Airbus A350 am Flughafen Berlin (Foto: Steffen Lorenz).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Flughafen BER: Betrieb nach Cyberangriff auf Dienstleister weiterhin im Ausnahmezustand

Werbung

Der Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) arbeitet nach dem Cyberangriff auf seinen Systempartner Collins Aerospace weiterhin im Ausnahmebetrieb. Die Attacke auf die IT-Infrastruktur des Dienstleisters, welcher essenzielle Systeme für die Passagier- und Gepäckabfertigung bereitstellt, beeinträchtigt seit rund zwei Wochen auch andere europäische Flughäfen wie Brüssel, Dublin und London Heathrow. Die Störung hatte die elektronischen Prozesse an den Schaltern und Gates am BER lahmgelegt und erforderte eine manuelle Abfertigung der Reisenden, zeitweise mittels Papierlisten und Bleistift.

Trotz der massiven Einschränkungen ist es dank des außerordentlichen Einsatzes der Mitarbeiter des Flughafens, der Bodenverkehrsdienstleister und der Fluggesellschaften gelungen, den Flugbetrieb weitestgehend aufrechtzuerhalten. Nahezu alle geplanten Flüge finden statt. Dennoch müssen Reisende auch über das Feiertagswochenende hinaus mit längeren Wartezeiten beim Check-in, beim Boarding und bei der Gepäckausgabe rechnen. Die Prozesse haben sich zwar im Ausnahmemodus eingespielt, doch die vollständige Rückkehr zum Normalbetrieb steht noch aus.

Das Ziel des Dienstleisters Collins Aerospace ist die Wiederherstellung des zentralen Abfertigungssystems bis zum Sonntag, dem 5. Oktober. Im Anschluß daran sind umfangreiche Sicherheitstests durch die IT-Abteilung der Flughafengesellschaft vorgesehen. Die schrittweise Wiederanbindung der Fluggesellschaften an das System wird dann ab Montag erfolgen. Nach einem abgestimmten Plan sollen die Schalter und Boarding-Gates sukzessive und systematisch wieder auf die reguläre IT umgeschaltet werden. Die Hoffnung ist, daß ab diesem Zeitpunkt der Normalbetrieb wieder einkehrt. Auch die Problematik des zurückgebliebenen Gepäcks, das durch den Cyberangriff liegengeblieben ist, wird weiter bearbeitet. Die Fluggesellschaften und ihre Bodenverkehrsdienstleister arbeiten mit Hochdruck daran, die Koffer schnellstmöglich abzubauen und nachzusenden. Reisende werden darauf hingewiesen, nicht angekommenes Gepäck sofort bei der Gepäckermittlung am Zielort zu melden. Für Auskünfte zum Verbleib der aufgegebenen Reisegepäckstücke sind ausschließlich die Fluggesellschaften als Vertragspartner der Passagiere zuständig.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung