Im Jahr 2024 konnte der Flughafen Brüssel eine deutliche Steigerung des Passagieraufkommens verzeichnen. Mit insgesamt 23,6 Millionen Reisenden wurde ein Zuwachs von 6,4 % im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Das positive Wachstum spiegelt sich insbesondere im Freizeitsegment wider, das vor allem durch Urlaubsreisen und Besuche bei Familie und Freunden angetrieben wurde. Neben einem Anstieg des Passagieraufkommens konnte der Flughafen auch seine Netzwerke erweitern. Zehn neue Ziele und fünf neue Fluggesellschaften bereichern nun das Angebot.
Für die Passagiere gab es besonders im Bereich der Langstreckenflüge eine Erweiterung der Verbindungen. Brussels Airlines nahm eine neue Route nach Nairobi auf, während Thai Airways und Singapore Airlines ihre Verbindungen nach Bangkok und Singapur wiederaufnahmen. Zudem wurden mit Hainan Airlines und Juneyao Air zwei tägliche Direktflüge nach Shanghai eingerichtet. Auch im Kurzstreckenbereich kamen neue Ziele wie Krakau, Bergen und Tromsø hinzu. Besonders bemerkenswert war die Zunahme der Transferpassagiere, die insgesamt 14 % der abfliegenden Passagiere ausmachten.
Im Frachtbereich konnte ebenfalls ein Wachstum von 5 % erzielt werden, wobei das Frachtaufkommen auf insgesamt 733.000 Tonnen anstieg. Besonders die Nachfrage nach Belly Cargo, also Fracht in den Frachträumen von Passagierflugzeugen, zeigte eine starke Zunahme von 23 %. Der Flughafen begrüßte zudem vier neue Frachtfluggesellschaften, darunter LATAM Cargo und Virgin Atlantic. In den letzten Monaten des Jahres, insbesondere im Dezember, stieg das Frachtvolumen erheblich, mit einem Anstieg von 38 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Die Anzahl der Flugbewegungen stieg 2024 um 3 % auf insgesamt 198.617, wobei die Zahl der Passagierflüge um 4 % zulegte. Besonders hervorzuheben ist, dass die durchschnittliche Zahl der Passagiere pro Flug mit 144 auf einen neuen Rekordwert anstieg, was die höhere Auslastung und den Einsatz größerer Flugzeuge widerspiegelt. Der Flughafen setzte sich weiterhin aktiv für eine Verringerung der Nachtflüge ohne genehmigte Nachtslots ein, wodurch die Zahl dieser Flüge im Vergleich zu 2022 um 28 % gesenkt werden konnte.