April 22, 2025

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April 22, 2025

Premierminister von Mauritius: „Diebstahl“ bei Air Mauritius nach Flugzeugverkäufen

Der Premierminister von Mauritius, Navin Ramgoolam, hat schwere Vorwürfe gegen Verantwortliche im Zusammenhang mit Flugzeugverkäufen der nationalen Fluggesellschaft Air Mauritius erhoben. In einer Erklärung vor der Nationalversammlung am 15. April sprach Ramgoolam von „Diebstahl“ von Geldern der Fluggesellschaft. Zwischen 2017 und 2021 erlitt Air Mauritius durch diese Verkäufe Verluste in Höhe von 1,22 Milliarden Mauritischen Rupien, was etwa 27 Millionen US-Dollar entspricht. Ramgoolam versprach eine umfassende Untersuchung der Vorgänge und die strafrechtliche Verfolgung der Schuldigen. Der Premierminister reagierte auf eine Anfrage bezüglich der Verluste aus Flugzeugverkäufen und Kapitalzuführungen an Air Mauritius im Zeitraum von Dezember 2014 bis Dezember 2024. Laut Berichten der mauritischen Tageszeitung L’Express gab Ramgoolam an, dass Air Mauritius in den Jahren 2013 und 2014 noch einen Gewinn von 359,2 Millionen MUR erwirtschaftet hatte, jedoch zwischen 2015 und 2024 kumulierte Verluste von 7,72 Milliarden MUR hinnehmen musste. Diese Verluste seien maßgeblich auf mehrere Flugzeugverkäufe zurückzuführen. Im Detail nannte Ramgoolam den Verkauf eines Airbus A340-300 im Rahmen eines Leaseback-Deals in den Jahren 2017/18, der einen Verlust von 107,8 Millionen MUR verursachte. Während der Insolvenzverwaltung von Air Mauritius in den Jahren 2021/22 wurden zwei Airbus A319-100 und ein Airbus A330-200 mit Verlusten von 338,1 Millionen MUR beziehungsweise 637 Millionen MUR verkauft. Zudem wurden zwei weitere Airbus A340-300 demontiert und als Ersatzteile an ein privates Unternehmen veräußert, was einen Verlust von 137,2 Millionen MUR zur Folge hatte. Weiterhin thematisierte Ramgoolam die Rolle der staatlichen Holdinggesellschaft Airport Holdings Ltd (AHL), über die Air Mauritius indirekt Kapital in Höhe von 12 Milliarden MUR

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Finanzkrise bedroht bosnischen Luftraum nach Schiedsurteil

Die bosnisch-herzegowinische Flugsicherungsbehörde (BHANSA) befindet sich in einer akuten Finanzkrise, die weitreichende Folgen für die Kontrolle des eigenen Luftraums haben könnte. Auslöser ist ein Schiedsurteil zugunsten des slowenischen Unternehmens Viadukt, das Bosnien und Herzegowina wegen der einseitigen Kündigung eines Konzessionsvertrags für ein Wasserkraftwerksprojekt verklagt hatte. Edin Forto, der Minister für Kommunikation und Verkehr, warnte eindrücklich vor den möglichen Konsequenzen. Laut Forto droht Bosnien und Herzegowina der Verlust von Überflugrechten und den damit verbundenen Einnahmen. Noch gravierender sei das Risiko, die Kontrolle über den eigenen Luftraum zu verlieren. Sollte diese Kontrolle an andere Länder übergehen, könnte es Jahre dauern, sie zurückzugewinnen, wenn dies überhaupt möglich sei. Diese Aussage unterstreicht die strategische Bedeutung einer nationalen Flugsicherungsbehörde für die Souveränität eines Staates. Um die unmittelbare Krise abzuwenden, wurde ein Vorschlag für eine vorübergehende Finanzierung von BHANSA erarbeitet, der auf der kommenden Sitzung des Ministerrats am Dienstag diskutiert werden soll. Minister Forto äußerte die Hoffnung, dass „der gesunde Menschenverstand siegen“ und der Vorschlag angenommen werde. Er zeigte sich zuversichtlich, dass genügend Mittel im Staatshaushalt vorhanden sein sollten, um zumindest diese akute Notlage zu beheben, während gleichzeitig an einer langfristigen Lösung gearbeitet wird. Die Situation verdeutlicht die finanziellen Belastungen, die durch internationale Schiedsverfahren entstehen können und die Notwendigkeit einer sorgfältigen Prüfung von Verträgen und deren Kündigungen.

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Italienische Staatsbahn plant Herausforderung für Eurostar auf der Strecke London–Paris

Die italienische Staatsbahn FS Group plant, dem Eurostar auf der wichtigen Schnellzugverbindung zwischen London und Paris Konkurrenz zu machen. Spätestens im Jahr 2029 sollen Züge, die den in Italien bekannten „Frecciarossa“-Zügen ähneln, durch den Eurotunnel rollen. Ziel des Unternehmens ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn auf dieser Strecke zu erhöhen. Für das ambitionierte Projekt ist eine Investition von einer Milliarde Euro vorgesehen, für die eine Absichtserklärung mit dem spanischen Mobilitätsentwickler Evolyn unterzeichnet wurde. Die Möglichkeit für einen neuen Betreiber im Eurotunnelverkehr ergibt sich laut FS Group durch die Zustimmung der britischen Verkehrsaufsichtsbehörde Office of Rail and Road zum Zugang zum Eurostar-Wartungsdepot Temple Mills. Während erforderliche Lizenzen und Genehmigungen in Frankreich bereits vorliegen, arbeitet die FS Group nun an der Regelung aller weiteren regulatorischen und betrieblichen Aspekte. Der offizielle Betriebsstart hängt neben technischen Genehmigungen auch von der Fertigstellung der notwendigen Infrastruktur ab. Die FS Group ist bereits seit längerem im französischen Bahnverkehr aktiv mit der Frecciarossa-Verbindung zwischen Mailand und Paris, zu der am 15. Juni 2025 die Strecke Paris–Marseille hinzukommen soll. Auch in Großbritannien ist das Unternehmen mit Trenitalia UK vertreten. Neben der geplanten Verbindung London–Paris prüft die FS Group nach eigenen Angaben weitere Ausbaumöglichkeiten für das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz. Unterdessen vermeldet der bisherige Platzhirsch Eurostar für das vergangene Jahr ein Rekordwachstum mit 19,5 Millionen Fahrgästen, ein Plus von fünf Prozent gegenüber 2023. Besonders die Verbindungen nach Paris und London erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Ankündigung der italienischen Staatsbahn könnte somit in den kommenden Jahren zu einem verstärkten Wettbewerb und möglicherweise auch

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Southwest Airlines: Boeing 737 kehrt nach Triebwerksbrand sicher zum Flughafen zurück

Am 17. April 2025 war ein Southwest Airlines-Flug von Houston Hobby Airport (HOU) zum Los Cabos International Airport (SJD) in Mexiko von einem Vorfall betroffen. Nur Minuten nach dem Start musste das Flugzeug aufgrund eines Brandes in einem der Triebwerke umkehren und sicher zu seinem Ausgangspunkt zurückkehren. Glücklicherweise landete die Maschine ohne Zwischenfälle, und es wurden keine Verletzungen bei den 134 Passagieren gemeldet. Der Flug WN 3006 war eine geplante Verbindung zwischen Houston und Los Cabos, die täglich durchgeführt wird. Die Strecke dauert normalerweise etwa zweieinhalb Stunden, doch bereits kurz nach dem Start, als das Flugzeug eine Höhe von weniger als 3.000 Fuß erreicht hatte, zeigte sich ein Problem mit einem der Triebwerke. Es stellte sich heraus, dass ein Triebwerk des Boeing 737-700-Modells Feuer gefangen hatte. Die Fluggesellschaft und die zuständigen Behörden gaben an, dass das Flugzeug aufgrund der schnellen Reaktion der Besatzung sicher umkehren konnte. Das Flugzeug landete um etwa 11:30 Uhr wieder sicher auf der Start- und Landebahn in Houston. Die Flughafenfeuerwehr reagierte schnell und löschte nicht nur den Brand im Triebwerk, sondern auch ein kleines Grasfeuer, das durch den Vorfall in der Nähe der Landebahn ausgelöst worden war. Die Passagiere verließen das Flugzeug nach der Landung auf der Taxiway, was den normalen Betrieb nicht wesentlich beeinträchtigte. Southwest Airlines äußerte sich in einer offiziellen Stellungnahme zu dem Vorfall und hob besonders die Professionalität der Crew hervor. „Wir schätzen die Professionalität unserer Flugzeugbesatzung in dieser Situation“, erklärte die Fluggesellschaft. „Nichts ist wichtiger für Southwest als die Sicherheit unserer Kunden

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Warnung vor gefälschten Webseiten zur britischen Einreisegenehmigung ETA

Seit dem 2. April 2025 benötigen die meisten EU-Staatsbürger für die Einreise in das Vereinigte Königreich eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA). Im Zusammenhang mit der Beantragung dieser Genehmigung warnen Behörden vor betrügerischen Webseiten, die der offiziellen Seite der britischen Regierung täuschend ähnlich sehen. Diese gefälschten Portale versuchen, persönliche Daten abzugreifen und deutlich höhere Gebühren als die offiziellen 16 Britischen Pfund (etwa 18 Euro) von den Konten der Antragsteller abzubuchen. Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen beispielsweise warnt vor einer Vielzahl von Anbietern, die im Internet Dienstleistungen zur Beantragung der ETA anbieten und in den Suchmaschinenergebnissen oft prominent platziert sind. Für diese vermeintliche Hilfe wird häufig ein Vielfaches des eigentlichen Preises verlangt, wobei die tatsächlichen Kosten für die Antragsteller nicht immer transparent dargestellt werden. Die Polizei hat bereits Anzeigen aufgenommen, in denen Geschädigte von Abbuchungen bis zu 200 Euro für eine einzige Einreisegenehmigung berichten. Die Polizei rät dringend, für die Beantragung der ETA ausschließlich die zwei offiziellen Kanäle zu nutzen. Dies ist zum einen das offizielle Portal der britischen Regierung und zum anderen die offizielle „UK ETA“-App, die in den App Stores von Apple und Google erhältlich ist. Diese beiden Wege gewährleisten, dass die Antragsteller die korrekte Gebühr bezahlen und ihre persönlichen Daten sicher übermitteln. Personen, die den Verdacht haben, auf eine betrügerische Webseite hereingefallen zu sein, sollten sich umgehend bei der Polizei melden und Anzeige erstatten. Dies kann helfen, weitere Betrugsfälle zu verhindern und die Täter zu verfolgen. Die britische Regierung hat ihrerseits Informationen und Warnhinweise bezüglich betrügerischer ETA-Webseiten veröffentlicht, um Reisende zu sensibilisieren.

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Easyjet nimmt neue Verbindung von Berlin nach Sevilla auf

Die Billigfluggesellschaft Easyjet erweitert ihr Angebot ab Berlin-Brandenburg (BER) um eine weitere Spanien-Strecke. Wie die Airline bekannt gab, wird ab dem 27. Oktober 2025 eine neue Direktverbindung zwischen der deutschen Hauptstadt und Sevilla in Andalusien aufgenommen. Die Strecke soll zweimal wöchentlich bedient werden, jeweils montags und freitags, und ist Teil des Winterflugplans 2025/26. Mit der Aufnahme von Sevilla erhöht sich die Zahl der von Easyjet ab Berlin angeflogenen spanischen Destinationen auf zehn. Bereits im Angebot des Billigfliegers ab dem Hauptstadtflughafen sind beliebte Ziele wie Mallorca sowie die spanischen Städte Barcelona und Malaga. Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens, ist bekannt für ihr historisches Stadtbild, maurische Einflüsse und kulturelle Attraktionen wie den Alcázar-Palast und die Kathedrale von Sevilla. Die neue Verbindung nach Sevilla unterstreicht die Bedeutung des Flughafens Berlin-Brandenburg für Easyjet und die wachsende Nachfrage nach Direktflügen zwischen Deutschland und Spanien. Easyjet betont, die einzige Fluggesellschaft zu sein, die eine Nonstop-Verbindung zwischen Berlin und Sevilla anbietet, was die Attraktivität der neuen Strecke für Reisende weiter steigern dürfte. Die Flüge für die neue Strecke sind ab sofort buchbar. Die Aufnahme von Sevilla in den Winterflugplan bietet Reisenden ab Berlin eine weitere attraktive Option für Städtereisen oder längere Aufenthalte in Südspanien während der kühleren Jahreszeit.

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Marabu Airlines setzt auf Wachstum: Ausbau der Flotte und Partnerschaften im Sommer 2025

Die estnische Ferienfluggesellschaft Marabu, eine Schwesterfirma der deutschen Condor, plant für die Sommersaison 2025 eine signifikante Erweiterung ihrer Flotte. Durch die Anmietung von zwei Airbus A320 von Bul Air sowie weiteren Flugzeugen von Partnergesellschaften soll das Streckennetz ausgebaut und die Marktposition in Deutschland, Österreich und der Schweiz gestärkt werden. Marabu wird im Sommer 2025 zwei Airbus A320 von der bulgarischen Charterfluggesellschaft Bul Air im sogenannten Damp-Lease-Verfahren einsetzen. Diese Flugzeuge werden in Iraklio (Kreta) und Palma de Mallorca stationiert sein und Verbindungen zu deutschen Flughäfen wie Hamburg, Leipzig/Halle, Friedrichshafen und Münster/Osnabrück bedienen. Zusätzlich werden von Palma aus Flüge nach Köln/Bonn, Dortmund, Münster/Osnabrück und Friedrichshafen angeboten. Bereits in der Sommersaison 2024 hatte Marabu ein Flugzeug von Bul Air angemietet. Die positive Erfahrung aus dieser Zusammenarbeit hat zur Entscheidung geführt, die Kooperation im Jahr 2025 auszuweiten. Neben Bul Air arbeitet Marabu auch mit anderen Partnern wie European Air Charter und KlasJet zusammen, um zusätzliche Kapazitäten bereitzustellen. Ausbau der eigenen Flotte bis 2026 Marabu verfolgt das Ziel, die eigene Flotte bis zum Jahr 2026 auf insgesamt 15 Airbus A320neo zu erweitern. Aktuell betreibt die Fluggesellschaft acht dieser Flugzeuge. Der Ausbau erfolgt schrittweise, wobei jährlich vier bis fünf neue Maschinen in die Flotte aufgenommen werden sollen. Diese Strategie ermöglicht es Marabu, flexibel auf saisonale Nachfrageschwankungen zu reagieren und gleichzeitig die Betriebskosten zu optimieren. Die A320neo-Flugzeuge zeichnen sich durch ihre Effizienz und Reichweite aus, was sie besonders für den Einsatz auf Kurz- und Mittelstrecken prädestiniert. Mit der Erweiterung der Flotte will Marabu ihre Präsenz auf dem

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OGH: Fehlender Helm kann E-Bike-Fahrern bei Unfall Mitverschulden anlasten

Der österreichische Oberste Gerichtshof (OGH) hat eine bedeutende Entscheidung zum Thema Verkehrssicherheit veröffentlicht. Demnach müssen sich E-Bike-Fahrer, die bei einem unverschuldeten Unfall eine Kopfverletzung erleiden und keinen Helm trugen, diesen Umstand künftig als Mitverschulden anrechnen lassen. Dies bedeutet, dass das Schmerzensgeld, das sie vom Unfallgegner oder dessen Haftpflichtversicherung erhalten, entsprechend reduziert werden kann. Martin Hoffer, Leiter der ÖAMTC Rechtsdienste, äußerte sich zu dieser Entscheidung und wies darauf hin, dass der OGH bereits in ähnlichen Fällen bei Rennrad- oder Motorradfahrern ohne Schutzkleidung entsprechend geurteilt habe. Auch dort wurde das Fehlen oder mangelhafte Vorhandensein von Schutzausrüstung als schadensmindernd bewertet. Obwohl in Österreich keine generelle Helmpflicht für E-Bike-Nutzer besteht, müssen diese nun im Falle eines Unfalls mit Kopfverletzungen ohne Helm mit finanziellen Konsequenzen rechnen. Der ÖAMTC rät daher dringend, bei jeder Fahrt mit einem E-Bike einen Helm zu tragen. Zudem wird erwartet, dass eine ähnliche Rechtsprechung in absehbarer Zeit auch für Nutzer von Elektroscootern erfolgen könnte. Der OGH stuft das Tragen eines Helms beim E-Bike-Fahren als eine sogenannte Obliegenheit ein, einen Sorgfaltsmaßstab, den durchschnittliche Verkehrsteilnehmer bei der Nutzung solcher Fahrzeuge beachten sollten. Während bei Verkehrskontrollen keine Strafen für das Nichttragen eines Helms drohen, liegt es im eigenen Interesse, auf angemessene Schutzmaßnahmen zu achten. Dazu gehören neben dem Helm auch gut sichtbare Kleidung, Reflektoren und eine funktionierende Beleuchtung, bei deren Fehlen weiterhin Verwaltungsstrafen drohen.

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Flughafen Brüssel plant umfassende Modernisierung bis 2032

Der Flughafen Brüssel kündigte umfangreiche Investitionen in seine Infrastruktur an, die bis spätestens 2032 abgeschlossen sein sollen. Das Großprojekt umfasst den Bau eines neuen intermodalen Knotenpunkts, die Erweiterung der Abflug- und Ankunftshalle, ein neues Hotel, eine neue Drop-off-Zone sowie einen grünen Boulevard mit Parkanlagen. Diese größte Investition seit den 1990er Jahren soll den Flughafen für zukünftiges Passagierwachstum rüsten und das Reiseerlebnis verbessern. Im Zentrum der Modernisierungspläne steht die Stärkung des Flughafens als multimodaler Verkehrsknotenpunkt. Geplant sind verbesserte Anbindungen für Bahn, Bus und die zukünftige Flughafen-Straßenbahnlinie. Auch die Fahrradinfrastruktur soll weiter ausgebaut werden. Eine neue Bahnhofsverbindung, ein modernisierter Busbahnhof, ein neu gestalteter Taxibereich und ein neuer Bahnsteig für Überlandbusse sind vorgesehen, um die Verbindungen zwischen den verschiedenen Ebenen und Transportmöglichkeiten zu optimieren. Die Erweiterung der Abflug- und Ankunftshalle soll mehr Platz für Passagierströme, Check-in-Bereiche und Reisende mit eingeschränkter Mobilität schaffen. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, wird zudem ein neues Vier-Sterne-Hotel mit über 300 Zimmern errichtet, das das bestehende Sheraton-Hotel ergänzt. Bundesmobilitätsminister Jean-Luc Crucke lobte die Pläne als vorausschauend und betonte die Bedeutung eines intermodalen Mobilitätsknotenpunkts. Der flämische Vizeministerpräsident Ben Weyts hob die positiven Auswirkungen der Investitionen auf die regionale Wirtschaft und die Lebensqualität hervor. Die Bauarbeiten sollen frühestens Ende 2026 beginnen, die neue Drop-off-Zone soll bereits Ende 2026 fertiggestellt sein.

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Spirit Airlines nach der Restrukturierung: Neuer Kurs unter neuer Führung

Die US-amerikanische Billigfluggesellschaft Spirit Airlines befindet sich im Wandel. Nach erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die in ein Verfahren nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts mündeten, hat das Unternehmen nun mit Dave Davis einen neuen Präsidenten und Geschäftsführer benannt. Der bisherige Vorstand von Sun Country Airlines übernimmt die Führung in einer Phase, die für die Zukunft von Spirit Airlines entscheidend ist. Die Ernennung soll den Neuanfang symbolisieren, nachdem die Fluglinie im März 2025 aus dem Insolvenzschutz hervorging und eine umfassende strategische Neuausrichtung ankündigte. Ein tiefgreifender Einschnitt in der Geschichte von Spirit Airlines Spirit Airlines war in den letzten Jahren massiv unter Druck geraten. Steigende Betriebskosten, starker Wettbewerb im Segment der Niedrigpreisfluggesellschaften sowie gescheiterte Übernahmegespräche mit JetBlue Airways und Frontier Airlines hatten die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft erheblich belastet. Als sich abzeichnete, daß eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebes unter normalen Bedingungen nicht möglich sei, stellte das Unternehmen im November 2024 einen Antrag auf Gläubigerschutz gemäß Chapter 11. Dieser Schritt war nicht nur eine juristische Maßnahme, sondern auch ein Symbol für die Grenzen des bisherigen Geschäftsmodells. Die Fluggesellschaft hatte über Jahre hinweg auf ein besonders kostengünstiges Angebot gesetzt, war jedoch zunehmend durch niedrige Margen, technische Probleme mit der A320-Flotte und Kundenzufriedenheit unter Druck geraten. Erfolgreiche Restrukturierung und Kapitalzufuhr Nach mehreren Monaten intensiver Verhandlungen mit Investoren, Gläubigern und Aufsichtsbehörden wurde im März 2025 ein Restrukturierungsplan durch ein US-Gericht genehmigt. Dabei wurden Schulden in Höhe von rund 795 Millionen US-Dollar in Eigenkapital umgewandelt. Zudem flossen im Rahmen einer Eigenkapitalinvestition 350 Millionen US-Dollar in das Unternehmen. Dies ermöglichte Spirit

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