Die Flughafen München GmbH (FMG) hat Ende Oktober 2026 die Beschaffung und Inbetriebnahme mehrerer neuer Spezialfahrzeuge für ihre Flughafenfeuerwehr abgeschlossen.
Zum neu in Dienst gestellten Fuhrpark gehören vier Flugfeldlöschfahrzeuge des Herstellers Rosenbauer vom Typ Panther 8×8, ein Wechselladerfahrzeug mit Hakenlift, ein Bergedolly für die Flugzeugbergung sowie ein neuer Einsatzleitwagen. Die Einheiten stehen ab sofort für den operativen Schutz- und Rettungsdienst auf dem Flughafengelände zur Verfügung.
Die Werkfeuerwehr am nordöstlich von München gelegenen Drehkreuz stellt mit rund 240 Einsatzkräften die größte betriebliche Feurwehrstruktur in Bayern dar. Der Aufsichtsratsvorsitzende der FMG, Bayerns Finanzminister Albert Füracker, sowie Flughafenchef Jost Lammers begründeten die Investitionen mit den Anforderungen an die Reaktionsgeschwindigkeit bei Vorfällen auf den Start- und Landebahnen sowie der Vorfeldinfrastruktur. Das Areal verzeichnet im Regelfall ein tägliches Personenaufkommen von über 100.000 Passagieren, Beschäftigten und Besuchern.
Die technischen Neuzugänge betreffen schwerpunktmäßig die Flugbrandbekämpfung sowie technische Hilfeleistungen bei Luftfahrzeugbergungen. Die vierachsigen Großlöschfahrzeuge der Panther-Serie verfügen über Motorleistungen von bis zu 1.450 PS und hohe Löschmittelpumpkapazitäten, um den internationalen Vorgaben der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) hinsichtlich der Abdeckungskategorien für Großraumflugzeuge am Münchner Airport zu entsprechen.
Branchenanalysten sehen in der Flottenmodernisierung einen notwendigen Schritt zur Aufrechterhaltung der behördlichen Betriebsgenehmigung und Einsatzbereitschaft bei steigenden Flugbewegungen. Die Einbindung spezialisierter Bergesysteme verdeutlicht jedoch auch, dass Betriebsstörungen durch havarierte Luftfahrzeuge auf den Rollwegen minimiert werden müssen, um kostspielige Pisten- und Teilschließungen im eng getakteten Drehkreuzverkehr der Lufthansa und ihrer Partnerallianzen zu vermeiden.