Russlands Vorschlag, im Zuge von Waffenstillstandsverhandlungen die Direktflugverbindungen in die Vereinigten Staaten wieder aufzunehmen, stößt innerhalb der Europäischen Union auf erheblichen Widerstand. Wie das Nachrichtenportal Politico berichtet, brachte Moskau diese Idee während der Friedensgespräche in Saudi-Arabien zur Sprache. EU-Beamte halten jedoch entschieden an den seit dem Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 verhängten Luftraumsanktionen fest und äußern gravierende Sicherheitsbedenken hinsichtlich des russischen Luftfahrtsektors.
Die Sanktionen der EU und der USA umfassen ein Flugverbot für russische Fluggesellschaften sowie Beschränkungen beim Zugang zu Ersatzteilen und Wartungsleistungen. Dies hat dazu geführt, dass ein Großteil der Flotte der russischen Fluggesellschaft Aeroflot stillgelegt ist. Versuche, diese Beschränkungen zu umgehen, haben die Besorgnis über die Verwendung von möglicherweise gefälschten oder minderwertigen Ersatzteilen verstärkt, was die Lufttüchtigkeit russischer Flugzeuge in Frage stellt.
Selbst wenn diese Sicherheitsbedenken ausgeräumt werden könnten, warnt die EU vor einem weiteren Problem: Viele Flugzeuge der russischen Flotte wurden von westlichen Leasinggebern unrechtmäßig zurückgehalten und könnten bei einer Landung in Europa beschlagnahmt werden. Trotz der Forderungen einiger Wirtschaftsverbände nach einer Aufhebung der Luftverkehrssanktionen aus humanitären Gründen bleibt der Widerstand in Europa stark. Die EU verweist auf die erheblichen rechtlichen und logistischen Hürden, die einer Wiederaufnahme des Flugbetriebs im Wege stehen. Die Haltung der EU unterstreicht die fortgesetzte Ablehnung der russischen Aggression in der Ukraine und das Festhalten an den getroffenen Sanktionsmaßnahmen.