Geländes spiegelt den Mangel an verfügbaren Baulandressourcen in konsolidierten Urlaubsregionen wider. Für die Region Salò bedeutet die Ansiedlung des Fünf-Sterne-Resorts eine weitere Ausrichtung auf das gehobene Preissegment im Tourismus.

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