Stadler Kiss Triebzug (Rendering: City Airport Train).
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Flottenerneuerung beim City Airport Train: Neue Doppelstockzüge ab 2027

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Der City Airport Train (CAT), die Expressverbindung zwischen dem Flughafen Wien und dem Stadtzentrum, leitet eine umfassende Modernisierung seiner Fahrzeugflotte ein. Ab November 2027 werden auf der Strecke neue, fünfteilige Doppelstockzüge des Typs KISS vom Schweizer Hersteller Stadler zum Einsatz kommen.

Diese speziellen KISS200-Züge sind für hohe Fahrgastkapazitäten ausgelegt und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 200 Kilometern pro Stunde. Das Außendesign, entworfen von der moodley strategy & design group, behält die markentypischen Farben Grün und Anthrazit bei, ergänzt um ein neues Smaragdgrün zur optischen Differenzierung. Die Geschäftsführer Michael Forstner und Christoph Korherr präsentierten bereits erste Entwürfe der neuen Züge, die eine moderne Visitenkarte für ankommende Reisende darstellen sollen.

Zusätzliche Recherchen zur technischen Ausstattung belegen, dass die neuen Einheiten eine signifikante Kapazitätssteigerung gegenüber der aktuellen Flotte ermöglichen. Die Züge verfügen über klimatisierte Großraumwagen mit verbesserter Beinfreiheit und dedizierten Abstellflächen für Reisegepäck, um den Anforderungen des Flughafen-Zubringerverkehrs gerecht zu werden. Ein klares Piktogramm-Leitsystem an der Außenhülle soll die Orientierung am Bahnsteig erleichtern. Zudem sind die Fahrzeuge vollständig PRM-tauglich, was einen barrierefreien Zugang für Personen mit eingeschränkter Mobilität garantiert. Die Beschaffung erfolgt im Rahmen einer größeren Bestellung der ÖBB, die als Miteigentümer des CAT (49,9 Prozent neben 50,1 Prozent der Flughafen Wien AG) Synergieeffekte bei Wartung und Instandhaltung nutzt.

Der Einsatz der Stadler-Züge markiert einen wichtigen Schritt für den Standort Wien, da der CAT mit einer Fahrzeit von 16 Minuten die schnellste Nonstop-Verbindung in die Innenstadt bleibt. Stadler Austria betont in diesem Zusammenhang die Zuverlässigkeit der KISS-Plattform, die bereits bei zahlreichen europäischen Bahngesellschaften im Einsatz ist. Neben dem Fahrkomfort bietet der CAT weiterhin Zusatzleistungen wie den City Check-In am Bahnhof Wien Mitte an, wo Fluggäste ihr Gepäck bereits vor der Bahnfahrt aufgeben können. Diese Dienstleistungen sollen durch die neue Zuggeneration technologisch besser unterstützt werden, etwa durch verbesserte Informationssysteme in Echtzeit während der Fahrt.

Wirtschaftlich gesehen festigt der CAT durch die Investition seine Marktposition gegenüber konkurrierenden Verkehrsmitteln wie der S-Bahn oder privaten Shuttle-Diensten. Trotz der höheren Ticketpreise im Vergleich zum öffentlichen Nahverkehr setzt das Unternehmen auf ein Premium-Segment, das durch die neue Ausstattung weiter aufgewertet wird. Die Produktion der Züge erfolgt unter Einbeziehung regionaler Engineering-Standorte von Stadler, was die technologische Kooperation zwischen der Schweiz und Österreich stärkt. Mit der Inbetriebnahme Ende 2027 wird die bisherige Flotte, die seit vielen Jahren im Einsatz ist, vollständig abgelöst, um den steigenden Passagierzahlen am Flughafen Wien-Schwechat langfristig gerecht zu werden.

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