Airbus A319 (Foto: Eurowings/Oliver Sorg).
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Eurowings präsentiert den Sommerflugplan 2026

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Die Fluggesellschaft Eurowings hat ihre Planungen für die Sommersaison 2026 abgeschlossen und setzt dabei auf eine konsequente Erweiterung des Streckennetzes sowie eine signifikante Erhöhung der Frequenzen auf besonders ertragsstarken Routen. Mit insgesamt 150 Destinationen in 40 Ländern festigt das Unternehmen seine Position als einer der führenden Anbieter im europäischen Direktverkehr. Im Zentrum der neuen Strategie steht der Ausbau der Kapazitäten an den großen deutschen Standorten Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln/Bonn, Hannover und Stuttgart.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Einführung neuer Metropolen-Verbindungen, die unter dem Begriff Hauptstadtexpress zusammengefasst werden, sowie auf einer massiven Ausweitung des Angebots in Richtung Mittelmeer. Durch die gezielte Anpassung des Portfolios reagiert die Fluggesellschaft auf die anhaltend hohe Nachfrage im Bereich der Urlaubsreisen und den sich stabilisierenden Markt für Städteverbindungen. Die Erweiterung umfasst sowohl neue Erstverbindungen in den Norden und Osten Europas als auch eine verstärkte Präsenz in den klassischen Ferienregionen Südeuropas und Nordafrikas.

Der Hauptstadtexpress und die Stärkung des Standorts Berlin

Ein wesentlicher Pfeiler des kommenden Sommerflugplans ist die Aufwertung des Standorts Berlin. Unter dem strategischen Label Hauptstadtexpress lanciert Eurowings eine Reihe neuer Direktverbindungen, die Berlin enger mit anderen europäischen Metropolen verknüpfen. Ab dem Sommer 2026 können Reisende von der deutschen Hauptstadt aus erstmals direkt nach Lissabon, Sarajevo und zum Londoner Flughafen Heathrow fliegen. Diese Strecken richten sich gleichermaßen an Städtereisende wie an den Geschäftsreiseverkehr, der nach einer Phase der Konsolidierung wieder ein gesteigertes Bedürfnis nach direkten und zeitoptimierten Verbindungen zeigt. Ergänzt wird das Portfolio in Berlin durch neue Ziele wie Kavala in Griechenland sowie die italienischen Destinationen Neapel und Olbia.

Insgesamt wird Eurowings von Berlin aus 42 Direktziele bedienen. Um der marktbeherrschenden Stellung von Mallorca gerecht zu werden, wurde die Frequenz auf dieser Route auf bis zu 28 wöchentliche Flüge angehoben. Auch skandinavische Ziele wie Göteborg, Helsinki und Stockholm sowie die schweizerische Metropole Zürich werden künftig häufiger angeflogen. Diese Verdichtung des Flugplans soll für Passagiere eine höhere Flexibilität bei der Reiseplanung ermöglichen und die Attraktivität des Berliner Flughafens als Absprungpunkt für europaweite Reisen steigern.

Düsseldorf als zentraler Dreh- und Angelpunkt des Streckennetzes

Der Flughafen Düsseldorf bleibt auch im Jahr 2026 die wichtigste Basis für Eurowings. Mit insgesamt 114 Direktzielen bietet der Standort das mit Abstand umfangreichste Angebot im gesamten Netzwerk. Zu den herausragenden Neuerungen zählen die Strecken nach Madrid und Tallinn. Während die Verbindung in die spanische Hauptstadt vor allem für den kulturellen und wirtschaftlichen Austausch von Bedeutung ist, erschließt die Route nach Tallinn eine wachsende Nachfrage im baltischen Raum. Für Reisende in Richtung Mittelmeer wird zudem die griechische Insel Karpathos neu in den Flugplan aufgenommen.

Besonders deutlich wird die Kapazitätssteigerung in Düsseldorf bei den Bestandsstrecken. Ziele wie Málaga, Nizza, Neapel und Rhodos werden häufiger bedient als in den Vorjahren. Ein einsamer Spitzenreiter bleibt die Verbindung nach Palma de Mallorca: Mit bis zu 64 Flügen pro Woche stellt Eurowings hier ein Angebot bereit, das nahezu einem Pendelverkehr gleicht. Diese massiven Frequenzen sind eine Antwort auf die ungebrochene Beliebtheit der Baleareninsel bei Reisenden aus Nordrhein-Westfalen. Auch wichtige Wirtschaftszentren wie London Heathrow, Kopenhagen und Stockholm werden im Sommer 2026 häufiger angeflogen, um dem Bedarf an flexiblen Tagesverbindungen gerecht zu werden.

Expansion in Nord- und Westdeutschland: Hamburg und Hannover

Auch an den Standorten Hamburg und Hannover setzt sich der Wachstumskurs fort. In der Hansestadt Hamburg umfasst das Angebot im Sommer 2026 insgesamt 54 Direktziele. Eine Besonderheit stellt die Beibehaltung der Verbindung nach Tel Aviv dar, die nun auch in der Sommersaison fest im Programm verankert ist. Für Urlauber wurden die Kapazitäten zu klassischen Sonnenzielen am Mittelmeer ausgebaut. So fliegen Maschinen häufiger nach Barcelona, Bilbao, Cagliari auf Sardinien und Heraklion auf Kreta. Die Anbindung an Mallorca wird in Hamburg auf bis zu 41 wöchentliche Rotationen hochgefahren.

In Hannover fokussiert sich die Fluggesellschaft auf die direkte Anbindung beliebter südeuropäischer Städte. Neu im Programm sind Alicante an der spanischen Costa Blanca sowie die französische Metropole Nizza. Mit nunmehr 20 Direktzielen baut Eurowings seine Präsenz in Niedersachsen moderat aber stetig aus. Weitere Kapazitätssteigerungen betreffen die Routen nach Pula in Kroatien und Stockholm. Die bestehende Verbindung nach Lissabon bleibt mit bis zu drei Flügen pro Woche erhalten, während Mallorca von Hannover aus bis zu 17-mal wöchentlich angesteuert wird.

Wachstum im Süden: Stuttgart und das Angebot für Familien

Für den süddeutschen Raum spielt der Flughafen Stuttgart eine zentrale Rolle. Hier umfasst das Angebot im Sommer 2026 insgesamt 72 Direktziele. Ein neues Highlight im Flugplan ist Marrakesch, das speziell für die Zeit der Sommerferien aufgenommen wurde, um das Portfolio an exotischeren Nahzielen zu erweitern. Darüber hinaus verstärkt die Airline ihre Präsenz im Mittelmeerraum durch höhere Frequenzen nach Brindisi, Catania, Palermo und Olbia. Auch die portugiesische Algarve-Region mit dem Zielflughafen Faro wird öfter angeflogen.

In Köln/Bonn liegt der Schwerpunkt des Ausbaus auf Zielen, die traditionell eine hohe Relevanz für Familien- und Heimatbesuche haben. Zu den Neuzugängen zählen Lanzarote auf den Kanarischen Inseln sowie Pristina im Kosovo und Tiflis in Georgien. Die Aufnahme von Tiflis unterstreicht das Bestreben, auch Ziele im Kaukasus für den deutschen Markt besser erreichbar zu machen. Mit 72 Direktzielen bleibt Köln/Bonn ein tragender Pfeiler des Netzwerks, wobei auch hier Mallorca mit bis zu 47 wöchentlichen Flügen die meistfrequentierte Route darstellt. Weitere Frequenzsteigerungen betreffen Ziele wie Tirana, Valencia und die kroatische Küstenstadt Split.

Internationale Stützpunkte und die Sonderrolle von Mallorca

Die strategische Anpassung des Sommerflugplans 2026 macht nicht an den deutschen Landesgrenzen halt. Auch die internationalen Basen der Fluggesellschaft werden konsequent ausgebaut. In der tschechischen Hauptstadt Prag profitieren Fluggäste von neuen Verbindungen nach Brindisi, Hurghada und Ibiza. Damit reagiert das Unternehmen auf das wachsende Reisebedürfnis in Osteuropa nach direktem Zugang zu den großen Ferienregionen am Mittelmeer und am Roten Meer. Von Österreich aus wird das Angebot ebenfalls erweitert: Ab Salzburg steht künftig Genua auf dem Plan, und von Graz aus geht es zweimal wöchentlich nach Kreta.

Ein roter Faden, der sich durch fast alle Standorte zieht, ist die immense Bedeutung von Palma de Mallorca. Die Insel fungiert mittlerweile als inoffizielles Drehkreuz im Eurowings-Netzwerk. Nicht nur die großen Basen, sondern auch Regionalflughäfen wie Erfurt, Dresden, Karlsruhe/Baden-Baden und Saarbrücken erhalten im Sommer 2026 zusätzliche oder verstärkte Anbindungen an die Baleareninsel. Diese Konzentration auf Mallorca ermöglicht es der Fluggesellschaft, operative Synergien zu nutzen und gleichzeitig dem Marktführerstatus in diesem speziellen Segment gerecht zu werden.

Wirtschaftliche Perspektiven und operative Planungssicherheit

Hinter der Ausweitung des Flugplans steht eine detaillierte Marktanalyse durch das Netzwerkmanagement der Fluggesellschaft. Michael Händel, zuständig für die Netzplanung und die Beziehungen zu den Flughäfen, betont, dass der Fokus auf Verlässlichkeit und Flexibilität liegt. In einer Branche, die von volatilen Treibstoffpreisen und personellen Herausforderungen geprägt ist, soll ein gestärktes Kernnetz die notwendige Stabilität bieten. Die Konzentration auf 150 Ziele ermöglicht eine effizientere Nutzung der Flotte und des Personals.

Durch die Erhöhung der Frequenzen auf bestehenden Routen kann die Fluggesellschaft besser auf tagesaktuelle Nachfrageschwankungen reagieren und bietet gleichzeitig für Geschäftsreisende attraktivere Reisezeiten durch mehrere tägliche Verbindungen. Der Sommerflugplan 2026 ist somit das Ergebnis einer Strategie, die auf kontrolliertes Wachstum und eine Optimierung der vorhandenen Infrastruktur setzt. Für die Passagiere bedeutet dies eine gesteigerte Auswahl an Direktverbindungen und eine verbesserte Erreichbarkeit europäischer Wirtschafts- und Freizeitzentren. Die kommenden Monate werden zeigen, wie der Markt die neuen Ziele in Osteuropa und Nordafrika annimmt, doch die Weichen für eine kapazitätsstarke Sommersaison sind bereits jetzt gestellt.

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