Die Fluggesellschaft Etihad Airways erweitert ab dem 15. Dezember 2026 ihr Verbindungsangebot zwischen dem Flughafen Brüssel und ihrem Drehkreuz in Abu Dhabi.
Zu dem bisherigen täglichen Linienflug kommen vier zusätzliche wöchentliche Rotationen an den Verkehrstagen Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag hinzu. Damit steigt das Gesamtangebot des Carriers auf der Strecke von sieben auf elf wöchentliche Flüge. Die neuen Verbindungen starten nachmittags in Abu Dhabi und treten nach der Landung in Brüssel am Abend den Rückflug in die Vereinigten Arabischen Emirate an.
Für die zusätzlichen Frequenzen setzt die Fluggesellschaft erstmals den Schmalrumpfflugzeugtyp Airbus A321LR ein. Das Fluggerät ist mit 160 Sitzplätzen in drei Reiseklassen ausgestattet, darunter zwei First-Class-Suiten, 14 Plätze in der Business Class sowie 144 Sitzplätze in der Economy Class. Der Einsatz dieses Typs erlaubt es der Airline, zusätzliche Kapazitäten auf der Langstrecke flexibler an das Nachfrageprofil anzupassen und den Betrieb effizienter zu gestalten, ohne direkt ein größeres Großraumflugzeug einzusetzen.
Der Ausbau der Frequenzen verbessert für Passagiere aus Belgien die Anbindung an das Streckennetz von Etihad in Richtung Asien, dem indischen Subkontinent, dem Nahen Osten und Australien. Gleichzeitig intensiviert die Fluggesellschaft damit den Wettbewerb auf den Routen zwischen Europa und dem Golfraum. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die Aufstockung des Flugangebots im Kontext eines umkämpften Marktes erfolgt, in dem auch andere Golf-Carrier wie Emirates oder Qatar Airways um Marktanteile im europäischen Zubringerverkehr konkurrieren.
Die stärkere Frequenzverdichtung stellt für den Flughafen Brüssel einen Zuwachs im Langstreckensegment dar, erhöht jedoch auch den Druck auf die bestehende Infrastruktur in den Abendstunden. Ob die zusätzlichen Passagierkapazitäten vollumfänglich ausgelastet werden können, hängt von der Weiterentwicklung des Umsteigerverkehrs am Drehkreuz Abu Dhabi sowie der allgemeinen Nachfrageentwicklung auf den Asien-Verbindungen ab.