Bombardier CRJ-900 (Foto: Nordica).
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Estnische Staatsanwaltschaft nimmt ehemalige Nordica-Führungskräfte ins Visier

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Die estnische Fluggesellschaft Nordica gerät ins Kreuzfeuer der Justiz: Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen mehrere ehemalige Führungskräfte eingeleitet, um mögliche kriminelle Handlungen im Zusammenhang mit den verheerenden Finanzen der Airline zu untersuchen. Wie die Wirtschaftszeitung Ärileht berichtet, befindet sich das Ermittlungsverfahren noch in vollem Gange.

Das Verfahren, das am 26. Februar eingeleitet wurde, zielt darauf ab, herauszufinden, ob Vertrauensmissbrauch vorliegt, wie Daniel Toom von der Bezirksstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität und Korruption bestätigte. Insbesondere interessiert die Ermittler, ob jemand absichtlich wirtschaftliche Verluste bei der staatlichen Fluggesellschaft verursacht hat.

Zum Zeitpunkt der Ereignisse Ende 2022 setzte sich das Management von Nordica aus Jan Palmér (CEO) und Eteri Harring (CFO) zusammen, während ein Aufsichtsrat, dem David James O’Brock-Kaljuvee (Aufsichtsratsvorsitzender), Priit Karjus, Camiel Eurlings, Kaupo Raag und Taivo Linnamägi angehörten, über die strategischen Entscheidungen wachte.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft folgten auf eine Untersuchung des Klimaministeriums, die zeigte, dass Missmanagement die Hauptursache für die finanziellen Probleme von Nordica war. Obwohl dieser Bericht von der Beratungsfirma EY und der Anwaltskanzlei Fort erstellt wurde, fehlten laut Staatsanwaltschaft spezifische Hinweise auf strafrechtliches Fehlverhalten. Dennoch überzeugte der Bericht die estnische Regierung, Nordica zum Verkauf freizugeben.

Im Februar stimmte die Regierung der Privatisierung von Nordica zu. Jedoch wurde der Verkaufsprozess im April vorläufig ausgesetzt, nachdem das Klimaministerium betonte, dass die Verhandlungen mit potenziellen Käufern zu unbefriedigenden finanziellen Angeboten führten, die zudem unangemessene Zusatzbedingungen enthielten.

Die Zukunft von Nordica bleibt daher weiterhin ungewiss. Während die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen vorantreibt und mögliche strafrechtliche Konsequenzen prüft, steht die Airline vor der Herausforderung, ihre finanzielle Stabilität wiederherzustellen und einen geeigneten Käufer zu finden, der ihre Zukunft sichern kann.

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