Runway des Dortmunder Flughafens (Foto: Dortmund Airport / Aerowest GmbH).
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Flughafen Dortmund berät über CT-Scanner und Standortkosten

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Der Aufsichtsrat der Flughafen Dortmund GmbH ist am 10. September 2026 zu seiner dritten Sitzung des Jahres zusammengekommen. Trotz einer Abwärtskorrektur der bundesweiten Passagierprognose durch den Flughafenverband ADV auf 217 Millionen Fluggäste (-1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr) hält die Geschäftsführung unter Ludger van Bebber an der eigenen Zielmarke von bis zu 3,5 Millionen Passagieren für das Gesamtjahr fest.

Bis Ende August verzeichnete der Ruhrgebietsflughafen rund 2,3 Millionen Fluggäste, was einem Zuwachs von 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Mit mehr als 360.000 Fluggästen bildete der August 2026 den verkehrsreichsten Monat seit Eröffnung des Flughafens.

Parallel zur operativen Geschäftsentwicklung beriet das Gremium über die Modernisierung der Fluggastkontrollstellen. Unter Regie der zuständigen Bezirksregierung Münster laufen die Vorbereitungen zur Installation moderner Computertomographie-Scanner (CT-Scanner) für die Handgepäckprüfung. Die Umstellung erfordert bauliche Anpassungen der bestehenden Kontrollspuren im Terminalbereich. Durch den Einsatz der CT-Technologie entfällt das separate Vorzeigen von Flüssigkeiten und elektronischen Geräten, was den Durchsatz an den Passagierkontrollen erhöhen und die Wartezeiten zu Spitzenzeiten reduzieren soll. Ein konkreter Termin für den Beginn der Umbauarbeiten steht derzeit noch nicht fest.

Die positive Passagierentwicklung in Dortmund beruht im Wesentlichen auf dem Ausbau des Streckennetzes um acht Verbindungen sowie einer höheren Sitzplatzkapazität durch den Einsatz größerer Flugzeugmuster der Hauptkunden Wizz Air und Ryanair. Die Betreibergesellschaft unterstützt jedoch die Forderungen des Branchenverbands ADV nach einer Senkung staatlich induzierter Gebühren und Steuern. Nach Einschätzung des Unternehmens belasten hohe Luftsicherheitsgebühren, die Luftverkehrsteuer und gestiegene Flugsicherungskosten die Preisgestaltung der Fluggesellschaften an deutschen Sekundärflughäfen.

Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass die ausgeprägte Abhängigkeit von Low-Cost-Anbietern am Standort Dortmund Risiken birgt. Da Billigfluggesellschaften ihre Fluggeräte bei ungünstigen Rahmenbedingungen flexibel auf europäische Auslandsflughäfen verlagern, bleibt der Dortmund Airport auf eine kontinuierliche Anpassung seiner Kostenstruktur angewiesen. Die Investitionen in die Abfertigungsinfrastruktur und CT-Technik sind daher notwendig, um die operative Auslastung zu sichern, bedeuten jedoch kurzfristig zusätzliche finanzielle Aufwendungen für den Flughafenbetreiber.

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