Flughafen Köln/Bonn (Foto: Jan Gruber).
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Flughafen Köln/Bonn und Rewe verlängern Mietvertrag bis 2036

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Die Flughafen Köln/Bonn GmbH und die Rewe Markt GmbH haben ihre langjährige Einzelhandelspartnerschaft am rheinischen Luftverkehrsdrehkreuz vorzeitig verlängert. Ein neu unterzeichneter Mietvertrag sichert den Verbleib des Lebensmittelmarktes im Terminal 1 für weitere zehn Jahre bis zum 31. Juli 2036.

Der im Jahr 2009 eröffnete Supermarkt war seinerzeit der bundesweit erste Markt der Kölner Rewe-Gruppe an einem deutschen Verkehrsflughafen. Durch die Neuregelung bleibt die flächendeckende Nahversorgung an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr gewährleistet, was eine rechtliche Ausnahme vom nordrhein-westfälischen Ladenschlussgesetz darstellt.

Wirtschaftlich kommt dem Standort im Terminalgebäude eine Doppelrolle zu. Neben den internationalen Fluggästen und Flughafenbesuchern dient die rund 500 Quadratmeter große Verkaufsfläche als primäre Versorgungsstation für die rund 15.000 Beschäftigten des gesamten Flughafenareals sowie für Anwohner aus den umliegenden Kölner und Troisdorfer Stadtteilen. Das Sortiment umfasst neben klassischen Lebensmitteln, Drogeriewaren und Fertigprodukten auch ein erweitertes Angebot an regionalen Spezialitäten. Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafens, und Lars Klein, Leiter der Rewe Region West, betonten die hohe Relevanz des Standorts für die tägliche Logistik und die Infrastruktur des Airports.

Im Zuge der vertraglichen Absicherung ist für das Kalenderjahr 2027 eine umfassende technische und optische Modernisierung der Filiale angekündigt. Geplant ist unter anderem der Ausbau des Kassenbereichs durch zusätzliche Selbstbedienungsterminals (Express-Kassen), um die Abfertigungsgeschwindigkeit bei hoher Passagierfrequenz zu steigern; herkömmliche Bedienkassen bleiben parallel bestehen. Zudem erhält die Filiale einen modifizierten Markenauftritt, bei dem das Logo der Rewe-Gruppe gestalterisch mit dem offiziellen Markennamen des Köln Bonn Airport verschmolzen wird, um die lokale Verankerung zu verdeutlichen.

Der Einzelhandel an großen deutschen Verkehrsflughäfen wie Frankfurt, München oder Düsseldorf hat sich zu einer wichtigen Säule für die Non-Aviation-Erlöse der Betreibergesellschaften entwickelt. Da die Erträge aus dem reinen Flugbetrieb durch steigende staatliche Abgaben und volatile Passagierzahlen unter Druck stehen, investieren Flughafenbetreiber verstärkt in die Attraktivität ihrer Shopping-Zonen. Die langfristige Vertragsbindung mit einem finanzstarken Ankermieter wie Rewe sichert dem Flughafen Köln/Bonn stabile Pachteinnahmen und garantiert eine kontinuierliche Frequenz im öffentlich zugänglichen Bereich des Terminals.

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