Die auf das gehobene Reisesegment spezialisierte Fluggesellschaft Beond nimmt ab Ende 2026 neue Direktverbindungen zum Red Sea International Airport in Saudi-Arabien in ihren Flugplan auf. Ab Dezember 2026 plant das Unternehmen drei wöchentliche Flüge von London, Paris, Moskau und Zürich sowie zwei wöchentliche Rotationen ab München.
Zudem wird die im vorherigen Winter bediente Strecke ab Mailand ab Oktober 2026 mit zwei Flügen pro Woche wieder aufgenommen. Mit diesem Schritt vergrößert die Fluggesellschaft ihr Streckennetz in den Nahen Osten und verbindet europäische Städte direkt mit der touristisch erschlossenen Region am Roten Meer.
Für die Durchleitung des Flugbetriebs setzt die Airline auf Flugzeuge des Typs Airbus A319 und A321, die in einer durchgehenden Business-Class-Bestuhlung mit Lie-Flat-Sitzen ausgestattet sind. Das Projekt wird in enger Abstimmung mit staatlichen und halbstaatlichen saudischen Institutionen umgesetzt, darunter das Saudi Air Connectivity Program, die Saudi Tourism Authority und der Entwickler Red Sea Global. Diese Programme unterstützen die Anbindung des Landes an den internationalen Passagierverkehr, um das im Rahmen der Wirtschaftspolitik „Vision 2030“ verankerte Ziel einer Diversifizierung der Einnahmen im Tourismussektor voranzutreiben.
Der Ausbau der Strecken fällt zusammen mit der stufenweisen Fertigstellung umfangreicher Hotel- und Infrastrukturprojekte an der saudischen Westküste. Der Red Sea International Airport, der primär für den Empfang von Urlaubsgästen im Luxussegment konzipiert wurde, dient dabei als zentrales Eingangstor. Durch die Einbindung von Drehkreuzen wie München, Zürich oder London streben die saudischen Entwicklungsgesellschaften eine direkte Ansiedlung kaufkräftiger Zielgruppen an, ohne dass Passagiere auf die Großflughäfen in Riad oder Dschidda umsteigen müssen.
Luftfahrtanalysten bewerten das Geschäftsmodell von Beond, das rein auf exklusive Freizeitverbindungen ausgerichtet ist, jedoch als risikobehaftet. Die Abhängigkeit von Subventionen und staatlicher Anschubfinanzierung durch Programme wie das Saudi Air Connectivity Program deutet darauf hin, dass die Strecken ohne entsprechende Unterstützung wirtschaftlich schwer darstellbar wären. Ob die Auslastung der Maschinen auch außerhalb der Hauptreisesaison stabil bleibt, hängt vom anhaltenden Zustrom internationaler Gäste ab, für den saudische Tourismusprojekte im globalen Wettbewerb stehen.