Der Flughafen München hat zum Ende der bayerischen Sommerferien eine beeindruckende Bilanz gezogen. Mit 6,2 Millionen Fluggästen in den vergangenen sechs Wochen verzeichnete der größte bayerische Airport einen Anstieg von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Besonders herausragend war der 1. September 2024, als an einem einzigen Tag 143.000 Passagiere den Münchner Flughafen nutzten – ein neuer Spitzentag für den Flughafen. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch in der Auslastung der Flugzeuge wider, die während der Sommerferien bei einem Rekordwert von 86 Prozent lag. Dies deutet auf eine starke Nachfrage nach Flugreisen hin.
Verkehrszahlen und Flugbewegungen
In den Sommerferien 2024 führte der Flughafen München insgesamt 46.000 Starts und Landungen durch, was einem Anstieg von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Zuwachs unterstreicht die steigende Beliebtheit des Flughafens als Verkehrsknotenpunkt. Besonders bemerkenswert ist, dass die Passagierzahlen nun 91 Prozent des Rekordjahres 2019 erreichen. Im internationalen Verkehr verzeichnete der Flughafen sogar einen Anstieg um 14 Prozent bei Flügen nach Nordamerika im Vergleich zu den Werten von 2019. Auch die Anzahl der Fluggäste zu den Mittelmeeranrainern hat das Vorkrisenniveau erreicht, was auf eine starke Erholung des Sommerreiseverkehrs hinweist.
Erwähnenswert ist, dass im Terminal 2, das von Lufthansa und deren Partnerairlines genutzt wird, die Anzahl der Passagiere an 19 Tagen während der Ferien erstmals über dem Niveau von vor der Krise lag. Dies zeigt, dass der Flughafen nicht nur in der Gesamtzahl, sondern auch in der Qualität der Serviceleistungen Fortschritte gemacht hat.
Herausforderungen und Lösungen
Trotz der positiven Bilanz gab es in der Ferienzeit Herausforderungen. Gewitter und Einschränkungen im europäischen Luftraum führten an einzelnen Tagen zu Verzögerungen und längeren Wartezeiten. Jedoch konnte durch die schnelle Einarbeitung neuer Mitarbeiter und die fortschreitende Digitalisierung der Serviceleistungen eine stabile Abfertigung gewährleistet werden.
Die Digitalisierung spielt eine zentrale Rolle bei der Verbesserung der Flughafenprozesse. Jeder dritte Fluggast nutzte die Gepäckautomaten in den Terminals zur Selbstaufgabe von Koffern, was den Abfertigungsprozess beschleunigte. Auch die automatisierte Passkontrolle und der vermehrte Einsatz moderner CT-Scanner bei der Sicherheitskontrolle trugen zu einer effizienteren Abfertigung bei. Diese Entwicklungen haben geholfen, trotz der derzeitigen räumlichen Einschränkungen durch die Modernisierungsarbeiten an den Sicherheitskontrollen einen geregelten Betrieb aufrechtzuerhalten. Die meisten Arbeiten an der Zentralen Sicherheitskontrolle im Terminal 2 sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, was zusätzliche Verbesserungen in der Abfertigungsqualität verspricht.
Der Flughafen München hat die Sommerferien 2024 mit beeindruckenden Rekorden und positiven Entwicklungen abgeschlossen. Die hohe Passagierzahl, die verbesserte Auslastung der Flugzeuge und die Fortschritte in der Digitalisierung belegen den erfolgreichen Kurs des Flughafens. Trotz der Herausforderungen konnte der Airport durch effiziente Prozesse und moderne Technik überzeugen. Die geplanten Modernisierungen und die fortschreitende Digitalisierung versprechen eine weiterhin positive Entwicklung für die Zukunft.