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FAA warnt Fluggesellschaften vor Venezuela: Eskalierende Militäraktivität und Sicherheitsrisiken

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Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat eine neue Warnung herausgegeben, in der Fluggesellschaften dringend aufgefordert werden, beim Überflug von Venezuela erhöhte Vorsicht walten zu lassen. Die FAA begründet die Maßnahme mit einer „potenziell gefährlichen Situation“, die durch eskalierende militärische Aktivitäten und sich verschlechternde Sicherheitsbedingungen in der Region getrieben wird.

Die Warnung bezieht sich auf Flüge, die die Maiquetia Flight Information Region (SVZM FIR) durchqueren. Laut FAA besteht auf allen Flughöhen ein erhöhtes Risiko, das sowohl Starts und Landungen als auch den reinen Überflug betrifft. Betreiber, die beabsichtigen, den Luftraum zu nutzen, müssen der Behörde nun mindestens 72 Stunden im Voraus eine entsprechende Mitteilung zukommen lassen. Als Reaktion auf die gestiegenen Risiken haben bereits mehrere internationale Fluggesellschaften, darunter American Airlines, Delta Air Lines, TAP Air Portugal, Iberia und Avianca, ihre Flüge nach Venezuela oder über das Land eingestellt. Direkte US-Linienflüge nach Venezuela sind bereits seit 2019 ausgesetzt.

Ein Hauptproblem ist die seit September 2025 registrierte Zunahme von Interferenzen im Global Navigation Satellite System (GNSS). Ermittler der FAA berichten von Stör- und Täuschungsversuchen (Jamming und Spoofing), die Navigationsprobleme verursachen und Kommunikations-, Navigations- und Sicherheitssysteme von Flugzeugen in einem Umkreis von bis zu 250 nautischen Meilen beeinträchtigen können.

Gleichzeitig weist die FAA auf die Mobilisierung Tausender venezolanischer Aktiv- und Reservekräfte sowie auf inszenierte militärische Übungen hin. Obwohl das Land keine direkten Drohungen gegen die zivile Luftfahrt ausgesprochen hat, betreibt das venezolanische Militär fortschrittliche Kampfflugzeuge, Langstreckenraketensysteme und bodennahe Waffensysteme wie tragbare Flugabwehrraketen (MANPADS). Die Sicherheitslage wird zusätzlich durch die erweiterte Militärpräsenz der USA in der Karibik unter dem US Southern Command verschärft, das dort verstärkt gegen Drogen- und „Narco-Terroristen“-Netzwerke nahe Venezuela vorgeht.

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