Am internationalen Flughafen von Hongkong ist es am frühen Montagmorgen des 16. Februar zu einem folgenschweren Zwischenfall gekommen. Ein 35-jähriger britischer Tourist verursachte im Terminal 1 massive Schäden, indem er gezielt Einrichtungen im Check-in-Bereich angriff.
Nach offiziellen Angaben der Flughafenbehörde und Augenzeugenberichten zerstörte der Mann gegen 6:00 Uhr rund zehn Selbstbedienungs-Check-in-Kioske. Er nutzte eine Metallstange, die er zuvor gewaltsam von einer Absperrung entfernt hatte, um auf die Bildschirme und Gehäuse der Geräte einzuschlagen. Zudem wurden Geländer und Teile der Schalterinfrastruktur im Abflugbereich schwer beschädigt. Sicherheitskräfte konnten den Randalierer überwältigen, bevor die örtliche Polizei die Festnahme vollzog.
Die Ermittlungen vor Ort ergaben weitere rechtliche Probleme für den Beschuldigten. Bei der Durchsuchung seines mitgeführten Rucksacks stießen die Beamten auf vier Tabletten des Medikaments Viagra. Da für diese Potenzmittel in Hongkong eine strikte Verschreibungspflicht besteht und der Brite kein entsprechendes ärztliches Rezept vorweisen konnte, wurde ein zusätzliches Verfahren eingeleitet. In der Sonderverwaltungszone Hongkong wird der unerlaubte Besitz verschreibungspflichtiger Medikamente streng geahndet; es drohen Haftstrafen von bis zu zwei Jahren sowie empfindliche Geldstrafen. Der Mann, der laut lokalen Medienberichten ursprünglich noch am selben Tag seine Heimreise antreten wollte, befindet sich derzeit in polizeigewahrsam.
Hintergründe zu dem plötzlichen Gewaltausbruch sind bislang nicht vollständig geklärt. Branchenexperten weisen jedoch darauf hin, dass der Flughafen Hongkong (HKIA) über eines der modernsten Überwachungssysteme weltweit verfügt, weshalb der gesamte Vorfall lückenlos dokumentiert wurde. In sozialen Medien kursierende Videoaufnahmen zeigen die Aggressivität des Täters, der völlig unkontrolliert auf die Technik einschlug. Die Flughafenbehörde betonte, dass der Betrieb trotz der Zerstörungen weitgehend aufrechterhalten werden konnte, da betroffene Passagiere auf andere Check-in-Inseln umgeleitet wurden. Der entstandene Sachschaden an der hochmodernen Terminal-Ausstattung wird auf eine sechsstellige Summe geschätzt.
Rechtlich steht der 35-Jährige nun vor einer komplexen Situation. Neben der Anklage wegen Sachbeschädigung („Criminal Damage“), die in Hongkong im Extremfall mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden kann, wiegt der Verstoß gegen die Pharmazie- und Giftverordnung schwer. Da der Verdächtige ein Tourist ist, wurden das britische Konsulat sowie die zuständigen Einwanderungsbehörden informiert. Eine Ausreise ist bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens oder einer möglichen Kautionsstellung ausgeschlossen. Dieser Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Zwischenfällen mit unberechenbaren Passagieren, führt jedoch aufgrund der gezielten Zerstörung von Infrastruktur zu einer verstärkten Diskussion über die Sicherheitsvorkehrungen in den öffentlichen Zonen des Terminals.