Flughafen Münster/Osnabrück (Foto: Rüdiger Wölk).
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Flughafen Münster/Osnabrück zieht positive Bilanz für das Jahr 2025

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Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) hat das vergangene Geschäftsjahr 2025 mit einem stabilen Ergebnis abgeschlossen. Insgesamt nutzten 1.253.780 Passagiere den regionalen Airport, was lediglich einem minimalen Rückgang von zwei Prozent gegenüber dem Rekordjahr 2024 entspricht. Besonders hervorzuheben ist dabei die Entwicklung im Vergleich zum Vorkrisenniveau: Während der deutsche Luftverkehr insgesamt noch immer rund 13 Prozent unter den Werten von 2019 liegt, verzeichnete der FMO einen Zuwachs von 26 Prozent. Dieser Erfolg ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil der Wegfall der Lufthansa-Zubringerflüge nach Frankfurt Ende 2024 durch andere Angebote kompensiert werden konnte. Ein neuer Rekordwert wurde bei der Flugzeugauslastung erreicht, die im Jahresdurchschnitt bei 83 Prozent lag.

Das touristische Segment bildete auch 2025 das Rückgrat des Flugbetriebs. Zu den aufkommensstärksten Zielen gehörten Antalya mit 398.000 Fluggästen, gefolgt von Palma de Mallorca mit 339.000 und der Inlandsverbindung nach München mit 233.000 Passagieren. Die neu eingeführten Strecken nach London und Málaga entwickelten sich laut Flughafenangaben ebenfalls über den Erwartungen. Bei den Fluggesellschaften zeigt sich eine ausgewogene Marktverteilung: Die Anbieter SunExpress, Lufthansa und Ryanair teilen sich mit jeweils rund 20 Prozent Passagieranteil die Marktführerschaft am Standort. Die Fokussierung auf hochfrequente und nachfragestarke Verbindungen scheint sich somit als krisenfestes Modell für den Regionalflughafen erwiesen zu haben.

Für das laufende Jahr 2026 kündigt die Geschäftsführung unter Andrés Heinemann einen weiteren Ausbau des Portfolios an. Ein wichtiger Meilenstein ist die Kooperation mit der Airline Leav Aviation, die im Sommer 2026 ein Flugzeug fest am FMO stationieren wird. Von hier aus sollen neue Ziele wie Rhodos und Fuerteventura sowie die griechische Insel Kreta bedient werden. Im Segment der Geschäftsreisen bleibt die Anbindung an das Drehkreuz München von zentraler Bedeutung. Lufthansa hat hierfür ihren Sommerflugplan optimiert, um Reisenden aus der Region verbesserte Umsteigezeiten zu interkontinentalen Zielen in Amerika und Asien zu ermöglichen. Die Verantwortlichen betonen, dass die wirtschaftliche Tragfähigkeit dieser Strecke maßgeblich von der Nachfrage durch regionale Unternehmen abhängt.

Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass der FMO seine Position im Wettbewerb der Regionalflughäfen durch eine konsequente Kosteneffizienz und gezielte Akquise von Nischenanbietern stärken konnte. Während größere Verkehrsflughäfen in Deutschland mit hohen Standortkosten kämpfen, profitiert der FMO von seiner schlanken Struktur und der engen Bindung an sein Einzugsgebiet in Westfalen und dem Osnabrücker Land. Die Investitionen in die Abfertigungsinfrastruktur und die Optimierung der Bodenprozesse tragen dazu bei, dass der Flughafen auch für Low-Cost-Carrier wie Ryanair attraktiv bleibt, die im kommenden Jahr voraussichtlich ihre Frequenzen auf bestehenden Routen weiter stabilisieren werden.

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