Der Flughafen Hannover bereitet sich mit dem Beginn der Osterferien und dem gleichzeitigen Start des Sommerflugplans 2026 auf die erste intensive Reisephase des Jahres vor. Die Betreibergesellschaft rechnet bis zum Ende der Ferienzeit in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit einem Aufkommen von insgesamt rund 750.000 Fluggästen.
Als verkehrsreichster Einzeltermin wird der Ostersonntag prognostiziert, an dem mehr als 20.000 Reisende über das niedersächsische Drehkreuz abgefertigt werden sollen. Um diesen Ansturm zu bewältigen, wurden die operativen Kapazitäten bei der Sicherheitskontrolle und beim Bodenpersonal entsprechend hochgefahren, um die Wartezeiten trotz des hohen Volumens stabil zu halten.
Zusätzliche Marktanalysen zeigen, dass der touristische Schwerpunkt weiterhin massiv auf der Mittelmeerregion liegt. Insbesondere die Türkei, Mallorca und die griechischen Inseln verzeichnen eine ungebrochen hohe Buchungsnachfrage. Um der gesteigerten Kapazitätsanforderung gerecht zu werden, hat der Ferienflieger Tuifly sein Programm für die Osterzeit um über 30 Sonderflüge zu Destinationen in Spanien und Griechenland erweitert. Diese Zusatzrotationen werden vornehmlich mit Flugzeugen des Typs Boeing 737-800 durchgeführt. Branchenexperten werten diese kurzfristigen Aufstockungen als Zeichen für eine robuste Erholung des Pauschalreisemarktes im norddeutschen Raum, der durch das große Einzugsgebiet des Flughafens Hannover bis nach Westfalen und Thüringen reicht.
Der neue Sommerflugplan 2026 bringt zudem eine dauerhafte Erweiterung des Streckennetzes mit sich. Die Fluggesellschaft Eurowings baut ihre Präsenz am Standort Hannover aus und nimmt neue Direktverbindungen nach Nizza an der Côte d’Azur sowie nach Alicante an der Costa Blanca auf. Ergänzt wird dieses Angebot durch saisonale Flüge nach Glasgow, womit der Flughafen auch die Anbindung an den britischen Markt stärkt. Im Bereich der ethnischen Verkehre und des Badetourismus nimmt Sunexpress die türkische Destination Edremit neu in das Portfolio auf. Bewährte Strecken nach Lissabon und Bozen verbleiben aufgrund der stabilen Auslastung ebenfalls im Programm, was die strategische Ausrichtung Hannovers als vielseitiger Mischflughafen für Business- und Urlaubsreisen unterstreicht.
Hintergrund der positiven Prognosen ist auch die verbesserte logistische Anbindung des Flughafens an die Schiene, die eine reibungslose Anreise für Passagiere aus entfernteren Regionen ermöglicht. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass Hannover im Vergleich zu anderen deutschen Standorten durch seine 24-Stunden-Betriebsgenehmigung für bestimmte Flugbewegungen eine hohe Flexibilität in der Umlaufplanung der Airlines bietet. Dies begünstigt insbesondere Nachtflüge in den frühen Morgenstunden, die bei Urlaubern aufgrund der frühen Ankunft am Zielort beliebt sind. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 rechnet der Flughafen mit einer weiteren Konsolidierung der Verkehrszahlen auf dem Niveau der Vor-Corona-Jahre.