Der Flughafen Brüssel kündigte umfangreiche Investitionen in seine Infrastruktur an, die bis spätestens 2032 abgeschlossen sein sollen. Das Großprojekt umfasst den Bau eines neuen intermodalen Knotenpunkts, die Erweiterung der Abflug- und Ankunftshalle, ein neues Hotel, eine neue Drop-off-Zone sowie einen grünen Boulevard mit Parkanlagen. Diese größte Investition seit den 1990er Jahren soll den Flughafen für zukünftiges Passagierwachstum rüsten und das Reiseerlebnis verbessern.
Im Zentrum der Modernisierungspläne steht die Stärkung des Flughafens als multimodaler Verkehrsknotenpunkt. Geplant sind verbesserte Anbindungen für Bahn, Bus und die zukünftige Flughafen-Straßenbahnlinie. Auch die Fahrradinfrastruktur soll weiter ausgebaut werden. Eine neue Bahnhofsverbindung, ein modernisierter Busbahnhof, ein neu gestalteter Taxibereich und ein neuer Bahnsteig für Überlandbusse sind vorgesehen, um die Verbindungen zwischen den verschiedenen Ebenen und Transportmöglichkeiten zu optimieren.
Die Erweiterung der Abflug- und Ankunftshalle soll mehr Platz für Passagierströme, Check-in-Bereiche und Reisende mit eingeschränkter Mobilität schaffen. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, wird zudem ein neues Vier-Sterne-Hotel mit über 300 Zimmern errichtet, das das bestehende Sheraton-Hotel ergänzt.
Bundesmobilitätsminister Jean-Luc Crucke lobte die Pläne als vorausschauend und betonte die Bedeutung eines intermodalen Mobilitätsknotenpunkts. Der flämische Vizeministerpräsident Ben Weyts hob die positiven Auswirkungen der Investitionen auf die regionale Wirtschaft und die Lebensqualität hervor. Die Bauarbeiten sollen frühestens Ende 2026 beginnen, die neue Drop-off-Zone soll bereits Ende 2026 fertiggestellt sein.
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