Drohne (Foto: Flughafen Brüssel).
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Flughäfen fordern besseren Schutz: ADV begrüßt Drohnenabwehrsysteme für Verkehrsflughäfen

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Die Abwehr illegaler Drohnenflüge in sensiblen Lufträumen bildet einen Schwerpunkt der diesjährigen Herbstkonferenz der Innenminister. Der Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) hat die von der Bundesregierung initiierte Beschaffung moderner Detektions- und Abwehrsysteme für zunächst acht deutsche Verkehrsflughäfen ausdrücklich begrüßt. Diese Maßnahme wird als notwendig erachtet, um das wachsende Sicherheitsrisiko durch unkoordinierte Drohnenaktivitäten im Umfeld von Flughäfen zu minimieren.

ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel erklärte, die eingeleitete Beschaffung von leistungsfähigen Systemen sei ein zentraler Schritt zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der Flughäfen. Illegale Drohnenflüge, die von Laien oder aus kriminellen Motiven durchgeführt werden, haben in der Vergangenheit an deutschen Flughäfen bereits wiederholt zu temporären Einschränkungen und Sperrungen des Flugverkehrs geführt. Die potenziellen Kollisionsgefahren und das Risiko, den reibungslosen Ablauf des Luftverkehrs massiv zu stören, erfordern laut Experten eine dringende Reaktion der Behörden.

Die Flughäfen bewerten die Zuständigkeitsfestlegung für die Beschaffung und den Betrieb der neuen Systeme bei der Bundespolizei als ein wichtiges Signal. Flughafenbetreiber, die jeweiligen Landespolizeien sowie die Deutsche Flugsicherung (DFS) haben ihre Bereitschaft signalisiert, die Bundespolizei in ihrem Einsatz zu unterstützen, um ein Höchstmaß an Sicherheit im Luftverkehr zu gewährleisten. Mit den neuen Systemen wird eine frühzeitigere und zuverlässigere Erkennung illegaler Drohnenaktivitäten erwartet. Die Flughäfen erhoffen sich durch ein besseres Lagebild über Art, Häufigkeit und Flugprofile der Drohnen, dass künftige Einschränkungen des Flugbetriebs deutlich reduziert werden können.

Darüber hinaus unterstützt der ADV die aktuellen politischen Abstimmungen zur Einrichtung eines zentralen Drohnenabwehrzentrums. Der Verband betont die Bedeutung klar definierter Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern, die durch jüngste gesetzliche Anpassungen – wie erweiterte Befugnisse der Bundespolizei und die Einsatzmöglichkeiten der Bundeswehr – bereits vorbereitet wurden. Die Schaffung eines gemeinsamen Drohnenabwehrzentrums von Bund und Ländern wird als wichtiger Schritt hin zu einer zentralen, effizienten und einsatzsicheren Koordination in Drohnenlagen gesehen. Dies soll die gesamte Sicherheitsarchitektur stärken und die Sicherheit im deutschen Luftverkehr insgesamt verbessern.

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