Die Betreibergesellschaft des Hauptstadtflughafens BER hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt und verzeichnet eine weitere wirtschaftliche Konsolidierung. Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) konnte das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 203,9 Millionen Euro beziffern, womit erneut ein positiver operativer Gewinn erwirtschaftet wurde.
Trotz des anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfelds im europäischen Luftverkehrssektor sank der Konzernjahresfehlbetrag im Vergleich zum Vorjahr um 48,3 Millionen Euro und beläuft sich nun auf 86,1 Millionen Euro. Dieser Rückgang fiel deutlicher aus als in den ursprünglichen Wirtschaftsplänen der Flughafengesellschaft prognostiziert worden war.
Das verbesserte Finanzergebnis spiegelt sich auch in den gestiegenen Verkehrszahlen des vergangenen Jahres wider. Insgesamt nutzten 26,1 Millionen Fluggäste den Flughafen Berlin Brandenburg als Start-, Ziel- oder Umsteige-Airport, was einem Zuwachs von 2,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024 entspricht. Parallel dazu stieg die Zahl der Flugbewegungen leicht um 0,7 Prozent auf gut 193.000 Starts und Landungen an. Durch das gestiegene Passagieraufkommen und verbesserte Einnahmen im Non-Aviation-Bereich erhöhten sich die Gesamterlöse der Betreibergesellschaft von 645,7 Millionen Euro im Vorjahr auf nunmehr 666,5 Millionen Euro im Berichtszeitraum.
Ein zentraler Meilenstein des Geschäftsberichts betrifft die Neustrukturierung der Verbindlichkeiten. Im November 2025 gelang der Flughafengesellschaft die erfolgreiche Platzierung eines Refinanzierungspakets am Kapitalmarkt für Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Im Februar 2026 folgte zudem die letzte vereinbarte Kapitalzuführung der drei öffentlich-rechtlichen Gesellschafter – Berlin, Brandenburg und der Bund – in Höhe von 500 Millionen Euro, die primär für die Tilgung von Altkrediten aus der langjährigen Bauphase des Flughafens genutzt wurde. Da die ursprünglich zugesicherte Gesellschafterunterstützung von bis zu 660 Millionen Euro nicht vollständig ausgeschöpft werden musste, agiert die FBB ab sofort finanziell eigenständig und benötigt keine staatlichen Ausfallbürgschaften mehr.
Aletta von Massenbach, die Vorsitzende der FBB-Geschäftsführung, führte die Stabilisierung auf die strikte Umsetzung des im Jahr 2021 beschlossenen Teilentschuldungsplans zurück. Durch die finanzielle Sanierung und das Erreichen der Kapitalmarktfähigkeit ist die Flughafengesellschaft nun in der Lage, anstehende Investitionen in die Modernisierung der Abfertigungsgebäude und der Sicherheitsinfrastruktur ohne staatliche Zuschüsse zu finanzieren. Dennoch bleibt die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts im internationalen Vergleich fordernd, da die Erholung des Luftverkehrs am Standort Berlin-Brandenburg aufgrund des veränderten Buchungsverhaltens im Geschäftsreiseverkehr und gestiegener Standortkosten langsamer voranschreitet als an anderen europäischen Drehkreuzen.