Am 28. Januar 2025 kam es zu einem dramatischen Vorfall am Busan Gimhae International Airport (PUS), als ein Airbus A321 der südkoreanischen Fluggesellschaft Air Busan kurz vor dem Start nach Hongkong in Brand geriet. Der Brand brach an der Heckseite des Flugzeugs aus, was zu einem schnellen und erfolgreichen Evakuierungsversuch der 168 Passagiere und sieben Crewmitglieder führte. Trotz des raschen Einsatzes der Feuerwehr und der schnellen Evakuierung gab es drei Verletzte, deren Leben jedoch nicht in Gefahr war.
Der Vorfall ereignete sich gegen 22:30 Uhr Ortszeit, als das Flugzeug sich bereits auf den Weg zum Start vorbereitet hatte. Erste Berichte aus Südkorea, die durch die Nachrichtenagentur Yonhap bestätigt wurden, gaben an, dass das Feuer in der Nähe des Hecks des Airbus A321-232, mit der Registrierung HL7763, ausgebrochen war. Das Flugzeug hatte sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht in der Luft befunden, und das Feuer entstand unmittelbar vor dem Start.
Die Passagiere und Crewmitglieder konnten das Flugzeug unter dem Einsatz der Notrutschen verlassen, die vom Kabinenpersonal aktiviert wurden. Insgesamt 175 Menschen konnten sich so in Sicherheit bringen. Drei von ihnen erlitten jedoch Verletzungen, die nicht lebensbedrohlich waren, und wurden sofort vor Ort medizinisch versorgt. Die Feuerwehr von Busan, die innerhalb weniger Minuten am Unglücksort eintraf, konnte das Feuer schnell löschen. Nach Angaben der Feuerwehr war das Feuer unter Kontrolle, als die Rettungskräfte eintrafen, und es gab keine weiteren Anzeichen für eine Ausbreitung der Flammen auf andere Teile des Flugzeugs.
Bilder, die von Augenzeugen und Rettungskräften aufgenommen und in sozialen Medien verbreitet wurden, zeigen das beschädigte Heck des Flugzeugs, das deutlich von den Flammen betroffen war. Die Schäden am Airbus A321 sind erheblich, wobei insbesondere der hintere Teil des Flugzeugs betroffen ist. Es bleibt abzuwarten, ob das Flugzeug aufgrund des Vorfalls als totaler Verlust eingestuft wird oder ob eine Reparatur möglich ist.
Now: Air Busan Airbus A321 caught fire at Gimhae International Airport in South Korea — a fire broke out in the tail section of the aircraft prior to departure.
— Alex Macheras (@AlexInAir) January 28, 2025
All of the 169 passengers and seven crews onboard have evacuted safely, per state news agency. pic.twitter.com/ax2I1BslYZ
Schnelle Reaktion der Behörden und Ermittlungen
Die Behörden des südkoreanischen Flughafens und die lokalen Feuerwehren zeigten sich äußerst schnell und professionell. Ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte, dass alle 176 Personen aus dem Flugzeug evakuiert werden konnten, aber man weiterhin im Inneren nachschaue, um sicherzustellen, dass niemand zurückgelassen wurde. Glücklicherweise wurde niemand als vermisst gemeldet, und alle Insassen konnten das Flugzeug rechtzeitig verlassen.
Das südkoreanische Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr (MOLIT) hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genaue Ursache des Feuers zu ermitteln. Erste Berichte deuteten darauf hin, dass es sich um einen Brand im Heckbereich handelte, wobei die genauen Umstände noch unklar sind. Die Ermittler werden voraussichtlich in den kommenden Tagen versuchen, das Ausmaß des Schadens zu bewerten und die Ursache des Vorfalls zu bestimmen.
Der Vorfall kommt nur wenige Wochen nach einem anderen tragischen Zwischenfall in Südkorea. Am 29. Dezember 2024 war ein Boeing 737-800 der Fluggesellschaft Jeju Air in eine lokale Funkfeueranlage am Muan International Airport (MWX) gestürzt, wobei 179 Menschen ums Leben kamen. Zwei Flugbegleiter überlebten das Unglück, und eine vorläufige Untersuchung deutete darauf hin, dass ein Vogelschlag als mögliche Ursache des Absturzes infrage kommt.
Untersuchungen und weitere Sicherheitsaspekte
Der Airbus A321 von Air Busan war erst wenige Minuten vor dem Feuer aus dem Gate gefahren und hatte sich bereit gemacht, in den Luftraum zu steigen. Ein Feuer in dieser Phase der Flugvorbereitung, kurz vor dem Start, stellt eine potenziell sehr gefährliche Situation dar. Zwar konnte die Evakuierung zügig durchgeführt werden, jedoch werfen solche Vorfälle Fragen zur Sicherheit und zu den Sicherheitsvorkehrungen auf.
Es wird erwartet, dass sowohl die Fluggesellschaft als auch die zuständigen Luftfahrtbehörden die eingesetzten Sicherheitsverfahren und das Verhalten der Besatzung bei der Evakuierung genau untersuchen werden. Die schnelle Reaktion der Crew und die effektive Nutzung der Notrutschen haben sicherlich eine größere Katastrophe verhindert, doch die genaue Ursache des Brandes bleibt abzuwarten.
Die Luftfahrtindustrie weltweit hat in den letzten Jahren immer wieder auf Sicherheitslücken und neue Herausforderungen reagiert. Vorfälle wie der Brand bei Air Busan und der Absturz der Jeju Air-Maschine erinnern an die Bedeutung ständiger Schulungen für die Crew und die Notwendigkeit eines ständigen Monitorings der Flugzeuge, um mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen.