Flughafen Brüssel (Foto: Brussels Airport / Tom Dhaenens).
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Flughafen Brüssel verzeichnet Passagierplus bei zeitgleichem Rückgang im Frachtgeschäft im Juli 2026

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Der Flughafen Brüssel verzeichnete im Juli 2026 ein Fluggastaufkommen von knapp 2,6 Millionen Passagieren, was einem Zuwachs von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Dies stellt das höchste monatliche Passagierergebnis an dem belgischen Drehkreuz seit dem Jahr 2019 dar.

Das Passagierwachstum wurde maßgeblich durch den Beginn der Sommerferien sowie Großveranstaltungen wie das Tomorrowland-Festival und das Formel-1-Rennen in Spa-Francorchamps getrieben. Am verkehrsreichsten Tag des Monats, dem 20. Juli, wurden über 92.000 Reisende abgefertigt. Der Anteil der Umsteigepassagiere lag im Juli bei 11 Prozent, was für die Hauptreisezeit typisch ist, da der Anteil an Freizeitreisenden dominiert. Zu den am stärksten nachgefragten Reisezielen gehörten Spanien, Italien, Griechenland, die Türkei und Marokko.

Gleichzeitig verzeichnete das Frachtgeschäft am Flughafen Brüssel im Juli 2026 einen Rückgang. Das Gesamtvolumen sank um 3,2 Prozent auf rund 66.600 Tonnen. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung war ein Einbruch beim getruckten Ersatzverkehr um 15,2 Prozent sowie ein Rückgang bei den Expressdiensten um 12,4 Prozent. Demgegenüber steht ein Anstieg bei den Vollfrachtchartern um 6,6 Prozent und bei der Beiladefracht in Passagierflugzeugen um 11,4 Prozent. Die wichtigsten Transportrouten im Import- und Exportbereich verblieben die Verbindungen nach Asien, Lateinamerika und Nordamerika.

Die Gesamtzahl der kommerziellen Flugbewegungen stieg moderat um 1,1 Prozent. Während die Passagierflüge um 2,5 Prozent zulegten, schrumpfte die Anzahl der reinen Frachtflüge um 6,9 Prozent. Die durchschnittliche Auslastung pro Passagierflug lag bei 152 Personen und bewegte sich damit auf dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Aufstockung des Flugangebots durch die Stationierung eines vierten Flugzeugs der Low-Cost-Airline Transavia glich dabei Ausfälle auf anderen Strecken aus. Insbesondere der Nahost-Konflikt führte weiterhin zu Einschränkungen im Flugplan, da Verbindungen nach Tel Aviv und in angrenzende Regionen ausgesetzt blieben.

Luftfahrtanalysten werten die Zahlen als Beleg für eine veränderte Marktdynamik am Standort Brüssel. Während die Nachfrage im Ferientourismus trotz gestiegener Ticketpreise stabil bleibt, zeigt die Entwicklung im Frachtsektor die anhaltende Unsicherheit in den globalen Lieferketten. Das verlangsamte Wachstum bei den Frachtflügen verdeutlicht zudem den harten Wettbewerb mit den umliegenden Frachtdrehkreuzen wie Lüttich, Frankfurt oder Amsterdam, die um Marktanteile im europäischen Luftfrachtverkehr konkurrieren.

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