Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) rechnet für die anstehenden Herbstferien in Berlin und Brandenburg vom 16. Oktober bis zum 1. November 2026 mit rund 1,4 Millionen Fluggästen.
Das prognostizierte Verkehrsvolumen entspricht exakt dem Niveau der Vorjahresperiode. Für das erste Ferienwochenende kalkuliert die Betreibergesellschaft mit rund 280.000 Passagieren, wobei Freitag, der 16. Oktober 2026, mit geschätzten 100.000 Fluggästen als verkehrsreichster Reisetag der Ferienperiode erwartet wird.
Das Streckennetz umfasst in den Herbstferien 139 Reiseziele in 54 Ländern, wobei die Nachfrage im Urlaubssegment von Warmwasserzielen am Mittelmeer angeführt wird. Zu den meistgefragten Destinationen zählen Antalya an der türkischen Riviera sowie die spanische Baleareninsel Mallorca. Um die Passagierabfertigung an den Terminals 1 und 2 zu unterstützen, setzt der Flughafen auf automatisierte Prozesse wie mehr als 120 Self-Service-Automaten für die eigenständige Gepäckaufgabe sowie den Einsatz moderner CT-Scanner an ausgewählten Sicherheitskontrollspuren.
Zusätzliche betriebliche Anforderungen ergeben sich im internationalen Flugverkehr durch die Einführung des Europäischen Ein- und Ausreisesystems EES (Entry/Exit System). Die Flughafengesellschaft weist darauf hin, dass die verfahrenstechnische Erfassung biometrischer Daten von Drittstaatsangehörigen an den Grenzkontrollstellen zu zeitlichen Verzögerungen führen kann. Zur Entlastung der Kontrollstellen stehen vor Ort Vorregistrierungsautomaten bereit, jedoch raten Grenzschutzbehörden und Flughafenbetreiber Passagieren mit Zielen außerhalb des Schengen-Raums zur Einplanung zusätzlicher Zeitpuffer.
Die Entwicklung des Verkehrsaufkommens zeigt eine anhaltende Konsolidierung der Passagiernachfrage in der Hauptstadtregion nach dem spürbaren Kapazitätsrückbau einzelner Fluggesellschaften in den vergangenen Jahren. Während die Auslastung auf den etablierten Urlaubsrouten hoch bleibt, stellen veränderte Einreiseverfahren der Europäischen Union und punktuelle Stauungen an den Ausweisfragen die operative Abfertigungsinfrastruktur der Grenzbehörden vor fortlaufende organisatorische Herausforderungen.