Der Reisekonzern Tui startet bereits am 28. März 2026 mit dem ersten Direktflug von Wien nach Kreta in die neue Urlaubssaison. Die größte griechische Insel verzeichnet eine steigende Nachfrage jenseits der klassischen Sommermonate, da Reisende vermehrt die milden Temperaturen des Frühjahrs für Aktivitäten abseits des Badetourismus nutzen.
Um diesem Trend gerecht zu werden, wird das Flugangebot ab Mai massiv ausgeweitet: Wöchentliche Direktverbindungen von den Landeshauptstädten Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck ergänzen dann den Flugplan und stellen eine flächendeckende Erreichbarkeit der Insel von Österreich aus sicher.
Das Beherbergungsangebot umfasst allein bei diesem Anbieter rund 300 Hotels, wobei der Fokus auf einer Differenzierung der Zielgruppen liegt. Das Spektrum reicht von spezialisierten Resorts für Familien und Sportbegeisterte bis hin zu exklusiven Häusern für erwachsene Gäste sowie preisorientierten Apartmentanlagen. Diese breite Aufstellung ermöglicht eine hohe Marktdurchdringung in verschiedenen Preissegmenten. Aktuelle Marktbeobachtungen zeigen, dass besonders Regionen um Rethymnon und die kretische Nordküste durch ihre gut ausgebaute Infrastruktur und die Nähe zu historischen Stätten wie dem Palast von Knossos als strategische Ankerpunkte für den Tourismus fungieren.
Zusätzlich zum klassischen Hotelaufenthalt investiert der Sektor verstärkt in das Segment der Erlebnisreisen. Über die Plattform Tui Musement werden mehr als 170 organisierte Ausflüge angeboten, die den Gästen kulturelle und kulinarische Aspekte der Insel näherbringen. Dazu gehören geführte Touren zu antiken Ausgrabungsstätten, Klöstern und Höhlen sowie spezialisierte Exkursionen wie Geländewagen-Touren durch das Hinterland. Auch der maritime Sektor wird durch Segelausflüge und Katamaranfahrten, etwa zur unbewohnten Insel Dia, intensiv bewirtschaftet. Diese Zusatzangebote tragen wesentlich zur Wertschöpfung vor Ort bei und verlängern die touristische Auslastung in die Nebensaison hinein.
Die wirtschaftliche Bedeutung Kretas für den griechischen Tourismus bleibt damit ungebrochen hoch. Durch die frühzeitige Anbindung und das vielseitige Portfolio reagieren Reiseveranstalter auf ein verändertes Buchungsverhalten, bei dem die Kombination aus individueller Mobilität, etwa per Mietwagen oder Rad, und organisierten Qualitätserlebnissen im Vordergrund steht. Die Insel profitiert dabei von ihrer geografischen Lage als südlichste Region des Landes, was eine stabile Wetterlage bereits im zeitigen Frühjahr garantiert und somit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber nördlicheren Mittelmeerdestinationen darstellt.