Eine wissenschaftliche Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien hat die Auswirkungen von Arbeitsbedingungen und Hitze auf Fiakerpferde untersucht. Die in einer Beobachtungsstudie gewonnenen Daten legen nahe, daß die Tiere über eine gute physiologische Kühlung des Körpers verfügen und keine Anzeichen von Hitzestreß aufweisen.
Die von Theresia Licka geleitete Untersuchung bezog 58 Fiakerpferde, was knapp einem Fünftel des gesamten Bestands in Wien entspricht, in die Datenerhebung ein. Im Zeitraum von Jänner bis Dezember 2024 wurden die Gesundheitsdaten der Tiere sowohl im Stall als auch während der Arbeit in der Innenstadt erfaßt. Die Analyse von Parametern wie Atem- und Pulsfrequenz sowie Stresshormonen im Kot ergab keine Auffälligkeiten. Die Hitzebelastung von Pferden war bisher wissenschaftlich wenig dokumentiert, während die Debatte über die Arbeitsbedingungen der Fiakerpferde in den Sommermonaten regelmäßig aufkam.
Der beteiligte Betrieb Fiaker Paul wies auf die gesetzlich geregelten Arbeitsbedingungen für die Tiere hin, welche auf maximal 18 Tage im Monat beschränkt sind. Das Wiener Veterinäramt führt darüber hinaus jährlich rund 2.500 Kontrollen durch.
In der Bundeshauptstadt sind derzeit insgesamt 22 Fiakerunternehmen mit rund 310 Pferden und 324 Kutschen tätig. Die Branche beschäftigt etwa 1.200 Mitarbeiter.