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Europas Automobilindustrie unter Druck: Innovationsrückstand und hohe Kosten gefährden Wettbewerbsfähigkeit

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Die europäische Automobilindustrie verliert weiter an Boden gegenüber den USA und China. Ein aktueller Bericht von Acredia und Allianz Trade zeigt, dass Europa im globalen Vergleich bei Wachstum, Innovation und Marktanteilen hinterherhinkt. Während der weltweite Automarkt 2024 um 1,7 Prozent wuchs, blieb Europa mit nur 1,5 Prozent Wachstum zurück. Vor allem hohe Produktionskosten, ein langsamer Ausbau der Elektromobilität und zunehmende Handelskonflikte setzen die Branche unter Druck. Experten warnen, dass ohne gezielte Maßnahmen der Verlust der einstigen Führungsrolle kaum noch aufzuhalten ist.

Besonders alarmierend ist der Rückgang der Elektroautoverkäufe in Europa, während der Markt in China um 40 Prozent wuchs und asiatische Hersteller zunehmend von Hybridfahrzeugen profitieren. Während China Milliarden in seine Automobilindustrie investiert und die USA ihre Märkte mit Schutzmaßnahmen absichern, setzt Europa vor allem auf regulatorische Vorgaben und Strafzahlungen. Branchenkenner fordern daher einen industriepolitischen Strategiewechsel, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Ein vorgeschlagener Zehn-Punkte-Plan sieht vor, die Modellpalette europäischer Hersteller zu verschlanken und gezielt in Batterieproduktion sowie Ladeinfrastruktur zu investieren. Zudem könnten höhere Importzölle auf Fahrzeuge mit geringem europäischen Produktionsanteil zusätzliche Einnahmen generieren. Gleichzeitig müsse die EU gezielt Anreize schaffen, etwa durch Kaufprämien für Elektrofahrzeuge mit hoher europäischer Wertschöpfung. Investitionen in Forschung und Entwicklung, insbesondere im Bereich Batterietechnologie und autonomes Fahren, werden als entscheidend für die Zukunft des Standorts Europa angesehen.

Die kommenden Jahre gelten als richtungsweisend für die europäische Automobilindustrie. Ohne tiefgreifende Reformen droht ein weiterer Rückgang des Marktanteils, während China und die USA ihre Vormachtstellung ausbauen. Experten fordern daher ein schnelles Handeln von Politik und Wirtschaft, um den Automobilstandort Europa nachhaltig zu stärken.

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