Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt dem Flughafen Stuttgart ein Darlehen in Höhe von 44 Millionen Euro zur Verfügung, um die Erneuerung der operativen Bodeninfrastruktur zu unterstützen.
Das Gesamtvolumen der geplanten Modernisierungsprojekte am baden-württembergischen Landesflughafen beläuft sich auf bis zu 111 Millionen Euro. Die Fördermittel der EIB sind zweckgebunden und fließen gezielt in die technische Umstellung der Abfertigungsprozesse sowie in die Erhöhung der betrieblichen Resilienz, während Vorhaben zur reinen Kapazitätserweiterung des Flugbetriebs von der Finanzierung ausgeschlossen sind.
Zu den konkreten Maßnahmen gehört die Beschaffung von rund 100 elektrisch betriebenen Nutzfahrzeugen für das Vorfeld und die Abfertigung sowie die Einrichtung der dafür erforderlichen Ladeinfrastruktur nebst eines neuen Werkstattgebäudes. Darüber hinaus beinhaltet das Investitionsprogramm den Neubau einer Feuerwache und die Installation von stationären Luftkonditionierungsanlagen (Pre-Conditioned Air, PCA) an den Gebäudepositionen. Diese Anlagen ermöglichen die Temperaturregulierung in den Kabinen von Flugzeugen während der Bodenstandzeiten, ohne dass hierfür die bordeigenen Hilfstriebwerke betrieben werden müssen.
EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer und Ulrich Heppe, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Stuttgart GmbH, verweisen darauf, dass die bereitgestellten Mittel neben Fördergeldern aus dem EU-Programm für die Alternative Fuels Infrastructure Facility (AFIF) die technische Erneuerung des Standorts absichern. Der Flughafen verfolgt mit den Maßnahmen die Modernisierung seiner Betriebsräume und Abfertigungsgeräte im Rahmen des betrieblichen Masterplans für die kommenden Jahrzehnte.