Die finnische Fluggesellschaft Finnair wird am 12. Februar 2025 Gespräche mit ihren Pilotinnen und Piloten aufnehmen, um über mögliche Stellenstreichungen oder vorübergehende Freistellungen zu verhandeln. Hintergrund dieser Maßnahme ist der andauernde Arbeitskampf, der Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit Partnerfluggesellschaften haben könnte. Betroffen sind voraussichtlich bis zu 90 Pilotinnen und Piloten. Besonders problematisch ist die mögliche Auflösung eines Wet-Lease-Vertrags mit der Partnergesellschaft Qantas, bei dem zwei Airbus A330 auf internationalen Strecken zwischen Sydney, Bangkok und Singapur mit Finnair-Besatzung eingesetzt werden.
Die A330-Maschinen, die aufgrund ihrer begrenzten Reichweite für Finnairs Asien-Netzwerk kaum mehr einsetzbar sind – vor allem aufgrund der Schließung des russischen Luftraums – haben das Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Aus diesem Grund erwägt Finnair, einige Stellen im Cockpit zu streichen. Ein weiterer Punkt in den laufenden Tarifverhandlungen betrifft die geplante Aufnahme von Stand-by-Diensten als festen Bestandteil in den Arbeitsverträgen. Die Gewerkschaft der finnischen Transportpiloten (SLL) lehnt diese Regelung ab und fordert stattdessen eine freiwillige Lösung. Seit über fünf Monaten laufen bereits die Tarifverhandlungen ohne Einigung.
Finnair sieht sich aufgrund des anhaltenden Konflikts gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, um den stabilen Flugbetrieb zu gewährleisten und mögliche Störungen zu vermeiden. Das Unternehmen reagiert damit auf die Herausforderungen, die sich aus der aktuellen Situation ergeben.