Der Mobilitätsanbieter Flixbus erweitert im laufenden Jahr seine Fernbusverbindungen zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER) drastisch. Durch den Ausbau von Direktverbindungen und die Verdichtung bestehender Taktungen soll das gesamte ostdeutsche Einzugsgebiet sowie Westpolen enger an das Hauptstadt-Drehkreuz angebunden werden.
Die Maßnahmen basieren auf einer im Juni 2025 geschlossenen strategischen Kooperation zwischen der Flixbus Zentraleuropa und der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB). Im Rahmen dieser Zusammenarbeit stellt die Flughafengesellschaft dem Mobilitätsdienstleister anonymisierte Passagierdaten und aktuelle Flugpläne zur Verfügung, um die Busabfahrten präzise auf die Hauptverkehrszeiten der Fluggesellschaften abzustimmen.
Die Neuerungen betreffen sowohl Großstädte als auch ländliche Regionen im Osten der Bundesrepublik. Die Frequenz auf der Strecke von Leipzig zum BER wird von vier auf bis zu neun tägliche Fahrten je Richtung mehr als verdoppelt, wobei die kürzeste Fahrzeit knapp über zwei Stunden beträgt. Chemnitz, Jena und Schwerin erhalten zusätzliche tägliche Anbindungen, während Görlitz und Zittau komplett neu in das Flughafen-Netz aufgenommen werden. Erstmals erhalten zudem Orte im Erzgebirge, darunter Oberwiesenthal und Annaberg-Buchholz, eine tägliche Direktverbindung. Für den Sommerreiseverkehr in den Monaten Juli und August richtet das Unternehmen eine saisonale Linie ein, die den BER direkt mit den Ostseebädern Warnemünde, Bad Doberan und Kühlungsborn verknüpft.
Ein weiterer Schwerpunkt des Ausbaus liegt auf dem polnischen Markt, der für den BER ein wichtiges Passagierpotenzial darstellt. Die Verbindung nach Poznań wird auf bis zu 15 tägliche Fahrten pro Richtung ausgeweitet. Breslau wird bis zu 13-mal und Stettin bis zu 12-mal am Tag direkt angesteuert. Mit diesen Kapazitätserhöhungen festigt der BER seine Position als wichtigster Flughafenstandort im deutschen Liniennetz von Flixbus. In der anstehenden Hochsaison werden täglich bis zu 155 Busse den Flughafen anfahren und damit rund 90 deutsche sowie 60 polnische Städte ohne Umstieg an die Terminals anbinden. Die Fernbushaltestellen befinden sich in unmittelbarer Nähe zu den Abflughallen, um Reisenden kurze Fußwege zu ermöglichen.
Aletta von Massenbach, die Vorsitzende der FBB-Geschäftsführung, verwies auf die Notwendigkeit einer verbesserten Erreichbarkeit des drittgrößten deutschen Flughafens, der aktuell rund 80 Fluggesellschaften und 155 Destinationen weltweit bedient. Daniel Packenius, Geschäftsführer von Flixbus Zentraleuropa, betonte, dass Flughäfen eine Schlüsselrolle in der Wachstumsstrategie des Fernbusunternehmens einnehmen. Die kontinuierliche Verzahnung von Bus- und Luftverkehr spiegelt sich auch auf der digitalen Ebene wider, da Tickets für die Zubringerbusse ab sofort direkt über das offizielle Buchungsportal des Flughafens BER erworben werden können.