Oktober 7, 2025

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Oktober 7, 2025

Monatelange Reparatur: Jungfernflieger nach Vogelschlag schwer beschädigt

Der Airbus A321XLR mit der Kennung EC-OOJ der spanischen Fluggesellschaft Iberia bleibt nach einem schweren Vogelschlag beim Start in Madrid am 3. August 2025 voraussichtlich monatelang außer Betrieb. Der Vorfall, bei dem die brandneue Maschine erheblichen Schaden erlitt, unterstreicht die Komplexität und die Anfälligkeit des Flugbetriebs gegenüber solchen Naturereignissen. Erst am 2. Juli 2025 war das Flugzeug an Iberia ausgeliefert worden, die als Erstbetreiber des Langstrecken-Schmalrumpfflugzeugs gilt. Der Zwischenfall ereignete sich, als das Flugzeug auf Flug IB579 nach Paris-Orly unterwegs war und in etwa 7.000 Fuß Höhe mit einem großen Vogel, mutmaßlich einem Geier, kollidierte. Die Wucht des Aufpralls zerstörte das Radom (Flugzeugnase), hinter dem sich das Wetterradar befindet, teilweise und führte zu sichtbaren Bruchschäden. Zudem wurde der Vogel anschließend vom linken Triebwerk angesaugt, wobei Fanblätter beschädigt wurden. Die Piloten leiteten sofort das Notfallprotokoll ein und kehrten ohne weitere Komplikationen nach etwa 20 Minuten sicher zum Startflughafen Madrid-Barajas zurück. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Seit dem Vorfall befindet sich der nur wenige Wochen alte Langstreckenjet am Boden. Der erlittene Schaden ist beträchtlich und die Wiederinbetriebnahme zieht sich hin. Nach Angaben der Leiterin der Wartung bei Iberia, Natalia Martínez del Río, hat der Flugzeughersteller Airbus erst am 30. September die endgültige Reparaturanweisung für das Flugzeug übermittelt – fast zwei Monate nach dem Vogelschlag. Die Reparatur gilt als „sehr komplex“, was auf das Ausmaß der Schäden sowohl an der Flugzeugstruktur als auch am Triebwerk hindeutet. Der A321XLR ist für Iberia ein strategisch wichtiges Modell, da es auf längeren, transatlantischen Strecken eingesetzt

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Bayern forciert Drohnenabwehr: Geplante Gesetzesnovelle nach Vorfällen am Flughafen München

Die bayerische Staatsregierung plant eine umfassende Erweiterung des Polizeiaufgabengesetzes (PAG), um der Landespolizei künftig erweiterte Kompetenzen bei der Drohnenabwehr einzuräumen. Diese Initiative ist eine direkte Reaktion auf die jüngsten Drohnensichtungen am Münchner Flughafen, die Ende September 2025 den Flugbetrieb massiv beeinträchtigten. Die Vorfälle führten zur Streichung zahlreicher Flüge, wobei mehrere Tausend Passagiere am Flughafen strandeten und teilweise über Nacht in den Terminals ausharren mussten. Auch über einer nahegelegenen Bundeswehr-Einrichtung wurde ein unbefugtes Flugobjekt gesichtet, was die Brisanz der Lage weiter unterstrich. Das zentrale Ziel der geplanten Gesetzesänderung ist es, der Polizei das sofortige Aufspüren und Abschießen von Drohnen bei akuter Gefahr zu ermöglichen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits Ende September unmissverständlich gefordert: „Es braucht Fangdrohnen und Jagddrohnen… im Zweifelsfall auch abschießen zu können.“ Bisher stellt der Abschuss von Drohnen für die Polizei eine rechtliche und technische Herausforderung dar. Die Zuständigkeit für die Drohnenabwehr liegt in Deutschland primär bei den Ländern und der Bundespolizei, doch fehlt es oft an den notwendigen rechtlichen Grundlagen und der modernen Technik. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte an, die rechtlichen Möglichkeiten der Polizei signifikant zu erweitern. Die Drohnensichtungen in München stehen im Kontext einer europaweiten Häufung von Vorfällen im Bereich kritischer Infrastruktur. Nach Angaben der Bundespolizei waren am Münchner Flughafen bis zu 32 Flüge betroffen, die Flugsicherung musste die Start- und Landebahnen sperren. Die Ermittlungsbehörden leiteten ein Verfahren gegen Unbekannt ein, da der oder die Verursacher trotz intensiver Fahndung zunächst nicht identifiziert werden konnten. Unklar blieb auch, ob es sich um eine oder mehrere

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Generalstreik legt belgischen Flugverkehr lahm: Alle Flüge in Charleroi annulliert

Der Flughafen Brüssel Süd Charleroi (BSCA) hat mitgeteilt, dass am Dienstag, den 14. Oktober 2025, sämtliche geplanten Ankunfts- und Abflüge gestrichen werden müssen. Grund dafür ist ein nationaler Streiktag in Belgien, der zu einem Mangel an Personal führt, welches für einen sicheren und reibungslosen Betrieb des Flughafens notwendig ist. Die Betriebsleitung von Charleroi erklärte, dass aufgrund der zu erwartenden Personalausfälle, insbesondere bei den operativen Diensten, die Sicherheit von Passagieren und Mitarbeitern nicht gewährleistet werden könne. Die Annullierungen in Charleroi, einem Hauptstandort für Billigfluggesellschaften wie Ryanair, sind Teil eines landesweiten Aktionstages der belgischen Gewerkschaften. Die Proteste richten sich in einer Gemeinschaftsfront gegen die Sparpolitik der Regierung. Dieser Generalstreik, der sich gegen Reformen wie geplante Renten- und Sozialkürzungen richtet, wird weite Teile des öffentlichen Lebens und des Verkehrs in Belgien beeinträchtigen. Auch der größte Flughafen des Landes, Brüssel-Zaventem (BRU), sieht sich am selben Tag zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Dort wurde in Absprache mit den Fluggesellschaften die Entscheidung getroffen, keine Passagierflüge abheben zu lassen. Dies liegt ebenfalls an der Beteiligung des Sicherheitspersonals und der Bodenabfertigung am Streik. Es wird zudem vor möglichen Ausfällen und starken Beeinträchtigungen bei ankommenden Flügen in Zaventem gewarnt. Reisende, die am 14. Oktober einen Flug in oder aus Belgien gebucht haben, müssen mit erheblichen Einschränkungen im gesamten Land rechnen. Neben dem Luftverkehr ist auch mit Störungen oder Ausfällen im Schienenverkehr und im öffentlichen Nahverkehr zu rechnen. Die Flughäfen bitten Passagiere, an diesem Tag nicht zum Terminal zu kommen und fordern sie auf, sich direkt bei ihrer jeweiligen Fluggesellschaft über

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IndiGo nimmt Langstreckenflüge nach London-Heathrow auf

Die indische Fluggesellschaft IndiGo erweitert ihre internationale Präsenz und nimmt ab dem 26. Oktober tägliche Direktflüge zwischen Mumbai und dem London Heathrow Airport (LHR) auf. Die neue Verbindung markiert einen bedeutenden Schritt in der globalen Expansionsstrategie des indischen Marktführers, der damit seine zweite Destination im Vereinigten Königreich nach Manchester bedient. Die Flüge werden mit Boeing 787-9 Dreamliner Flugzeugen durchgeführt, die im Rahmen einer „Damp-Lease“-Vereinbarung von Norse Atlantic Airways gemietet wurden. Die Aufnahme der täglichen Verbindung nach Heathrow, einem der wichtigsten Drehkreuze Europas, unterstreicht IndiGos Ambition, sich über den asiatischen Raum hinaus als wichtiger internationaler Akteur zu etablieren. Erst im Juli dieses Jahres hatte die Airline mit der Aufnahme von Flügen nach Manchester und Amsterdam ihr Langstreckendebüt in Europa gefeiert. Kurz darauf folgte die Anbindung an Kopenhagen. Die Frequenzen auf den Strecken nach Manchester und Amsterdam wurden seit dem Start im Juli sukzessive erhöht und in einigen Fällen auf tägliche Verbindungen umgestellt. Um die ehrgeizigen Langstreckenpläne zu realisieren, greift IndiGo auf geleaste Großraumflugzeuge zurück. Im Rahmen der Vereinbarung mit Norse Atlantic Airways werden bis Anfang 2026 insgesamt bis zu sechs Boeing 787-9 Dreamliner in die Flotte integriert. Das „Damp-Lease“-Modell sieht vor, dass Norse Atlantic das Flugzeug und die Cockpitbesatzung stellt, während die Kabinenbesatzung von IndiGo selbst kommt. Diese Strategie dient als Überbrückung, bis die eigenen bestellten Langstreckenflugzeuge, wie der Airbus A321XLR (Auslieferung ab Ende 2025 erwartet) und der Airbus A350-900 (Auslieferung ab 2027 erwartet), verfügbar sind. London-Heathrow wird damit die 45. internationale Destination im Streckennetz der indischen Fluggesellschaft. Die neue Verbindung

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Pratt & Whitney Triebwerksprobleme belasten Turkish Airlines bis 2027

Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines sieht sich aufgrund von anhaltenden Problemen mit den Getriebefan-Triebwerken (GTF) des Herstellers Pratt & Whitney mit massiven Einschränkungen im Flugbetrieb konfrontiert. Finanzchef Murat Seker gab auf der Luftfahrtkonferenz ISTAT bekannt, dass der Wartungsstau bei den Triebwerksreparaturen die Airline noch mindestens bis Mitte 2027 belasten werde. Das Problem betrifft primär die Flugzeuge der Airbus A320neo-Familie in der Flotte von Turkish Airlines. Der Wartungsstau und der Mangel an Ersatzteilen führen dazu, dass eine erhebliche Zahl von Maschinen über ungewöhnlich lange Zeiträume am Boden bleiben muss. Seker zufolge wird Turkish Airlines das laufende Jahr mit 45 stillgelegten Airbus-Flugzeugen beenden. Dies stellt eine Steigerung dar, da zu Jahresbeginn noch von 35 betroffenen Jets ausgegangen wurde. Im vergangenen Jahr lag die durchschnittliche Anzahl der aufgrund der PW1100G-JM-Triebwerksprobleme gegroundeten Flugzeuge bei rund 40. Die durchschnittliche Reparaturdauer für ein Triebwerk bezifferte Seker auf rund 200 Tage, was weit über den üblichen Zeitrahmen hinausgeht. Die Schwierigkeiten resultieren aus einem Materialfehler in den Turbinenscheiben, die aus einem bestimmten Pulvermetall gefertigt wurden. Dieses Problem, welches von Juli 2023 an massiv bekannt wurde, betrifft weltweit rund 3000 der bisher ausgelieferten GTF-Triebwerke. Turkish Airlines ist dabei eine von mehreren internationalen Fluggesellschaften, darunter auch Wizz Air und die Lufthansa Group, die mit den Folgen des notwendigen Inspektionsprogramms und des daraus resultierenden Kapazitätsengpasses in den Wartungswerkstätten kämpfen. Um die operativen Störungen und die entstandenen Verluste auszugleichen, hat Turkish Airlines nach eigenen Angaben bereits angemessene Kompensation von Pratt & Whitney, einem Teil des US-Konzerns RTX Corp, erhalten. Trotz Zusicherungen des

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Schweden kauft Embraer C-390 Millennium und tritt europäischer Kooperation bei

Schweden hat offiziell vier militärische Transportflugzeuge des Typs C-390 Millennium beim brasilianischen Hersteller Embraer bestellt. Der Vertrag, dessen Unterzeichnung am 6. Oktober 2025 auf der Luftwaffenbasis Uppsala stattfand, umfasst zudem sieben Kaufoptionen für weitere Maschinen. Die Beschaffung ist Teil einer erweiterten trilateralen Partnerschaft mit den Niederlanden und Österreich, die eine engere Zusammenarbeit bei der Ausbildung, Wartung und Interoperabilität der neuen Transportflotte in Europa vorsieht. Die Entscheidung, die C-390 zu erwerben, war bereits im November 2024 angekündigt worden und markiert einen wesentlichen Schritt in der Modernisierung der schwedischen Luftwaffe. Das Land ersetzt damit seine in die Jahre gekommene Flotte von sechs Lockheed Martin C-130H Hercules-Transportern, von denen einige über 50 Jahre alt sind. Die C-390 Millennium bietet im Vergleich zu den Vorgängermodellen eine höhere Nutzlast von bis zu 26 Tonnen, eine schnellere Reisegeschwindigkeit von 470 Knoten und eine größere Reichweite. Diese Fähigkeiten erlauben es, ein breiteres Spektrum an Missionen durchzuführen, darunter Truppen- und Frachttransport, Luftbetankung (in der KC-390-Version), medizinische Evakuierung sowie Such- und Rettungseinsätze, auch von unbefestigten Pisten aus. Durch den Beitritt zur Kooperation mit den Niederlanden und Österreich profitiert Schweden von einem gemeinsamen europäischen Ansatz bei der Beschaffung. Die Niederlande fungieren dabei als federführender Partner. Bereits 2024 hatten die Niederlande fünf und Österreich vier C-390 bestellt, womit die Gesamtzahl der fest bestellten Maschinen in dieser Partnerschaft nun dreizehn beträgt. Weitere europäische Betreiber des Embraer-Transporters sind bereits Portugal (seit 2023), Ungarn (seit 2024) und Tschechien. Auf der Unterzeichnungszeremonie betonte der schwedische Verteidigungsminister, Pål Jonson, die Bedeutung der neuen Plattform für die

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Airbus A320neo von Go Air für den Ersatzteilmarkt zerlegt

Der Flugzeugverwerter Tarmac Aerosave hat im Auftrag des auf den Ersatzteilhandel spezialisierten Unternehmens Aer Fin vier Maschinen des Typs Airbus A320neo zerlegt. Die Flugzeuge stammten aus der Flotte der indischen Fluggesellschaft Go Air, die ihren Betrieb im Jahr 2023 aufgrund finanzieller Schwierigkeiten und Problemen mit den Triebwerken einstellen musste. Die Demontage dieser relativ jungen Flugzeuge des Typs A320neo ist bemerkenswert, da der Bedarf an diesem Modell auf dem Markt sehr hoch ist und lange Wartezeiten für Neubestellungen bestehen. Der Hauptgrund für die Zerlegung ist die hohe Nachfrage nach zertifizierten Gebrauchtteilen in der Luftfahrtindustrie. Aus den vier Flugzeugen konnten laut Tarmac Aerosave rund 1.400 der am stärksten gefragten Teile für den Weiterverkauf gewonnen werden. Die Demontage erfolgt dabei in einem etablierten Vier-Phasen-Prozess. Dieser beginnt mit der Vorbereitung, bei der alle Flüssigkeiten wie Treibstoff und Hydraulik abgelassen werden. Anschließend werden die vom Kunden Aer Fin gewünschten Komponenten, darunter oft Triebwerke und Fahrwerke, sorgfältig ausgebaut, registriert und zur Lagerung vorbereitet. Der dritte Schritt, intern als „Greening“ bezeichnet, dient der Vorbereitung des Rumpfes für die strukturelle Zerlegung. Dabei wird die gesamte Kabinenausstattung demontiert, von Sitzen und Gepäckfächern über Teppiche, Kabel und Unterhaltungssysteme bis hin zu den Verkleidungen. Alle entnommenen Komponenten werden bis zur kleinsten Schraube zerlegt und sortiert. Aer Fin und Tarmac Aerosave pflegen eine langjährige Zusammenarbeit: In der Vergangenheit wurden bereits ältere Flugzeugtypen wie der Airbus A340 und im Jahr 2024 sieben Maschinen des Typs A330 zerlegt, was die Expertise in der Verwertung von Großraumflugzeugen bestätigt. Nach der vollständigen Entleerung von Kabine, Cockpit

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ICAO verurteilt Russland und Nordkorea wegen gezielter Störung von Satellitennavigationssystemen

Die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) hat mit einem ihrer schärfsten diplomatischen Schritte reagiert und Russland sowie Nordkorea offiziell wegen der wiederholten Störung von Satellitennavigationssystemen (GNSS) verurteilt. Diese Störaktionen, zu denen das sogenannte Jamming und Spoofing zählen, gefährden nach Ansicht der ICAO die Sicherheit des internationalen Luftverkehrs und stellen eine klare Verletzung der Chicagoer Konvention von 1944 dar, welche die Grundsätze der zivilen Luftfahrt festlegt. Das Ende der dreijährlichen ICAO-Versammlung am 5. Oktober 2025 in Montreal markierte den Höhepunkt einer wachsenden internationalen Besorgnis über den Einsatz elektronischer Kriegsführung, der zivile Flüge im europäischen und asiatischen Luftraum zunehmend beeinträchtigt. Die Organisation forderte beide Staaten nachdrücklich auf, diese Aktivitäten sofort einzustellen, um die Integrität der globalen Flugnavigation zu gewährleisten. Eskalierende Störfälle in Europa Die ICAO-Versammlung stützte ihre Verurteilung Russlands auf Beweise und Beschwerden von sechs europäischen Mitgliedsstaaten – Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen und Schweden. Diese Länder berichteten über „nahezu tägliche“ Störungen, die den Flugbetrieb in der baltischen, osteuropäischen und nördlichen Region empfindlich beeinträchtigen. Die Quelle dieser schädlichen interferierenden Signale, so der Konsens der europäischen Staaten, liegt in Russland.4 Experten sehen in der Häufung der Störfälle einen Teil der hybriden Kriegsführung Russlands, insbesondere in Gebieten nahe der Konfliktzonen. Diese sogenannten „Baltic Jammer“ oder das „Baltic interference network“ sollen vornehmlich von elektronischen Aufklärungs- und Störsystemen wie dem R-330Zh Zhitel in Kaliningrad und entlang der westlichen Flanke Russlands ausgehen. Der R-330Zh Zhitel ist ein mobiles, auf Lastwagen montiertes System, das entwickelt wurde, um die Kommunikation und Satellitennavigation (einschließlich GPS, Galileo und BeiDou) in Frequenzbereichen von 100

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Düsseldorf erwartet Reisewelle: 1,3 Millionen Passagiere in den Herbstferien 2025

Der Flughafen Düsseldorf (DUS) bereitet sich auf eine der verkehrsreichsten Zeiten des Jahres vor: die Herbstferien vom 10. bis 26. Oktober 2025. Der Airport prognostiziert in diesem Zeitraum ein Passagieraufkommen von rund 1,3 Millionen Reisenden, verteilt auf mehr als 8.600 Flugbewegungen. Diese Zahl übertrifft das Passagieraufkommen in den Osterferien 2025, als etwa eine Million Fluggäste erwartet wurden, und liegt über den 1,2 Millionen Passagieren der Herbstferien des Vorjahres 2024. Besondere Herausforderungen werden direkt zum Ferienbeginn erwartet. Allein von Freitag bis Sonntag rechnet der Flughafen mit über 1.500 Starts und Landungen und insgesamt etwa 255.000 Fluggästen. Der Sonntag zeichnet sich dabei mit mehr als 86.000 Reisenden als der passagierstärkste Einzeltag der gesamten Herbstferien ab. Diese Verkehrszahlen zeigen die anhaltend hohe Nachfrage nach Flugreisen in der Region Nordrhein-Westfalen. Die beliebtesten Ziele der Reisenden konzentrieren sich auf die klassischen Sonnenziele. An der Spitze der Rangliste stehen Antalya und Palma de Mallorca, die jeweils rund 250 Abflüge verzeichnen. Ebenfalls stark nachgefragt sind weitere Destinationen im Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln, darunter Heraklion auf Kreta, Hurghada am Roten Meer sowie Rhodos, Kos, Gran Canaria und Fuerteventura. Darüber hinaus sind auch Städtedestinationen wie Barcelona, Madrid, Wien und Istanbul im Flugplan prominent vertreten. Der hohe Andrang führt aktuell, insbesondere zu den Stoßzeiten am frühen Morgen und Vormittag, zu längeren Wartezeiten an den Sicherheitskontrollstellen des Flughafens. Die Verzögerungen sind unter anderem auf die Umsetzung ergänzender Kontrollanforderungen zurückzuführen, welche häufigere Nachprüfungen von Einzelgepäckstücken umfassen. Der Flughafen rät Reisenden dringend, rechtzeitig vor Abflug am Terminal einzutreffen – in der

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Die wachsende Bedrohung aus der Luft: Europas Flughäfen fordern staatliche Drohnenabwehr

Die jüngsten und sich häufenden Zwischenfälle mit unbemannten Fluggeräten, sogenannten Drohnen, in der Nähe europäischer Flughäfen haben die Debatte um die Sicherheit des zivilen Luftverkehrs neu entfacht. Speziell der Vorfall am Flughafen München, bei dem der Flugbetrieb aufgrund mehrerer Drohnensichtungen zeitweise eingestellt werden musste und Tausende Passagiere betroffen waren, dient als ein dringender sicherheitspolitischer Alarmruf. Der Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) sieht in der zunehmenden Zahl von Störungen eine reale und wachsende Bedrohung und fordert den Staat eindringlich auf, die Verantwortung für die Drohnendetektion und -abwehr zu übernehmen und diese zentral zu finanzieren und zu koordinieren. Die Zwischenfälle in München, aber auch an anderen europäischen Drehkreuzen wie Kopenhagen und Oslo, zeigen auf, dass die bisherigen Maßnahmen und Zuständigkeiten nicht ausreichen, um die kritische Infrastruktur effektiv zu schützen. Bis Ende August 2025 wurden allein an deutschen Flughäfen 144 Drohnenstörungen registriert – eine Tendenz, die laut ADV stark steigend ist. Eskalation der Bedrohungslage: Zunehmende Vorfälle und weitreichende Folgen Die Vorkommnisse mit illegalen Drohnen in sensiblen Lufträumen haben in jüngster Zeit stark zugenommen und reichen von versehentlichen Verletzungen der Flugverbotszonen durch Freizeitpiloten bis hin zu mutmaßlich gezielten Störaktionen oder gar Ausspähversuchen über militärischen und kritischen zivilen Anlagen. Berichte aus dem ersten Quartal 2025 zeigen auf, dass in einigen deutschen Bundesländern, wie Schleswig-Holstein oder Brandenburg, eine Verdreifachung der Drohnensichtungen über militärischen Anlagen im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen war. Dies nährt die Sorge vor einer hybriden Bedrohungslage. Im Kontext von Flughäfen stellen Drohnen ein direktes Sicherheitsrisiko dar. Ein Zusammenstoß mit einem Passagierflugzeug, insbesondere während

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