Ein Flug der Billigfluggesellschaft Wizz Air, der am Freitagabend, dem 30. Mai 2025, vom Flughafen „Henri Coandă“ (Otopeni) in Bukarest zum Flughafen Sandefjord in Norwegen starten sollte, wurde Schauplatz einer heftigen Auseinandersetzung. Wie aus einem in den sozialen Medien verbreiteten Video hervorgeht, gerieten mehrere Passagiere nach Abschluß des Boardings aneinander, wobei mindestens eine Person die Kabinenbesatzung beleidigte und bedrohte.
Die online verbreiteten Aufnahmen zeigen, wie sich die anfänglichen Spannungen rasch zu einem handfesten Streit entwickelten. Angesichts der eskalierenden Situation sah sich das Kabinenpersonal gezwungen, die Flughafenbehörden um Unterstützung zu bitten.
Nach Informationen des rumänischen Nachrichtenportals BoardingPass ereignete sich der Vorfall an Bord des Flugzeugs, das den Wizz Air-Flug W43215 auf der Strecke Bukarest – Sandefjord durchführen sollte. Der Skandal führte zu einer erheblichen Verzögerung des Abflugs. Statt der geplanten Zeit hob die Maschine der Billigfluggesellschaft mit einer Verspätung von etwa zweieinhalb Stunden von der rumänischen Hauptstadt ab.
Wizz Air bestätigt Vorfall und betont Null-Toleranz-Politik
Wizz Air bestätigte den Vorfall später und gab in einer Stellungnahme bekannt, daß sich „eine Gruppe von Passagieren auf dem Flug W43215 von Bukarest Otopeni nach Oslo Sandefjord Torp am 30. Mai undiszipliniert verhalten und gegenüber den Besatzungsmitgliedern während des Boardings aggressiv geworden ist. Die Flug- und Kabinenbesatzung hat die Situation gemäß ihrer Ausbildung gehandhabt. Die örtlichen Behörden wurden zum Flugzeug gerufen, und die betreffenden Personen wurden der Polizei übergeben und aus dem Flugzeug entfernt. Anschließend startete der Flug in Bukarest und landete in Oslo.“ Die Fluggesellschaft betonte, daß Sicherheit und Gefahrenabwehr oberste Priorität hätten und daß Wizz Air keinerlei mißbräuchliches Verhalten gegenüber Passagieren und ihrem Personal toleriere.
Auch die rumänische Grenzpolizei äußerte sich zu dem Vorfall. Demnach wurden alle neun an der Auseinandersetzung beteiligten Personen aus dem Flugzeug entfernt. Eine dieser Personen mußte von einem Krankenwagen zur ärztlichen Behandlung abgeholt werden. Die übrigen acht Personen wurden in den öffentlichen Bereich des Flughafens gebracht, wo weitere Überprüfungen durchgeführt wurden.
Ursachen des Streits noch unklar
Die genauen Hintergründe und Ursachen des Streits zwischen den Passagieren sind bislang nicht öffentlich bekannt. Der Vorfall wirft jedoch ein Schlaglicht auf die potenziellen Spannungen und Aggressionen, die in der beengten Atmosphäre eines Flugzeugs entstehen können, insbesondere wenn der Flugbetrieb ohnehin schon durch Verspätungen oder andere Umstände beeinträchtigt ist.
Die Reaktion der Kabinenbesatzung, die professionell die Eskalation verhinderte und die Behörden einschaltete, sowie die konsequente Entfernung der beteiligten Personen aus dem Flugzeug zeigen das Vorgehen der Fluggesellschaft bei solchen sicherheitsrelevanten Vorfällen. Der verspätete Start verdeutlicht die logistischen und zeitlichen Auswirkungen, die solche Zwischenfälle auf den Flugplan haben können.