Die Aktionäre der Fraport AG haben auf der 25. ordentlichen Hauptversammlung am 12. Mai 2026 in Frankfurt am Main der ersten Dividendenausschüttung seit dem Jahr 2019 zugestimmt. Für das erfolgreich abgeschlossene Geschäftsjahr 2025 wird eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie an die Anteilseigner ausgezahlt. Mit einer Präsenz von 83,59 Prozent des Grundkapitals herrschte unter den 383 anwesenden Teilnehmern eine breite Zustimmung zu den Vorschlägen der Verwaltung.
Neben der Gewinnverwendung wurden auch die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats für das vergangene Jahr mit großer Mehrheit entlastet. Der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Boddenberg leitete die Versammlung im Sheraton Hotel am Frankfurter Flughafen, welche am Nachmittag offiziell beendet wurde.
Die Rückkehr zur Dividendenzahlung spiegelt die finanzielle Erholung des Flughafenbetreibers wider, der in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau der Infrastruktur investiert hat. Ein zentraler Punkt der Berichterstattung war die operative Entwicklung des Frankfurter Drehkreuzes sowie der internationalen Beteiligungen. Das Konzernergebnis für 2025 profitierte erheblich von der gestiegenen Reiselust und einer Stabilisierung des Frachtgeschäfts. Trotz der Herausforderungen durch gestiegene Personalkosten und Zinsen konnte Fraport die Verschuldung im Zaum halten und gleichzeitig die Fertigstellung des neuen Terminals 3 vorantreiben. Branchenkenner werten die Dividende als Signal für die wiedergewonnene wirtschaftliche Stärke und als Vertrauensbeweis gegenüber den Investoren.
Im Rahmen der Hauptversammlung wurden zudem strategische Weichenstellungen für die kommenden Jahre diskutiert. Neben dem Heimatstandort Frankfurt fokussiert sich der Konzern verstärkt auf sein internationales Portfolio, das mittlerweile 28 Flughäfen auf vier Kontinenten umfasst. Insbesondere die griechischen Regionalflughäfen und die Standorte in Brasilien trugen zuletzt überdurchschnittlich zum operativen Gewinn (EBITDA) bei. Der Vorstand betonte, dass die Investitionskraft des Unternehmens trotz der Ausschüttung gewahrt bleibe, um auf künftige Marktschwankungen und technologische Anforderungen im Luftverkehr reagieren zu können. Die Aktionäre zeigten sich zufrieden mit der gezeigten Kostendisziplin und der Marktpositionierung gegenüber der europäischen Konkurrenz.
Der Wechsel im Aufsichtsratsvorsitz, bei dem der hessische Finanzminister Alexander Lorz auf Michael Boddenberg folgt, wurde ebenfalls formell vollzogen. Die neue Führung steht vor der Aufgabe, die Profitabilität des Konzerns in einem Umfeld volatiler Energiekosten und geopolitischer Unsicherheiten weiter zu steigern. Während die Passagierzahlen am Standort Frankfurt weiterhin stetig steigen, bleibt die Optimierung der Bodenverkehrsdienste und der Abfertigungsprozesse ein vorrangiges Ziel. Mit der Bestätigung der Dividende setzt Fraport einen klaren Schlusspunkt unter die krisengeprägten Jahre und leitet eine neue Phase der wirtschaftlichen Konsolidierung ein, die den Aktionären wieder regelmäßige Renditen in Aussicht stellt.