Die slowenische Regierung bemüht sich um eine Lösung für den Flughafen Maribor, der nach wie vor zu den am wenigsten frequentierten Flughäfen des ehemaligen Jugoslawiens zählt. Im Jahr 2024 verzeichnete der Flughafen lediglich 2.330 Passagiere. Zwar hat Maribor keine regulären Linienflüge, auch der Flughafen Portorož an der Küste des Landes konnte nur 22.782 Reisende begrüßen – trotz einer kleineren Einzugsregion. Der Großteil des Passagieraufkommens von Maribor stammt aus Charterflügen, die vor allem Sportmannschaften transportieren.
Trotz einiger Bemühungen, einen Betreiber für den Flughafen zu finden, blieben die Versuche im Jahr 2023 erfolglos. Ein vielversprechender gemeinsamer Vorschlag von der SIDrone Luftfahrtschule und dem Schlosserunternehmen Ključavničarstvo Kunc konnte keine Zustimmung finden. SIDrone versucht nun erneut, das Management des Flughafens zu übernehmen und stellte vor kurzem eine Strategie dem Nationalrat vor. Diese umfasst unter anderem den Aufbau eines Wartungszentrums für Passagier- und Frachtflugzeuge sowie eine Kooperation mit benachbarten Flughäfen. SIDrone strebt eine langfristige Partnerschaft an, die mindestens zehn Jahre dauern soll.
In den letzten Jahren fanden auch Gespräche mit Vertretern des Freizeitkonzerns Tui Group statt, die Interesse an der Etablierung einer Wartungsbasis in Maribor zeigten. Der Flughafen wird seit 2019 von DRI, einer staatlichen Beratungs- und Ingenieurgesellschaft, verwaltet, nachdem der frühzeitige Rückzug chinesischer Investoren im Jahr 2017 die vorherige 15-jährige Pachtvereinbarung beendete. Ein großes Hindernis für mögliche Investoren bleibt jedoch das Fehlen eines Raumplans, der eine Erweiterung des Flughafens ermöglichen würde.