Flughafen Basel (Foto: Aero Icarus).
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EU führt digitales Grenzsystem ein: EES startet am 12. Oktober 2025

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Die Europäische Union beginnt am 12. Oktober 2025 mit der schrittweisen Einführung des neuen Entry-Exit-Systems (EES). Das digitale System löst die bisherige manuelle Abstempelung der Reisepässe ab und registriert elektronisch die Ein- und Ausreisedaten von Drittstaatsangehörigen im gesamten Schengen-Raum. Die vollständige Umsetzung ist bis zum 10. April 2026 geplant. Ziel ist eine Modernisierung des Grenzmanagements, die Erhöhung der Sicherheit an den Aussengrenzen und die effizientere Erkennung von Personen, die ihre zulässige Aufenthaltsdauer überschreiten. Deutschland und weitere europäische Staaten haben den Start des Systems ebenfalls für den 12. Oktober bestätigt.

Das EES betrifft alle Reisenden aus Nicht-EU-Ländern, die für einen Kurzaufenthalt von maximal 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen in den Schengen-Raum einreisen. Für die erstmalige Registrierung müssen die Betroffenen biometrische Daten wie vier Fingerabdrücke und ein Gesichtsbild am Grenzübergang abgeben. Diese Daten werden zusammen mit alphanumerischen Angaben und den Reiseinformationen im zentralen System gespeichert. Reisende, die sich weigern, biometrische Daten erfassen zu lassen, müssen mit einer Einreiseverweigerung rechnen. Davon ausgenommen sind jedoch EU-Bürger, Schweizer Staatsangehörige sowie Personen mit gültigen Aufenthaltsdokumenten für ein Schengen-Land oder die Schweiz.

Am EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg sind die notwendigen Vorkehrungen getroffen worden, um das neue System zu implementieren. Der Flughafen arbeitet eng mit den zuständigen Grenzbehörden zusammen, welche spezielle Erfassungsstationen für die biometrische Datenerhebung eingerichtet haben. Obwohl die grosse Mehrheit der Passagiere nicht von der Neuerung betroffen ist, rät der Flughafen, insbesondere in der Anfangsphase, mehr Zeit für die Grenzkontrolle einzuplanen. Um mögliche Verzögerungen zu minimieren, setzt der EuroAirport ein Begleitkonzept mit zusätzlichem Personal vor Ort und verstärkter Beschilderung um, um den Passagierfluss so effizient wie möglich zu gestalten.

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